SSG Langen aktuell mehr als zufrieden / A-Ligist kann gegen alle Gegner mithalten
Teamgeist als großes Plus

Einer für alle, alle für einen. Zusammenhalt wird beim A-Ligisten SSG Langen groß geschrieben.
  • Einer für alle, alle für einen. Zusammenhalt wird beim A-Ligisten SSG Langen groß geschrieben.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Langen – Zwei – große – Fußballvereine in einer Stadt? Das gibt es in Hamburg, in München, durchaus auch in Köln und Berlin. In München könnten es auch bald drei Vereine sein, wenn Senkrechtstarter Türkgücü – aktuell als Aufsteiger Herbstmeister in der Regionalliga Bayern – so weiter macht. Zwei große Fußballvereine, die gibt es aber auch in Langen.

Wobei die SSG zumindest im Seniorenbereich im Schatten des Fußballclubs 1903 steht – denn der gehörte in den 50er und 60er Jahren zu den sportlichen Aushängeschildern Südhessens – von 1950 bis 1965 spielte der Club in der 1. und 2. Amateurklasse, damals die dritt- und vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Aktuell kickt der FCL wieder einmal in der Gruppenliga. Der Weg der SSG in den vergangenen Jahren ist einfacher zu verfolgen: Seit über 15 Jahren sind die Fußballer der Sport- und Sänger-Gemeinschaft in der A-Liga Offenbach 1 (ehemals West) beheimatet. Mal mit größerem, mal mit kleinerem Erfolg – aber nie mit der Tendenz nach oben – oder unten. 2008 reichte es nur zu Platz 14, dreimal (2009, 2014 und 2019) landeten die Langener auf Platz zwölf. 2005 und 2011 schnupperte die SSG als Fünfter an der Spitzengruppe.

Wie auch in der aktuellen Saison 2019/2020. Eine Runde zuvor hatten sich die Langener früh von ihrem Trainer Franco Lucente getrennt. Zunächst hatte Vorstandsmitglied Markus Stanik die Mannschaft bis zum Winter trainiert, dann hatte Nico Megna gemeinsam mit seinem „Co“ Recep Erbag das Traineramt bei der SSG übernommen, nachdem er bis Anfang Dezember noch den Kreisoberligisten Kickers Viktoria Mühlheim trainiert, dort nach einer 0:10-Niederlage bei der TSG Neu-Isenburg aber seinen Posten zur Verfügung gestellt hatte. Als Megna den Trainerposten bei der SSG antrat, betrug der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz nur vier Zähler – nach einer ordentlichen Rückrunde mit insgesamt 17 Zählern waren es am Ende satte 14 – der Klassenerhalt war, wie erhofft, vorzeitig erreicht worden.

Mit dem Saisonziel „gesichertes Mittelfeld“ war die SSG – als spielender Co-Trainer kam noch Maximilian Mensinger vom Verbandsligisten Germania Ober-Roden hinzu – in die aktuelle Spielzeit gestartet. Mit dem aktuellen Platz fünf „sind wir sehr zufrieden. Vor allem wenn man überlegt, dass die Mannschaft in der vergangenen Jahren meist im unteren Tabellenbereich zu finden war“, sagt Nico Megna, „die Jungs arbeiten sehr gut mit, entwickeln sich weiter. Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten und überzeugen können.“

So auch am vergangenen Wochenende bei Spitzenreiter SG Wiking Offenbach. Maximilian Mensinger brachte die SSG bereits nach acht Minuten in Führung. Der Ausgleich im Gegenzug brachte Langen nicht aus dem Konzept, jedoch vergaben die Gäste einige gute Chancen. Nach 55 Minuten gingen die Offenbacher zwar in Führung, doch Langen stürmte weiter, ließ aber vor dem Tor den entscheidenden Killerinstinkt vermissen. Mitten in die Drangperiode der SSG hinein fiel nach einem Konter der dritte Treffer der Wikinger. Das 2:3 der Langener durch Elias Tesema (85.) fiel zu spät, um die Niederlage noch abzuwenden. Mit ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wäre sogar mehr möglich gewesen.

Als große Stärke der Mannschaft wertet Megna den großen Zusammenhalt innerhalb des Teams. „Wir sind eine Supertruppe, die Neuzugänge wurden alle sehr gut integriert. Zum Teil sind die Jungs auch privat miteinander unterwegs“, sagt er und hält einen guten Teamgeist in den unteren Amateurklassen mittlerweile für das „A und O“. Und wo soll der Weg der SSG hinführen? „Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen natürlich das Maximum herausholen“, erklärt Nico Megna.

Nächster Gegner der SSG ist an diesem Sonntag, 3. November, um 14.30 Uhr der BSC 99 Offenbach. Allerdings ist fraglich, ob die abstiegsgefährdeten Offenbacher überhaupt antreten: Am vergangenen Sonntag sagte der BSC 99 sein Heimspiel gegen den FC Neu-Isenburg aus Personalgründen ab und verlor kampflos.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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