TGS-Handballer wollen aufsteigen

So wird es gemacht! Trainer Hendrik Flath, Trainer der TGS Seligenstadt.
  • So wird es gemacht! Trainer Hendrik Flath, Trainer der TGS Seligenstadt.
  • Foto: pal
  • hochgeladen von Paul Lohse

Seligenstadt – In den vergangenen Jahren ging es bei den Handballherren der TGS Seligenstadt in der Bezirksliga A des Bezirks Offenbach/Hanau stetig ein wenig bergauf: 2016 Platz fünf mit 22:18 Punkten, 2017 Platz vier mit 26:14 Punkten. Und in der Saison 2017/2018 verpasste die Turngesellschaft mit 33:11 Punkten als Dritter nur um einen Zähler Platz zwei und damit den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

„Die Mannschaft hat sich den Aufstieg als Ziel gesetzt. Dann machen wir das auch“, schmunzelt Hendrik Flath, im vierten Jahr Trainer in Seligenstadt. „Mal schauen, ob es reicht.“ Unter Flath entwickelte sich die Mannschaft in den vergangenen Stück für Stück weiter, nun soll der große Wurf gelingen. „Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, sagt der Trainer, der Woche für Woche eine sehr junge Mannschaft auf das Parkett schickt: Acht Spieler aus seinem 16er-Kader sind unter 22 Jahren alt.

Die Liga ist allerdings in diesem Jahr sehr stark, die Leistungsdichte noch enger als in der Vergangenheit. Von den drei Absteigern legte der HSV Götzenhain mit zwei Niederlagen allerdings einen klassischen Fehlstart hin. Der TV Langenselbold gewann seine ersten beiden Partien, Der Seligenstädter Ostkreis-Rivale SG Hainburg startete mit 2:2 Punkten. Aufsteiger SG Dietesheim/Mühlheim 2 startete mit zwei Siegen schwungvoll in die Runde, darf allerdings nur aufsteigen, wenn die erste Vertretung, aktuell in der Bezirksoberliga aktiv, ebenfalls aufsteigen würde – zwei Mannschaften eines Vereins dürfen nicht in der gleichen Liga antreten. Gleiches gilt für die ebenfalls mit zwei Siegen gestartete TGS Niederrodenbach 2. Dazu will auch die HSG Preagberg oben mitmischen. Und natürlich auch die TGS Seligenstadt. „Wir haben vier Vereine die aufsteigen wollen und zwei weitere, die die Chance dazu haben“, sieht Flath in der Spitzengruppe ein großes Gedränge auf die Topmannschaften der Liga zukommen. „Die Liga ist eine andere Hausnummer als in der vergangenen Saison, als zwei, drei Mannschaften leistungsmäßig abgefallen sind“, sagt der TGS-Trainer. Die Seligenstädter starteten mit 4:0 Punkten ebenfalls erfolgreich in die Runde. Nach einem 30:23-Auftaksieg bei der MSG Hanau/Erlensee schoss die TGS am vergangenen Wochenende Aufsteiger HSG Obertshausen/Heusenstamm mit 35:17 aus der Halle.

„In der vergangenen Saison haben wir in den entscheidenden Partien nicht gepunktet“, blickt Flath zurück. Vor allem die unnötige 26:34-Niederlage am ersten Spieltag bei Außenseiter HSG Dietzenbach 2 wurmte die Seligenstädter noch am Rundenende. „Wir hatten es dennoch in der eigenen Hand, haben aber in Wächtersbach nicht gewonnen“, sagt Flath. Ein Sieg beim späteren Tabellenzweiten und die TGS wäre aufgestiegen. Dass soll nun in dieser Saison klappen. „Der Kader ist ausgeglichener besetzt“, ist der TGS-Trainer zuversichtlich. Im Seligenstädter Keno Mehrpahl vom Oberligisten Rot-Weiß Babenhausen gelang dem Bezirksligisten ein echter Glücksgriff, dazu kam in Patrick Lorenz ein neuer Torhüter, der zuletzt allerdings ebenso verletzungsbedingt fehlte, wie Kevin Keil, der nach seinem Studienaufenthalt in Erfurt wieder zum Kader zählt. Zuletzt gegen Obertshausen/Heusenstamm standen zwei Spieler im Kader, die noch Jugend spielen können sowie zwei weitere, die gerade erst aus der Jugend in den Seniorenbereich gewechselt sind. „Angesichts der Konkurrenz müssen wir auf die Jugend setzen“, erklärt Hendrik Flath mit Blick auf die Region: Die Drittligisten Nieder-Roden, Hanau und Bruchköbel, die Oberligisten Bürgel und Babenhausen, dazu die Ligarivalen Hainburg und Preagberg – in der Region gibt es viele gute Handballmannschaften. Die Folge: Bis auf einen Spieler stammen alle TGS-Handballer der ersten Mannschaft aus Seligenstadt beziehungsweise der unmittelbaren Nachbarschaft.

Die TGS setzt im Aufstiegsrennen auf eigene Kräfte – und den großen Teamgeist. „Bei uns geht es nur über die Mannschaft“, erklärt Hendrik Flath. Die ist dank ihrer Ausgeglichenheit nicht nur in der Lage, Ausfälle zu kompensieren, sondern im Angriff auch unberechenbar. „In der vergangenen Runde haben wir sehr ausgeglichen unsere Tore erzielt, über die komplette Breite der Mannschaft hinweg“, erläutert Flath. Faktoren, die auch in der Saison 2018/2019 eine entscheidende Rolle spielen sollen.

Nach dem erfolgreichen Start mit zwei Siegen steht nur bereits die Herbstpause an, ehe es am Samstag, 13. Oktober, mit dem Gastspiel bei der HSG Preagberg weiter geht.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen