Showdown beim SV Pars Neu-Isenburg

Rund 250 Zuschauer verfolgten das Kreisoberliga-Gipfeltreffen zwischen der SG Nieder-Roden und der TSG Neu-Isenburg (4:2). Hier gewinnt SGN-Abwehrspieler Sascha Berger das Kopfballduell gegen Neu-Isenburgs Nebojscha Nikolov, der in der Winterpause vom Ligarivalen Spvgg. Seligenstadt zur TSG gewechselt war.
  • Rund 250 Zuschauer verfolgten das Kreisoberliga-Gipfeltreffen zwischen der SG Nieder-Roden und der TSG Neu-Isenburg (4:2). Hier gewinnt SGN-Abwehrspieler Sascha Berger das Kopfballduell gegen Neu-Isenburgs Nebojscha Nikolov, der in der Winterpause vom Ligarivalen Spvgg. Seligenstadt zur TSG gewechselt war.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Nieder-Roden – Die Fußballer der SG Nieder-Roden sind durchaus als „Serientäter“ zu bezeichnen – und das im positiven Sinne. Denn „Niederlage“ hatten die Kicker aus dem südlichsten Rodgauer Stadtteil lange Zeit aus ihrem Sprachschatz gestrichen. 44 Mal (bei 41 Siegen) war die Sportgemeinschaft in der Kreisliga A Offenbach Ost (seit dieser Saison: Gruppe 2) hintereinander ungeschlagen geblieben, erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison kassierten die Nieder-Röder mit dem 1:2 gegen Teutonia Hausen wieder eine Niederlage – da stand die SGN aber bereits seit Wochen als Titelträger und Aufsteiger in die Kreisoberliga Offenbach fest.

„Die Mannschaft wird sich wieder an Niederlagen gewöhnen müssen“, sagte SGN-Trainer Roland Gerhardt vor Beginn in die neue Saison, für die der Aufsteiger einen Platz zwischen Rang fünf und acht als Saisonziel ausgegeben hatte. Doch die Nieder-Röder dachten gar nicht daran, sich wieder an Niederlagen zu gewöhnen – nicht einmal in den Freundschaftsspielen. In der Kreisoberliga startete die Sportgemeinschaft direkt eine neue Serie – und blieb 22 Partien in Serie ungeschlagen.Eine schon unglaubliche Serie. Vor zwei Wochen erwischte es die Rodgauer dann erstmals in dieser Saison: Beim VfB Offenbach verlor die SGN mit 0:2. Der Frust über diese Niederlage hielt sich allerdings in Grenzen, es ist schier unmöglich, als Neuling schadlos durch eine Saison zu kommen. Von daher überwiegt bei den Schwarz-Roten der Stolz auf das bisher Geleistete. Zumal die Schützlinge von Trainer Gerhardt dennoch erfolgreich den ersten Platz verteidigten – wenn auch wieder punktgleich mit der TSG Neu-Isenburg.

Und ausgerechnet diese Neu-Isenburger stellten sich am vergangenen Sonntag zum Gipfeltreffen an der Hainburgstraße vor. Bereits unter der Woche hatten sich die Nieder-Röder mit einem hart umkämpften 4:1 (0:1)-Sieg gegen den Ligarivalen FC Offenthal für das Halbfinale im Offenbacher Kreispokal qualifiziert. Nach einem 0:1-Rückstand zur Pause läutete Routinier Mirnes Mesic mit dem 1:1 sechs Minuten nach dem Seitenwechsel die Wende ein, die Jens Wöll mit einem Hattrick binnen 15 Minuten perfekt machte. Doch das Spiel hatte die SGN viel Kraft gekostet. Und auch gegen Neu-Isenburg musste Mesic die Rodgauer Truppe vor rund 250 Zuschauern erst wecken. Denn die Neu-Isenburger stellten im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft, führten völlig verdient mit 2:0. „Nach der schwachen ersten Hälfte war es wichtig, dass wir noch vor der Pause verkürzt haben“, sagte SGN-Vorstandsmitglied Matthias Dries. Mit dem 1:2 in der 44. Minute rüttelte Mesic seine Mannschaftskollegen noch rechtzeitig wach. Die präsentierte sich in der zweiten Hälfte deutlich verbessert, legte nun eine ganz andere Körpersprache an den Tag. Doch die Belohnung ließ auf sich warten: Erst zehn Minuten vor dem Schlusspfiff bescherte ein Eigentor der Neu-Isenburger den Hausherren den 2:2-Ausgleich. Die wollten nun aber noch mehr: Erneut Mesic erzielte nur vier Minuten später mit einem verwandelten Foulelfmeter den 3:2-Führungstreffer. Das eingewechselte Pascal Schwaebe machte schließlich mit dem 4:2 für die Nieder-Röder alles klar.

Sechs Spieltage vor Rundenende führen die Rodgauer damit wieder alleine die Tabelle der Kreisoberliga Offenbach an. Allerdings mit nur einem Punkt Vorsprung auf den SV Pars Neu-Isenburg, die TSG Neu-Isenburg ist mit drei Punkten Rückstand auf Nieder-Roden Dritter. Der Dreikampf um die Meisterschaft geht also weiter, am Mittwoch, 2. Mai, steht beim SV Pars das nächste Spitzenspiel an. „Das wird das entscheidende Spiel. Der SV Pars hat den besten Kader der Liga und will ja auch unbedingt hoch“, sagt Dries. Zuvor sind die Nieder-Röder am Sonntag, 29. April, um 15 Uhr bei der Spvgg. Seligenstadt gefordert. „Wir dürfen keinen Millimeter nachlassen. Es muss alles stimmen, sonst verlieren wir auch mal ein Spiel wie zuletzt in Offenbach. Das muss die Mannschaft verinnerlichen“, blickt Dries voraus, „bis zum Titel oder der Aufstiegsrunde ist es noch ein weiter Weg.“ Und wenn die SGN am Rundenende immer noch ganz oben steht? „Wir steigen auf oder spielen die Aufstiegsrunde – was von uns verlangt wird. Die Gruppenliga ist mit den vielen Vereinen aus Offenbach eine durchaus attraktive Liga“, erklärt Matthias Dries.

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