Tim Henkel hört am Rundenende auf

Nieder-Rodens Tim Henkel beim Wurf: Der Rechtsaußen, hier in der Partie gegen Spitzenreiter Eisenach, beendet am Rundenende seine Karriere.
  • Nieder-Rodens Tim Henkel beim Wurf: Der Rechtsaußen, hier in der Partie gegen Spitzenreiter Eisenach, beendet am Rundenende seine Karriere.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Nieder-Roden – Nach Christian Schmid (beruflich nach Hamburg) und Jonas Müller (zum Zweitligisten TuS Ferndorf), die beide den Verein nach Ende der Saison 2017/2018 verließen, muss Handball-Drittligist HSG Nieder-Roden nach Rundenende der laufenden Spielzeit auf einen weiteren Routinier verzichten: Tim Henkel (31) beendet aus privaten Gründen seine Karriere. „Tim wollte bereits in der vergangenen Saison die Handballschuhe an den Nagel hängen, hilft aber noch einmal eine Saison lang aus. In der Abwehr ist er auf der Halbposition nicht zu ersetzen“, sagt sein Trainer Jan Redmann.

Bereits 2006/2007 spielte Linkshänder Henkel – noch als Jugendspieler – mit der HSG Nieder-Roden in der Regionalliga. Über die Stationen TSV Bayer Dormagen und Bergischer HC (2. Liga) kehrte der Rechtsaußen nach einem Studienaufenthalt in den USA im Januar 2012 nach Nieder-Roden zurück. Nach einem Jahr beim Zweitligisten TV Großwallstadt in der Saison 2013/2014 kehrte Henkel 2014 zum zweiten Mal nach Rodgau zurück. „Ich habe den Wechsel nach Großwallstadt nicht bereut und würde ihn wieder machen. Es war eine tolle Erfahrung. Die sportliche Perspektive war aber nicht zufriedenstellend“, sagte er damals über seine Zeit in Unterfranken. Für die Nieder-Röder war die erneute Verpflichtung des gebürtigen Hanauers, der bei der TS Steinheim das Handballspielen erlernte, ein echter Transfercoup.

Ein Jahr später folgte ein großer Rückschlag, als sich Henkel im August während eines Trainingslagers als Vorbereitung auf die Saison 2015/2016 das Kreuzbandriss riss und die komplette Runde über ausfiel. Nach seiner Rückkehr zur Saison 2016/2017 ist Henkel nicht mehr aus der Stammformation der Nieder-Röder wegzudenken. 77 Mal war er seitdem für die HSG in Punktspielen am Ball, erzielte dabei 142 Treffer.

Am vergangenen Wochenende erreichte er mit den Nieder-Rödern im Derby gegen die HSG Hanau mit einem Wahnsinns-Endspurt und einem 5:0-Lauf nach einem 17:22-Rückstand viereinhalb Minuten vor Spielende noch ein 22:22 (11:10). Die Nieder-Röder bleiben damit zu Hause in dieser Saison ungeschlagen. „Über den Punkt sind wir sehr glücklich“, meinte Henkel, „wir wollten unbedingt gewinnen, sind aber für alles bestraft worden. Aber wir haben einen großartigen Willen gezeigt. Wir wollten vor eigenem Publikum ungeschlagen bleiben. Und das haben wir noch geschafft.“ Die Schiedsrichter hatten zuvor in den meisten Aktionen gegen die Rodgauer entschieden beziehungsweise mit zweierlei Maß gemessen. Als die Gäste in der 52. Minute ihre erste Zwei-Minuten-Strafe kassierten, hatten die Nieder-Röder schon siebenmal für zwei Minuten draußen gesessen.

Weiter geht es für die Baggerseepiraten, die aktuell mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten SG Nußloch den fünften Platz einnehmen, an diesem Sonntag, 10. Februar, mit dem nächsten Derby bei der abstiegsgefährdeten SG Bruchköbel, die seit der 21:27-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 2 gemeinsam mit der SG Leipzig 2 (29:29 in Baunatal) das Tabellenende ziert. Das Hinrundenspiel in eigener Halle hatten die Rodgauer mit 31:24 zu ihren Gunsten entschieden.

Nach vier sechsten Plätzen hintereinander feierte die HSG Rodgau Nieder-Roden in der vergangenen Saison als Vierter die bisher beste Platzierung ihrer Vereinsgeschichte. Eine Platzierung, die die Rodgauer in diesem Jahr gerne wiederholen würden. Vielleicht geht es sogar noch ein bisschen besser. Für Rechtsaußen Tim Henkel wäre ein Platz in den Top Five jedenfalls ein tolles Ende für seine aktive Zeit bei den Baggerseepiraten.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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