Trainerwechsel war die richtige Entscheidung

Kampf um jeden Meter: Kapitän Simon Prechtel (am Boden, hier gegen den JSK Rodgau) und Kickers Obertshausen sammelten in der Rückrunde der Gruppenliga Frankfurt Ost satte 31 Punkte und sicherten sich vorzeitig den Klassenerhalt.
  • Kampf um jeden Meter: Kapitän Simon Prechtel (am Boden, hier gegen den JSK Rodgau) und Kickers Obertshausen sammelten in der Rückrunde der Gruppenliga Frankfurt Ost satte 31 Punkte und sicherten sich vorzeitig den Klassenerhalt.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Obertshausen – Letztlich war es doch eine klare Angelegenheit: Mit sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sicherte sich Kickers Obertshausen in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost den Klassenerhalt. Nach mageren 20 Punkten aus der Hinrunde sammelten die Kickers in der Rückrunde satte 31 Punkte und stellten damit gemeinsam mit Aufsteiger VfB Oberndorf und der ebenfalls lange abstiegsgefährdeten SG Marköbel die viertbeste Mannschaft der Rückrunde. Nur Eintracht Altwiedermus (40), der JSK Rodgau (34) und Meister 1. FC 06 Erlensee (33) sammelten in der Rückrunde (die mit einigen Spielen bereits im November/Dezember vergangenen Jahres startete) mehr Punkte als die Schwarz-Weißen.

„Der Trainerwechsel war die richtige Entscheidung“, zeigt sich Obertshausens Spielausschussboss Siggi Herth zufrieden. Nach schwachem Saisonstart traten Marcel Dindorf und Simon Römgens bereits Anfang Oktober vergangenen Jahres die Nachfolge von Nils Noe an. „Die Spieler hatten wieder mehr Lust auf Fußball, hatten mehr Spaß, spielten befreiter auf“, stellte Herth fest. Und wie es im Fußball oftmals so ist: Mit den Erfolgen stiegen Selbstvertrauen und Spaß weiter an. Und plötzlich lief es bei den Kickers wieder deutlich besser.

Wichtig war vor allem der gute Start in das neue Jahr. „Drei Punkte wären gut“, wies Herth bereits während der Winterpause auf die große Bedeutung der Partie gegen Mitkonkurrent FC Hochstadt voraus. Und die Mannschaft tat ihm den Gefallen, fegte die Lila-Weißen mit 7:0 vom Platz. Der Grundstein für eine gute zweite Saisonhälfte war damit gelegt.

Gegen die Topmannschaften war allerdings auch 2018 für die Kickers kaum etwas zu holen: In Oberndorf kassierte Obertshausen eine 1:7-Pleite, in Erlensee eine 1:6-Packung. In Großkrotzenburg gingen die Schwarz-Weißen beim 1:3 ebenfalls leer aus. Immerhin gelang im Offenbacher Kreisderby beim der SG Rosenhöhe ein überraschender 4:1-Sieg. Bis auf den 1. FC Langen (0:2) und die SG Marköbel (0:0) gewannen die Kickers aber alle Spiele gegen die direkten Konkurrenten – das gab den Ausschlag für den vorzeitigen Klassenerhalt. FC Hochstadt (7:0), Sportfreunde Seligenstadt (2:1), FSV Bischofsheim (7:2), FC Dietzenbach (1:0), FSV Bad Orb (3:1) – bis auf Dietzenbach stiegen diese Gegner letztlich alle ab. „Die Siege gegen die diese Mannschaften waren die Grundvoraussetzung für den Klassenerhalt“, meinte Herth. Richtig munter ging es im bedeutungslosen letzten Saisonspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht SV Somborn zu: Obertshausen schoss die Freigerichter mit 9:4 aus dem heimischen Sportzentrum.

Dabei haben die Obertshäuser nicht einmal einen echten Torjäger in ihren Reihen. Simon Bott traf in nur 13 Begegnungen zehnmal und führt damit die interne Torjägerliste an. Die weiteren Topscorer: die Mittelfeldspieler Ediz Davulcu (9) und Christopher Lang (8). Insgesamt zogen die Kickers die Saison mit einem nur kleinen Kader durch. „Wir wissen, dass wir hier nachlegen müssen. Unser Kader war in der vergangenen Runde nicht groß, aber sehr effektiv“, erklärt Herth. Bis auf Anastasios Yalouris, der bereits einige Wochen vor Rundenende den Verein verlassen musste, bleibt der Kader auch in der kommenden Saison zusammen, die eine oder andere Verstärkung wollen die Kickers noch an Land ziehen, um in der Spielzeit 2018/2019 auf Ausfälle entsprechend reagieren zu können. Ziel ist auch in der nächsten Saison der vorzeitige Klassenerhalt.

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