SGN fehlt noch ein Pünktchen zum Titel

Siyal Popal (rechts) und den E1-Junioren der SG Nieder-Roden fehlt nur noch ein Punkt zum Titelgewinn in der Kreisklasse Gruppe 2.
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  • hochgeladen von Paul Lohse

Nieder-Roden – An diesem Samstag wollen die E1-Juniorenfußballer der SG Nieder-Roden die Korken knallen lassen. Oder besser gesagt: Die Fanta- und Coladeckel fliegen lassen, denn für Sekt sind sie noch ein bisschen jung.

Nach dem 6:1 (2:1)-Sieg beim ärgsten Verfolger SC Steinberg am vergangenen Wochenende fehlt den Nieder-Rödern aus den beiden noch ausstehenden Partien gegen Kickers Obertshausen (Samstag, 18., 10 Uhr) und eine Woche später bei der SKG Rumpenheim nur noch ein Zähler, um die Meisterschaft in der Kreisklasse Gruppe 2 unter Dach und Fach zu bringen. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Mannschaft des Trainerduos Christian Patzelt/Jacqueline Haag auf die Steinberger, bei Punktgleichheit zählt nicht wie bei den Senioren der direkte Vergleich, dann würde die Meister in einem Entscheidungsspiel ermittelt. Soweit will es die Sportgemeinschaft aber nicht kommen lassen.

In der Qualifikation hatten die Nieder-Röder nur knapp die Qualifikation zur Kreisliga verpasst, Ziel in der Kreisklasse Gruppe 2 war eine Platzierung im oberen Drittel. „Vor der Qualifikation hatten wir nur zwei-, oder dreimal trainiert und waren noch in der Findungsphase“, sagt Trainer Christian Patzelt, der die Mannschaft erst im Sommer von Karl-Heinz Kohls übernommen hatte. Zuvor war er Spielervater, dann auf einmal Trainer. Unterstützt wird er von Jacqueline Haag, Spielerin der B2-Junioren der SGN, die bereits unter Kohls als Co-Trainerin im Amt war. „Dass sie mich unterstützt, war für mich auch Voraussetzung, um den Posten zu übernehmen. Sie ist der ruhende Pol, während ich eher sehr emotional bin“, erklärt Christian Patzelt.

Der Trainer, der mittlerweile die C-Lizenz erworben hat, kennt die Jungs in seiner Mannschaft bereits seit der G-/F-Jugend. „Eine Kennenlernphase war daher nicht von Nöten. Die Umstellung vom Spielervater zum sportlich Verantwortlichen war am Anfang schon eine Herausforderung, aber wir haben uns schnell gefunden und haben einen guten Draht zueinander“, sagt Patzelt über sich und die Mannschaft, „die Jungs haben gemerkt, dass sie, wenn sie sich an unsere Vorgaben halten, ihre Spiele gewinnen. Und die Eltern halten uns super den Rücken frei“, erklärt Patzelt, „wir sind eine tolle Truppe, auf und neben dem Platz.“ Das zeigten die jungen Nieder-Röder in der Kreisklasse von Beginn an. „Es hat sich früh abgezeichnet, dass Steinberg oder wir Meister werden“, blickt Patzelt zurück. In den bisher 20 Saisonspielen verließen sie 16 Mal als Sieger den Platz, zwei Spiele endeten unentschieden, nur zwei Partien gab die SGN ab. „Das Ergebnis in Steinberg war deutlicher als das Spiel. Das war eine enge Kiste, erst nach dem 4:1 schlug mein Puls wieder normal“, berichtet der Trainer. Steinberg war bereits in der ersten Minute nach einem Freistoß in Führung gegangen, mit zwei Toren wendete Nieder-Roden aber noch im ersten Durchgang das Blatt.

14 bis 16 Spieler tummeln sich zweimal die Woche im Training der E1-Junioren, zehn Spieler stellen den Kader, der samstags auf Punktejagd geht. „Das ist immer mal kritisch, wenn einer krank oder nicht da ist“, weiß Patzelt, der seinen Kader im Notfall aber mit Spielern aus der E2 auffüllen kann. Im Sommer wechseln Trainerteam und Spieler geschlossen in die D-Jugend. „Die Jungs freuen sich auf das große Feld. Wir wollen guten Fußball spielen und den Ball nicht nur nach vorne bolzen, dafür haben wir zu viele gute Fußballer“, sagt Patzelt. Zunächst aber wollen die Nieder-Röder noch als E1-Junioren die Meisterschaft einfahren. „Das wäre für mich im ersten Trainerjahr ein toller Erfolg. Und für die Jungs würde es mich riesig freuen, weil sie diese Saison toll als Einheit auf dem Platz durchgezogen haben.“ Nach Ende der Punktrunde sind die Nieder-Röder über Pfingsten noch beim eigenen ersten Hans-Dries-Gedächtnisturnier am Ball. Die E-Jugend ist am Pfingstsonntag gefordert und will auch dann die Coladeckel fliegen lassen.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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