Triathlon erstmals mit Sprint-Distanz

Raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten - und die Füße abgewaschen. Beim Rodgau-Triathlon kommt es auch in der Wechselzone auf Schnelligkeit an.
  • Raus aus den Klamotten, rein in die Klamotten - und die Füße abgewaschen. Beim Rodgau-Triathlon kommt es auch in der Wechselzone auf Schnelligkeit an.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Rodgau - Der TSV Dudenhofen richtet am Sonntag, 19. August, zum 17. Mal seinen Rodgau-Triathlon aus. Was 2002 mit einem kleinen Jedermann-Triathlon begann, hat sich schnell zu einer auch weit über Hessens Grenzen hinaus bekannten Veranstaltung entwickelt. 874 Teilnehmer haben sich für die 17. Auflage angemeldet, die Veranstaltung ist seit Wochen ausgebucht. Angeboten werden auch in diesem Jahr wieder die Jedermann- (0,4/14/4km) sowie die Olympische Distanz (1,4/41/10km). Zudem starten die Frauen und Männer der Regionalliga erstmals über die Sprint-Distanz mit 700 Metern Schwimmen, 28 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen.

Die Veranstaltung steht zum wiederholten Mal unter dem Motto „Inklusion und Sport“. Einsteiger, Breitensportler, Top-Athleten und Behinderte gehen gemeinsam an den Start. Darunter auch die Familie Steinheimer aus Dietzenbach, die als Jedermann-Staffel mit dabei ist. Sohn Lars Ole kann nicht laufen, nimmt aber die Schwimmdistanz in Angriff. Anschließend wird er von seinem Vater, der den Part auf dem Rad übernimmt, in die Wechselzone getragen, was gerade beim Triathlon in Rodgau eine große Herausforderung ist.

Der erste Startschuss fällt bereits um 9 Uhr, dann steigen die Jedermänner ins Wasser. Anschließend folgen in insgesamt drei Wellen (9.15 Uhr, 9.40 Uhr und 10.05 Uhr) die Starter über die Olympische Distanz. Geschwommen wird wie immer im Nieder-Röder Badesee, anschließend geht es auf die Lauf- und Radstrecke Richtung Ober-Roden und Dietzenbach. Den Abschluss bilden die Starts der Regionalligateams. Ab 11.15 Uhr starteten jeweils im Abstand von 30 Sekunden sechs Frauenmannschaften, anschließend ab 11.45 Uhr elf Männermannschaften. „Das bedeutet für uns schon einen deutlichen Mehraufwand“, berichtet Dieter Dackau aus dem Organisationsteam des TSV Dudenhofen. Zumal es bei den Regionalliga-Triathleten einige Besonderheiten zu beachten gilt. Liegt einer der Schwimmer mehr als 45 Sekunden hinter seinen Mannschaftskollegen zurück, fällt er aus der Wertung. Ein Frauenteam besteht aus vier Triathletinnen, ein Männerteam aus fünf. Die besten drei (Frauen) beziehungsweise vier (Männer) kommen in die Wertung. Innerhalb des Teams dürfen die Mannschaften auch im Windschatten fahren.

Zum zweiten Mal nach 2017 ist auch die komplette Radstrecke für den Autoverkehr gesperrt. Auch das bedeutet für den Veranstalter einen größeren Aufwand, kam bei den Teilnehmern im vergangenen Jahr aber sehr gut an. Und das nicht nur mit Blick auf die eigene Sicherheit.

Die Leistungsdichte in allen Klassen ist auch in diesem Jahr wieder sehr eng, so dass spannende Wettkämpfe zu erwarten sind. Rekordhalter über die Jedermann-Distanz sind weiterhin Karsten Speike (Eintracht Frankfurt, 41:37 Minuten) und Steffi Zänzler (Odenwald Schnecken, 48:35 Minuten), deren Rekorde bereits seit 2011 beziehungsweise 2010 Bestand haben – und eigentlich mal fällig sind. Rekordhalter über die Olympische Distanz ist seit 2013 Marcel Bischof (Aschaffenburg, 1:53:06 Stunden), bei den Frauen führt Delphine Halberstadt (VfL Münster, 2:08:56 Stunden) die Konkurrenz seit 2014 an. Seit 2015 müssen die Radfahrer allerdings auch einen Kilometer mehr absolvieren. Unter zwei Stunden schaffte es seitdem kein Triathlet mehr über die Ziellinie.

Viele Rodgauer nutzen diesen Wettkampf vor heimischen Publikum. Darunter auch Steffen Rupp aus Jügesheim. Mittlerweile startet er für das Tribee Triathlon Team und hofft nach Platz vier im vergangenen Jahr in diesem Jahr auf einen Podestplatz. Steffen Hartig, Mehrfachsieger in Rodgau aus Hainhausen, verstärkt die Besi&Friends-Staffel, die über die Olympische Distanz auch in diesem Jahr wieder als großer Favorit gilt. Da sich alles in unmittelbarer Nähe abspielt, können die Zuschauer das Schwimmen, das Radfahren, das Laufen, die Wechselzone und den Zieleinlauf hautnah miterleben. Einige Vereine nutzen den Rodgau-Triathlon mit Blick auf das nahende Saisonende wieder zur Ermittlung ihrer Vereinsmeister.

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