"Roten" freuen sich auf Kreispokal-Viertelfinale gegen den OFC
Sportfreunde im Höhenflug

Jakob Traut (rechts) und die Sportfreunde Seligenstadt sind aktuell in der Gruppenliga Frankfurt Ost nicht zu stoppen. Und im Pokal hoffen die "Roten" mal wieder auf eine Sensation gegen Kickers Offenbach.
  • Jakob Traut (rechts) und die Sportfreunde Seligenstadt sind aktuell in der Gruppenliga Frankfurt Ost nicht zu stoppen. Und im Pokal hoffen die "Roten" mal wieder auf eine Sensation gegen Kickers Offenbach.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – Anfang November ging ein Aufschrei durch die Einhardstadt. Zumindest bei den Einwohnern, die sich für den lokalen Fußball interessieren. Denn die Sportfreunde Seligenstadt, aktuell in der Gruppenliga Frankfurt Ost beheimatet, zogen als Gegner im Viertelfinale des Offenbacher Kreispokals keinen geringeren als den Regionalligisten Kickers Offenbach. „Das ist die Belohnung für die zuletzt gezeigten Leistungen. Ich hoffe, wir finden einen guten Termin“, sagt Seligenstadts Trainer Thomas Epp. Bis zum 1. März kommenden Jahres sollen die Viertelfinal-Partien ausgespielt sein. Voraussichtlich wird am Mittwoch, 12. Februar, gespielt.

Pokal, Seligenstadt, Offenbach, da war doch was? Richtig, im September 2016 hatten die Sportfreunde, damals noch in der Hessenliga am Ball, den OFC im Achtelfinale mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Hessenpokal gekickt. 1650 Zuschauer waren entsetzt – oder begeistert. Je nachdem, welchem Verein sie die Daumen gedrückt hatten. Ganz so viele Zuschauer werden es im Kreispokal sicherlich nicht werden. Aber auf eine ordentliche Kulisse hoffen die „Roten“ schon.

Zumal sich der Gruppenligist aktuell sportlich auf dem Höhenflug befindet. Nach Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg vor fünf Wochen (6:1) schossen die Seligenstädter am vergangenen Samstag mit dem VfB Oberndorf (8:1) den nächsten der ganz großen Meisterschaftsfavoriten vom Sportplatz. Seit acht Partien (20 Punkte) ist der Aufsteiger ungeschlagen und darf sich nach durchwachsenem Saisonstart nun selbst Hoffnungen auf den erneuten Aufstieg machen. Lediglich in den beiden Aufsteigerduellen in Langen (0:0) und gegen die Sportfreunde Oberau (2:2) ließen die „Roten“ zuletzt Federn.

Wo aber sieht Trainer Thomas Epp die Unterschiede zu den ersten Wochen der Saison, als es noch nicht so gut lief? „Wir haben ja permanent mit nur zehn Mann gespielt“, sagt der Sportfreunde-Trainer mit Blick auf vier Rote und drei Gelb-Rote Karten. „Und unsere Chancenverwertung war miserabel. Einzig die 3:6-Niederlage in Dörnigheim war absolut verdient, da waren wir einfach schlecht.“

Inzwischen läuft es deutlich besser. Die Mannschaft hat sich gefunden, die Stimmung ist gut. Stürmer Philipp Traut versemmelt zwar immer noch viele Chancen, traf beim 8:1 gegen Oberndorf aber letztlich doch dreimal und gefiel auch als Vorbereiter. Mit zwölf Treffern stellt er den erfolgreichsten Seligenstädter Torschützen, noch vor dem langjährigen Hessenliga-Spieler und Kapitän Jan Hertrich (elf Tore). Da auch Routinier Patrick Hofmann schon neunmal getroffen hat und Jugendspieler Ghoerghe Strechie mit sieben Toren ebenfalls durchgestartet ist, scheppert es in den gegnerischen Toren sehr ordentlich. „Gegen Oberndorf war das echt Bombe“, schmunzelte Epp, „die sind gar nicht zum Luft holen gekommen, ich war wirklich sehr überrascht. Wir spielen derzeit richtig guten Fußball.“ Dabei hatten die Sportfreunde im Verfolgerduell auf Routinier Nikola Mladenovic verzichten müssen. Die Gäste aus dem Spessart waren dennoch chancenlos. Bitter: Bester Oberndorfer war Marcel Schneider – und der spielt im Tor. Wenn das Spiel zweistellig ausgegangen wäre, hätte sich der VfB auch nicht beschweren dürfen.

Was Epp allerdings gar nicht gefällt, ist die Pause an diesem Wochenende. Am Samstag, 30. November, steht noch das letzte Punktspiel des Jahres gegen den VfR Wenings an, dann geht es bereits in die Winterpause. Im März 2020 setzen die Sportfreunde die Titeljagd fort. Und sollte den „Roten“ tatsächlich der Durchmarsch in die Verbandsliga gelingen, dürfte wieder ein Aufschrei durch die Stadt gehen. Oder wenn dem Außenseiter gegen den großen OFC erneut eine Pokalsensation gelingt. Möglichkeiten gibt es im kommenden Jahr also noch genug.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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