4:1-Sieg gegen Klein-Krotzenburg
Sportfreunde wieder die Nummer eins im Ostkreis

Hohes Bein, gleich gibt es Freistoß. Klein-Krotzenburgs Enrico Puglisi (links) gegen Seligenstadts Patrick Hofmann.
  • Hohes Bein, gleich gibt es Freistoß. Klein-Krotzenburgs Enrico Puglisi (links) gegen Seligenstadts Patrick Hofmann.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Ostkreis - Dass sich zwei Ostkreis-Fußballvereine, wie am vergangenen Samstag die Sportfreunde Seligenstadt und Germania Klein-Krotzenburg in der Gruppenliga Frankfurt Ost, in einer der höheren Ligen gegenüberstehen, ist eher selten. Das letzte Mal war das in der Saison 2017/2018 ebenfalls in der Gruppenliga, der Fall. Die Sportfreunde gewannen mit 3:0 und 2:1 zwar beide Derbys, stiegen am Rundenende aber dennoch ab.

Als die Klein-Krotzenburger 1992/1993 in der Landesliga Süd (damals 4. Liga) kickten, waren sie der einzige Ostkreis-Vertreter. Genau so erging es ein Jahr später Aufsteiger Spvgg. Seligenstadt – die Germania war gleichzeitig abgestiegen. In der Saison 1994/95 stiegen die Sportfreunde in die Landesliga auf – und trafen damit auf den Stadtrivalen Sportvereinigung. Die „Roten“ gewann ihr Heimspiel mit 7:0, die „Blauen“ behielten vor eigenem Publikum mit 3:2 die Oberhand – und stiegen am Saisonende als Tabellenletzter ab.

Das waren noch Zeiten. Die beiden Gruppenligisten Klein-Krotzenburg und die Sportfreunde (als souveräner Meister der Kreisoberliga Offenbach wieder in die 7. Liga aufgestiegen) standen sich zuletzt beim Mainpokal in Mainflingen in der Gruppenphase gegenüber und trennten sich 2:2. Die Germania scheiterte letztlich in der Gruppenphase, die „Roten“ verloren das Finale gegen Gastgeber TSG mit 0:1.

Am vergangenen Samstag war es nun wieder so weit, in der Punktrunde der Gruppenliga standen sich die Sportfreunde und Klein-Krotzenburg erneut gegenüber. Die „Roten“ stellten die bessere Mannschaft und gewannen am Ende klar mit 4:1 (1:1). Seligenstadt benötigte rund zehn Minuten, um ins Spiel zu finden, hatte die Begegnung dann im Griff, scheiterte aber immer wieder am überragenden Marcel Aschenbach im Klein-Krotzenburger Tor, des trotz eines Muskelfaserrisses im Durchgang eins nur einmal zu bezwingen war. Nach dem Wechsel wurde der Druck der Sportfreunde immer stärker, die Tore fielen zwangsläufig.

Nach den beiden Auftaktniederlagen in Oberndorf (1:2) und gegen Türk Gücü Hanau (0:1) ist der Aufsteiger damit nach zwei Siegen wieder im Soll. „Allerdings warten jetzt zwei schwere Auswärtsspiele“, meinte der Sportliche Leiter Udo Klein. Bereits unter der Woche stand das Rückspiel in Hanau an (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), am kommenden Mittwoch, 9. September, geht es zum starken Mitaufsteiger Germania Dörnigheim. Zwei hohe Hürden, zumal die „Roten“ verletzungsbedingt gerade arg gebeutelt sind. Muhammed Kayaroglu und Marvin Leppin fallen mit schweren Schulterverletzungen aus, Jakob Traut zog sich einen Außenbandriss zu, Tim Schüßler ist nach seiner Roten Karte in Obertshausen noch gesperrt. „Gut, dass wir einen großen Kader haben“, meint Klein.

Personelle Sorgen hat auch Nachbar Klein-Krotzenburg. „Wir haben einige Spieler, die nach Verletzungen und Urlaub noch Trainingsrückstand aufweisen“, erklärt Germania-Trainer Mirko Leuschner. Angesichts einiger englischer Wochen müssen sich die Spieler ihre Kondition derzeit allerdings über die Pflichtspiele holen und nicht im Training. Das gilt für Filippo Serra, Mustafa Saniyeoglu, Kapitän Tim Zeiger oder auch Gianpiero Iantorno. „Derzeit haben wir noch nicht das Format, um in der Gruppenliga zu bestehen“, weiß Leuschner. Aus den ersten fünf Partien holten die Hainburger nur einen Zähler. Bereits unter der Woche trafen die Germanen auf die SG Marköbel (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), am Sonntag, 1. September, geht es um 15 Uhr gegen Aufsteiger Sportfreunde Oberau. „Das sind zwei Spiele, die du eigentlich gewinnen musst“, sagt Mirko Leuschner. Damit es auch in der Spielzeit 2020/2021 wieder ein Ostkreis-Derby in der Gruppenliga gibt.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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