Teuflischer Saisonendspurt

Sensationeller Saisonendspurt: Mit drei Siegen sicherten sich die Steinberger Devils (rotes Trikot) in der Bezirksliga noch den Klassenerhalt.
  • Sensationeller Saisonendspurt: Mit drei Siegen sicherten sich die Steinberger Devils (rotes Trikot) in der Bezirksliga noch den Klassenerhalt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Dietzenbach – Furioses Finale in der Basketball-Bezirksliga: Mit drei Siegen in den letzten drei Saisonspielen sicherten sich die Devils des SC Steinberg noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Anfang Februar hatten die Steinberger das Kellerduell bei der ersten Mannschaft von Teutonia Hausen mit 72:80 verloren, „da waren wir eigentlich schon abgestiegen, die Lage war aussichtslos“, blickt SC-Spieler Fabian Schmidt, der gleichzeitig stellvertretender Abteilungsleiter ist, zurück. Denn zu diesen Zeitpunkt sprach alles gegen die Basketballer aus der Kreisstadt.

Doch die Steinberger ließen sich nicht hängen und feierten nur eine Woche später bei der Basketball Community 069 Frankfurt, ebenfalls ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, mit einem 61:47-Erfolg ein fast schon sensationelles Comeback – und durften plötzlich wieder hoffen. Denn auch am vorletzten Spieltag holten die Devils die beiden Punkte, gewannen in eigener Halle gegen den Tabellenvierten TSV Bonames nach guter Partie mit 79:72. Gleichzeitig trafen im Kellerduell die beiden direkten Konkurrenten Basketball Community 069 Frankfurt und Teutonia Hausen aufeinander. Bei einem Sieg der Hausener hätte Steinberg in der letzten Begegnung ein Sieg zum Klassenerhalt genügt. Doch Hausen wurde mit 46:72 regelrecht aus der Halle geschossen.

Die Ausgangslage für die Steinberger vor dem letzten Spieltag war damit folgende: Nicht nur, dass die Devils (zwölf Punkte) beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt gewinnen mussten, gleichzeitig mussten die Steinberger auch noch auf eine Niederlage der Teutonia (ebenfalls zwölf Punkte) oder der Basketball Community (14 Punkte) hoffen. Denn gegen Hausen hatte der SC den direkten Vergleich verloren, gegen die Basketball Community aber gewonnen.

Da die Begegnung der Basketball Community beim TSV Bonames bereits zwei Stunden vor der Partie der Steinberger bei der Eintracht begann, hätten die Devils das Ergebnis des Konkurrenten schon vor dem ersten Anwurf wissen können. Doch genau das vermieden die Kreisstädter. „Wir wollten den Druck nicht unnötig erhöhten“, erklärte Fabian Schmidt. Die Steinberger wollten sich auf ihre Partie konzentrieren, die sie erst einmal gewinnen mussten. In der ersten Hälfte aber ließen die Gäste gegen die großgewachsenen Frankfurter zu viele Körbe durch die Mitte zu und lagen so zur Pause mit fünf Punkten in Rückstand. „Aber in der zweiten Hälfte haben wir das Spiel gedreht“, sagte Schmidt. Die Steinberger steigerten sich in der Abwehr deutlich und legten damit den Grundstein zur eigenen Führung. Spannend wurde es, als wenige Minuten vor Spielende auf einmal die Spieler der Basketball Community in der Halle auftauchten. „Wenn die kommen, um bei uns zuzuschauen, ist das Spiel für sie wichtig. Das konnte nur bedeuten, dass sie in Bonames verloren hatten“, meinte Fabian Schmidt. Und so war es auch. Schnell sickerte die Niederlage des Konkurrenten durch – und plötzlich wurde der eine oder andere Steinberger – den Klassenerhalt vor Augen – doch noch einmal ein bisschen nervös. Aber eben nur ein bisschen. Am Ende stand ein doch ungefährdeter 68:52-Sieg der Devils – und damit der Klassenerhalt. Teutonia Hausen gewann sein Spiel ebenfalls, so dass alle drei Teams – Hausen, Steinberg und die Basketball Community – 14 Pluspunkte aufwiesen. Im direkten Dreier-Vergleich siegte Hausen (drei Siege) vor Steinberg (zwei) und der Basketball Community (einen) – damit steigen die Frankfurter ab.

Statt großer Freude machte sich bei den Devils zunächst einmal Erleichterung breit. „Die Freude über den Klassenerhalt kam erst so richtig am Abend auf“, meinte Fabian Schmidt. Bis Ostern trainieren die Steinberger noch locker, dann werden die Weichen für die neue Saison in der Bezirksliga Frankfurt gestellt. Nochmals derart dramatisch muss es aus Steinberger sicher nicht wieder werden.

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