Teilnehmerrekord beim 13. Hugenotten-Duathlon in Neu-Isenburg / Staffel immer beliebter
Qualität steht über allem

Start frei zum 13. Hugenotten-Duathlon in Neu-Isenburg.
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  • Start frei zum 13. Hugenotten-Duathlon in Neu-Isenburg.
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Neu-Isenburg - Vor einigen Jahren saßen Mitglieder des Radteams und des Lauftreffs Neu-Isenburg zusammen und entwickelten eine gemeinsame Idee. Die einen waren gerne zu Fuß unterwegs, die anderen mit dem Rad. Und das nicht nur gemütlich, sondern sehr flott. Warum, so die Idee, beides also nicht miteinander verbinden? Laufen und Radfahren, das sind die Disziplinen bei einem Duathlon. Und schon war der Hugenotten-Duathlon geboren.

Erstmals ausgetragen wurde die Veranstaltung 2007 mit 200 Teilnehmern – also im kleinen, beschaulichen, ja schon familiären Rahmen. Daraus entwickelte sich schnell eine Erfolgsgeschichte, wie die 13. Auflage am vergangenen Sonntag zeigte. 550 Anmeldungen (Rekord!) lagen am Ende vor, über 500 Sportler gingen schließlich auf die Strecke. Die bewährten Distanzen von 4,5 Kilometern Laufen, 20 Kilometer mit dem Rad und weiteren vier Kilometern Laufen durch den Wald wurden im Laufe der Jahre auch über das Rhein-Main-Gebiet hinaus immer besser angenommen. „Wir haben Wiederholungstäter dabei, die fast kein Jahr ausgelassen haben, aber auch jedes Jahr wieder neue Teilnehmer und zunehmend Teilnehmerinnen“, freut sich Hans-Hermann Theis, der erste Vorsitzende des Radteams.

Die Qualität soll über allem stehen, so lautet der Anspruch der Veranstalter. Rund 90 Helfer des Radteams und des Handball-Nachwuchses der HSG Isenburg/Zeppelinheim, der im vergangenen Jahr erstmals an Stelle des Lauftreffs das Radteam unterstützte, sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Weitere Unterstützung erfuhren beide Vereine durch die Stadt Neu-Isenburg und den Dienstleistungsbetrieb (DLB), der kurz vor dem Start noch den Laub von der Strecke geblasen hatte. Und auch wenn die Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren stetig anstiegen, so hat die Veranstaltung doch ihren familiären Rahmen bewahrt. „Das ist zwar nicht der größte, aber der persönlichste Duathlon Deutschlands“, begrüßte Moderator Manfred Dietrich die Teilnehmer im Neu-Isenburger Sportpark. Er ist übrigens auch so ein Wiederholungstäter – und moderierte die Verantaltung bereits zum 13. Mal. Und dass die Teilnehmer aus Nah und Fern für das Engagement der Neu-Isenburger dankbar sind, zeigen die vielen positiven Rückmeldungen. Die Sportler schätzen die Lauf- und Radwege abseits des Verkehrs und sind ganz glücklich, zum Jahresende noch einmal so richtig gefordert zu werden.

Gesamtsieger wurde Marius Lau (Eintracht Frankfurt), der in 1:08:06 Stunden die Ziellinie überquerte. Schnellste Frau war Julia Altrup vom VfL 1860 Marburg, die 1:17:05 Stunden unterwegs war. Michael Helis (SC Neu-Isenburg) verteidigte in 1:10:06 Stunden seinen Stadtmeistertitel, bei den Frauen gewann Maresa Kern (Radteam Neu-Isenburg) in 1:28:28 Stunden. Bei den erstmals angebotenen Juristen-Open, eine spezielle Wertung nur für Menschen aus dem juristischen Umfeld, siegten Juli Cardoso Schmidt bei den Frauen und Simon Wolheimer bei den Männern, beide mit Zeiten knapp unter 1:23 Stunden.

Und natürlich waren noch weitere Sportler aus der Region am Start. Felix Achilles, ebenfalls vom SC Neu-Isenburg, erreichte als 44. in 1:18:57 Stunden das Ziel und verpasste als Fünfter der M50 nur knapp den Sprung auf das Altersklassenpodest. Vereinskamerad Philipp Hempel kam wenige Sekunden später als 46. ins Ziel. Auf das Podest lief Rainer Helis (Schwimmclub), der als Gesamt-85. in 1:23:12 Stunden in der M60 Platz zwei belegte. Nächster Schwimmer im Ziel war Jonathan Fendler in 1:24:57 Stunden auf Rang 100.

Paul Hansen (28) aus Neu-Isenburg kommt eigentlich vom Segeln (beim WSV Langen). „Ich habe erst im Sommer das Laufen für micht entdeckt“, sagte er. Und absolvierte nur wenig später bereits den Zehn-Freunde-Triathlon in Frankfurt. „Zwischenzeitlich war es sehr anstrengend, nach dem Radfahren haben die Waden ganz schön gebrannt“, meinte er mit Blick auf seine Duathlon-Premiere in Neu-Isenburg. Mit seiner Zeit von 1:27:03 Stunden und Gesamtplatz 128 war Hansen aber zufrieden. „Das Ergebnis ist okay“, sagte er.

Guido Farber (MSC Klein-Krotzenburg/Spike‘s Backyard Tattoos) überquerte nach 1:33:08 Stunden die Ziellinie und belegte damit in der Gesamtwertung Platz 197. In der M40 bedeutete diese Zeit Rang 59. Dirk Brand aus Seligenstadt benötigte ein paar Minuten länger. Er war 1:43:42 Stunden unterwegs und erreichte die Plätze 268 (Gesamtwertung) und 55 (M50).

Michael Schmidt vom EOSC Offenbach belegte in 1:26:15 Stunden in der Gesamtwertung den 118. Platz und in der M50 Rang 25. Steffi von Rahden aus Offenbach kam durz darauf in 1:26:40 Stunden als 124. über die Ziellinie. In der Frauenwertung erreichte sie Platz 15, in der W30 Platz sechs. Isabelle Corell, ebenfalls auf Offenbach, sicherte sich als 263. der Gesamtwertung in der Frauenklasse Platz sechs. Sie erreichte nach 1:42:52 Stunden das Ziel im Sportpark.

Der 61-jährige Schwabe Jürgen Kühlwein lebt in Heusenstamm, startet aber für den Skiclub Offenbach. Er sagte: „Für diese Jahreszeit waren das herrliche Bedingungen. Ich musste mich entscheiden zwischen dem Behördenwaldlauf in Offenbach und dem Duathlon, habe mich dieses mal wieder für Neu-Isenburg entschieden.“ Früher war Kühlwein als Triathlet unterwegs, heute konzentriert er sich vor allem auf das Radfahren. „Die Strecke war flach, da war auch das Laufen kein Problem“, meinte er über die Herausforderungen in Neu-Isenburg. Nun freut er sich auf die kommende Woche, in der er seinen 62. Geburtstag feiert.

Ein herausragendes Duathlon-Debüt feierte der erst 17-jährige Amadeus Wolf aus Dietzenbach, der in starken 1:14:50 Stunden den 21. Gesamtplatz erreichte und damit in der Männlichen Jugend Zweiter wurde. Er sagte: „Bisher bin ich nur bei kleineren Veranstaltungen gelaufen, wie etwa beim Dietzenbacher Stadtlauf.“ Meiner seiner Familie ist er aber zudem regelmäßig mit dem Rad unterwegs. „Ich möchte gerne mit Triathlon anfangen, da war ein Duathlon ein guter Einstieg“, meinte Wolf, „ich war ein bisschen schneller als erwartet, für das erste Mal bin ich zufrieden“, sagte der junge Dietzenbacher.

Mit dabei war auch Joanne Rothery aus Heusenstamm, die in 1:35:09 Stunden in der Gesamtwertung der Frauen 29. wurde. Ihre Altersklasse W40 war sehr gut besetzt, hier belegte sie den zehnten Platz. Der SC Steinberg ging im Staffelwettbewerb mit zwei Mixed-Staffeln auf Weihnachtsgansjagd. Die beiden Weihnachtsgansjäger Sara Kiefer (Laufen) und ihr Vater Holger (Rad) belegten den zweiten Platz, die Weihnachtsgansrupfer Miriam Kiefer (Laufen) und Klaus Kempf (Rad) erreichten Platz fünf.

Haimo Kiefer (Cycling Team Rhein-Main Rödermark) mischte von Beginn an in der Spitzengruppe mit und freute sich am Ende nach 1:09:56 Stunden über den fünften Platz, der in der M40 als Zweiter einen Platz auf dem Podest bedeutete. Der Rodgauer Thomas Schneider belegte in der Gesamtwertung in 1:47:18 Stunden den 281 Platz und wurde damit in der M60 Zwölfter. Freuen durften sich Lena und Michael Schobert (Zusammen läuft‘s – LG Rodgau), die unter 20 Mixed-Staffeln den dritten Platz belegten.

Thomas Cornelius (43) aus Waldacker startete bei den Juristen-Open und überquerte in 1:47:24 Stunden die Ziellinie im Sportpark. Im Alltag ist er als Patentanwalt in Frankfurt tätig, das heißt die Menschen kommen mit ihren Ideen zu ihm und wollen möglicherweise ein Patent dafür anmelden. Über sein Hobby sagt er: „Ich mag Ausdauersport wie Triathlon, hier aber vor allem die Sprintdistanzen. In Neu-Isenburg wollte ich schon immer einmal mitmachen, daher habe ich mich dieses Mal auch zeitig angemeldet.“ Und so startete Cornelius heuer erstmals beim Hugenotten-Duathlon. „Es war hart. Der erste Lauf ging, aber die Radstrecke war teilweise sehr matschig und tief und daher sehr anstrengend. Der zweite Lauf war echt brutal.“ Ins Ziel biss sich er Rödermärker aber dennoch durch.

Frank Herzog aus Obertshausen startete in der M50. Er erreichte nach 1:58:08 das Ziel im Sportpark und belegte damit in der Gesamtwertung den 296. Platz. In seiner Altersklasse wurde er 57.

Schnell unterwegs war Christoph von Roo von der SKG Sprendlingen, der in 1:15:17 Minuten Gesamtplatz 23 erreichte und damit in der M30 Siebter wurde. Stark auch die Leistung von Yvonne Bölke-Erler (ebenfalls SKG), die in 1:25:32 Stunden als Gesamt-109. und Vierte der W30 nur knapp den Sprung auf das Podest verpasste.

Armin Beirle aus Dreieich sicherte sich in 1:27:51 Stunden Gesamtplatz 136. Nächster Dreieicher im Bunde war Andreas Prennig, der in 1:32:50 Stunden 194. wurde. Michael Kimmel vom LG Heine-Park Dreieich lief in 1:33.41 Stunden auf Rang 201 – mit der Startnummer 201. Jens Ulrich Dietz (Dreieich) sicherte sich in 1:35.16 Stunden Gesamtplatz 211. Routinier Dieter Macholdt von der SKG Sprendlingen lief nach 1:42:19 Stunden als Gesamt-256. über die Ziellinie und belegte damit in der M70 den dritten Platz. „Die Teilnahme hier ist ein absolutes Muss“, sagte er. So direkt vor der Haustür. Da verwundert es nicht, dass Macholdt bereits zum 13. Mal in Neu-Isenburg am Start war.

Steffen Wiendl aus Langen überquerte nach 1:22:22 Stunden als Gesamt-73. die Ziellinie. Arthur Kunz, ebenfalls aus Langen, war 1:23:09 Stunden lang unterwegs und wurde damit 83. Nächster Langener im Bunde war Jan Werner, der in 1:29:02 Stunden den 154. Platz erreichte. Björn Gauges wohnt zwar mittlerweile in Frankfurt, ist aber gebürtiger Egelsbacher. Er startete das dritte Mal in Neu-Isenburg. „Ich laufe ja gerne, aber das zweite Mal war ganz schön hart“, sagte Gauges, der 1:32:40 Stunden unterwegs war und Rang 192 belegte. Karsten Sicker, gebürtiger Langener aus Frankfurt, kam wenig später nach 1:35:53 Minuten ins Ziel.

Wladimir Hottmann (49) ist Neu-Isenburger, startete aber für die Faustball-Abteilung des TV Langen. „Zum Faustball bin ich über meinen Sohn gekommen und mittlerweile seit sechs Jahren dabei“, erzählte er. Und das nicht nur als Spieler der Alten Herren, sondern auch als Vorstandsmitglied in der Faustball-Abteilung. Nach einjähriger Pause war er bereits zum dritten Mal in Neu-Isenburg mit dabei. „Es lief besser als gedacht“, sagte Hottmann mit Blick auf seine Zeit von 1:40:05 Stunden und Gesamtplatz 247.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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