Sportfreunde wollen ersten Matchball nutzen

Jan Hertrich (hinten), in der Hessenliga meist in der Defensive eingesetzt, musste zuletzt beim Kreisoberligisten Sportfreunde Seligenstadt mangels Alternativen sogar im Sturm ran.
  • Jan Hertrich (hinten), in der Hessenliga meist in der Defensive eingesetzt, musste zuletzt beim Kreisoberligisten Sportfreunde Seligenstadt mangels Alternativen sogar im Sturm ran.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Ostkreis – In der Kreisoberliga Offenbach steht an diesem Samstag, 27., um 16 Uhr das Spitzenspiel zwischen Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt und dem Tabellenzweiten TSG Mainflingen an.

Dass heißt, so viel Spitzenspiel ist es gar nicht. Denn die Sportfreunde weisen 14 Punkte Vorsprung auf den Aufsteiger, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat, auf. Mit einem Sieg können die „Roten“ bereits vier Spieltage vor Rundenende den Titel und damit den direkten Wiederaufstieg in die Gruppenliga Frankfurt Ost perfekt machen. „Ein Remis würde und wahrscheinlich auch schon reichen“, sagt Seligenstadts Trainer Thomas Epp, den nicht davon ausgeht, dass die Mainflinger ihr Nachholspiel am Donnerstag gegen die TSG Neu-Isenburg gewinnen.

Vor seiner Mannschaft zieht Epp den Hut: „Wahnsinn, wie die das mit 14, 15 Spielern durchzieht.“ Nach der Trennung von Mittelstürmer Stanko Pavlovic im Herbst vergangenen Jahres stehen im Angriff nur noch Patrick Hofmann und Thomas Höfling zur Verfügung. Höfling kam bisher auf Grund von Verletzungen kaum zum Einsatz, aktuell laboriert er an einer gebrochenen Hand. Und auch Hofmann schleppte sich angeschlagen mehr schlecht als recht durch die vergangenen Wochen und Monate. Dennoch stellen die „Roten“ mit 79 Toren die beste Offensive der Liga. „Da trifft eben auch einmal der Rechtsverteidiger, wenn er mit nach vorne geht“, sagt Epp.

„Wir haben 14 Partien nicht verloren, 13 davon gewonnen. Die Mannschaft hat es mehr als verdient, Erster zu sein“, meinte der Seligenstädter Trainer. Ihre letzte Niederlage kassierten die Sportfreunde Anfang Oktober vergangenen Jahres – mit 0:2 in Mainflingen. Es folgten 13 Siege, lediglich die DJK Sparta Bürgel erreichte mit einem 0:0 einen Punktgewinn gegen den Spitzenreiter. „Wir haben aus den Partien gegen die Topklubs Langen und Neu-Isenburg zwölf Punkte geholt“, verweist Epp auf die Überlegenheit der Seligenstädter in dieser Saison. „Wir haben jetzt fünf Matchbälle und wollen so schnell wie möglich alles klar machen“, meint der Ex-Profi.

Ein wenig Aufregung gab es zuletzt in Mainflingen, wo der Tabellenzweite nach vier Jahren den Kontrakt mit Trainer Marco Schwarzkopf (holte mit der TSG 2017 den Mainpokal und führte die Mannschaft 2018 zum Titel in der A-Liga Gruppe 2) nicht verlängerte, da sich „die Beziehung zwischen Mannschaft und Trainer etwas abgenutzt hat“, wie der Vorstand verlauten ließ. Wer neuer Trainer in Mainflingen wird, steht noch nicht fest. Zuletzt verloren die Mainflinger zu Hause gegen Abstiegskandidat SG Götzenhain nach schwacher Leistung mit 0:2. Weder der TSG-Vorstand noch Trainer Schwarzkopf führen die Pleite aber auf den anstehenden Trainerwechsel am Rundenende zurück.

In Seligenstadt sind die Mainflinger trotz des Hinrundenerfolges nur Außenseiter. „Ich hätte am liebsten schon an Ostern gespielt“, meint Seligenstadts Trainer Thomas Epp. Kein Wunder: beste Witterungsbedingungen, wenig sportliche Konkurrenz – da wäre mit vielen Zuschauern zu rechnen gewesen. Auf die hoffen die „Roten“ nun auch an diesem Samstag. „Wir werden viele Fans haben“, blickt Thomas Epp voraus, „aus Neu-Isenburg, Langen und Offenbach.“ Denn sollten sich die Sportfreunde mit einem Sieg vorzeitig den Titel sichern, würden die Chancen der Mainflinger Konkurrenz bei einer Niederlage der TSG im Kampf um Platz zwei wieder sprunghaft ansteigen. Die TSG Neu-Isenburg, der 1. FC Langen und auch der VfB Offenbach drücken den Seligenstädtern die Daumen.

Während die Mainflinger einen neuen Trainer suchen, geht Epp mit den Sportfreunden 2019/2020 in seine zweite Saison. „Wir müssen sehen, dass wir eine gute Truppe zusammen bekommen, die in der Gruppenliga eine Perspektive hat“, sagt Epp. Dazu muss sich vor allem in der Offensive etwas tun. Zuletzt spielte sogar Jan Hertrich im Angriff. In der Hessenliga spielte er meist noch in der Abwehr.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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