„Sehen uns als Ausbildungsverein“

Die F1-Junioren der TSV Lämmerspiel (schwarze Trikots) zeigten beim JFV Seligenstadt flotten Fußball.
  • Die F1-Junioren der TSV Lämmerspiel (schwarze Trikots) zeigten beim JFV Seligenstadt flotten Fußball.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Lämmerspiel – Richtig flotten Fußball bekamen die Fußballeltern am vergangenen Samstag in Klein-Welzheim geboten, wo sich die F-Junioren des JFV Seligenstadt (Jugendförderverein der Vereine Spvgg. Seligenstadt, SV Zellhausen und TuS Klein-Welzheim) und die F1-Junioren der TSV Lämmerspiel gegenüberstanden. Das passten sich die jungen Kicker auf dem durch den Regen rutschigen Rasen flott und sicher die Bälle zu. Die TSV sicherte sich letztlich aufgrund ihres ausgeglichenen Kaders mit drei Auswechselspielern den Sieg, während den Gastgebern mit nur einem Auswechselspieler vor allem in der zweiten Hälfte ein wenig die Kräfte fehlten.

In der Regel trainieren in dieser Altersklasse Spielerväter (durchaus mit Trainerschein) die jungen Kicker. Das ist auch in Lämmerspiel nicht anders. Jedoch hat die Turn- und Sportvereinigung das Glück, in Pedro Rufino einen überaus erfahrenen Trainer in diesem Bereich in ihren Reihen zu haben. Der ehemalige Lämmerspieler Landesliga-Spieler, der auch schon die U19 der Offenbacher Kickers trainierte, ist aktuell nicht nur für die erste Mannschaft der TSV in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 verantwortlich, sondern auch für die F1- und D1-Junioren. Jene Mannschaften, in denen auch seine Jungs kicken. „Es macht einfach großen Spaß, seine eigenen und natürlich auch die anderen Kinder weiterzuentwickeln“, sagt Rufino über sein Engagement als Jugendtrainer.

In den jüngsten Richtlinien des DFB ist immer wieder von der D-Jugend als das „goldene Lehralter“ die Rede. Pedro Rufino sagt: „Die Basis wird bereits in der F- und E-Jugend gelegt, die motorische Grundausbildung findet mit vier bis sechs Jahren statt.“ Denn auch Rufino ist der Meinung, dass die jungen Fußballer mit acht Jahren, spätestens aber mit zehn, den Ball beherrschen sollten. Und daher steht bei ihm das Dribbeln im Training in allen Variationen ganz oben auf der Liste. „Wir arbeiten nur mit dem Ball“, sagt Rufino.

Die F1-Junioren trainiert er bereits im fünften Jahr, die ersten Spieler haben bei ihm im Alter von vier Jahren bei den Bambini angefangen. Mit den Jungs der aktuellen D1 arbeitet er sogar bereits seit neun Jahren zusammen. Nachdem die A2-Junioren aus dem Spielbetrieb genommen wurden, stellt die TSV in dieser Saison 13 Jugendmannschaften, vor allem in den unteren Jahrgängen sind die Lämmerspieler gut besetzt. „Wir müssen uns als Ausbildungsverein sehen“, sagt Pedro Rufino, der weiß, dass die Späher der Nachwuchsleistungszentren frühzeitig beginnen, Spieler aus anderen Vereinen abzuwerben, das beginne schon in der F-Jugend, erklärt er. Wobei es dann oftmals nicht die Spieler wären, die den Verein wechseln wollen, sondern die ehrgeizigen Eltern. „Es ist doch schön, wenn unsere Kinder den Sprung zur Eintracht oder den Kickers schaffen“, meint Rufino. Aber eben nicht zu früh. In Lämmerspiel sind der Spaß, aber auch die entstandenen Freundschaften innerhalb der Mannschaften ein wichtiger Faktor. „Und wenn dann ein Spieler in der D-Jugend zu einem anderen Verein wechselt, ist das völlig okay“, meint Pedro Rufino. Und manch‘ einer kehrt schließlich auch wieder zurück. Wie etwa Nico Heinz, der in der C-Jugend für zwei Jahre die TSV verließ, dann wieder zurückkehrte und heute in der ersten Mannschaft in der A-Liga mit aktuell 29 Toren den drittbesten Torjäger der Liga stellt. „Perspektivisch sollten wir aber in die Kreisoberliga aufsteigen“, sagt Rufino in seiner Eigenschaft als Trainer der ersten Mannschaft.

Denn Talente wachsen im Mühlheimer Stadtteil genügend heran. So präsentierten sich die Lämmerspieler bei ihren eigenen Jugendturnieren der G- und F-Junioren am 1. Mai sportlich als ganz schlechte Gastgeber: Trotz hochkarätiger Konkurrent gewann die Turn- und Sportvereinigung alle vier Turniere. Weiter geht es für die Lämmerspieler F1-Junioren an diesem Samstag, 11., um 11 Uhr mit einem Heimspiel gegen den FC Teutonia Hausen. Und dann wird wieder flotter Fußball gespielt.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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