"Mannschaft ist sehr ehrgeizig und zielstrebig" / Florian Lebherz folgt auf Adrian Schild
TSG greift mit neuem Trainer wieder an

Da geht es lang. Seit vier Wochen gibt Florian Lebherz bei den Landesliga-Handballerinnen der TSG Bürgel die Richtung an. Gegen Obernburg soll am Sonntag, 1. Dezember, endlich der erste Heimsieg her.
  • Da geht es lang. Seit vier Wochen gibt Florian Lebherz bei den Landesliga-Handballerinnen der TSG Bürgel die Richtung an. Gegen Obernburg soll am Sonntag, 1. Dezember, endlich der erste Heimsieg her.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Offenbach – Nach der zweiten Heimniederlage der ersten Damen am dritten Spieltag der Handball-Landesliga Süd zogen die Verantwortlichen der TSG Bürgel früh in der Saison die Reißleine und trennten sich von Trainer Adrian Schild, der die Mannschaft erst zu Saisonbeginn übernommen hatte. In Sachen „Spielsystem und Spielidee“ wären beide Seiten auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Ein Nachfolger war aber schnell gefunden.

Beim 30:17-Sieg bei Aufsteiger ESG Crumstadt/Goddelau betreute noch Frank Kaiser, Trainer der zweiten Mannschaft, das Team, anschließend trat Florian Lebherz das Traineramt bei der TSG an. Lebherz hatte zuletzt die Frauen der HSG Rodgau Nieder-Roden als Oberliga-Vizemeister in die 3. Liga geführt, dann aber sein Traineramt an Matthias Jünger weitergegeben. 3. Liga uns Beruf waren für ihn nicht unter einen Hut zu bringen. „Ich war zum einen sehr überrascht, dass es so schnell zu einer Trainerentlassung gekommen ist“, sagt der selbstständige Immobilienmakler aus Seligenstadt, „und zum anderen hat es mich sehr gefreut, dass der Verein auf mich zugekommen ist. Er hat mir von Beginn an vermittelt, Feuer und Flamme für mich zu sein.“ Die freie Zeit im Sommer hatte Lebherz in vollen Zügen genossen. Statt Vorbereitung auf die neue Saison konnte er in seiner Freizeit einmal machen, worauf er gerade Lust hatte.

Doch nach der Anfrage aus Offenbach war die Handball-Leidenschaft schnell wieder erwacht. „Die TSG hat in den vergangenen zwei, drei Jahren immer wieder um den Aufstieg mitgespielt, die Mannschaft ist sehr ehrgeizig und zielstrebig“, sagt Florian Lebherz. Natürlich erkannte der Trainer auch Defizite, doch daran arbeitet er mit den Offenbacherinnen intensiv. Den Leistungseinbruch in dieser Saison „kann ich nicht nachvollziehen, die Mannschaft hat sich schließlich nicht verändert“, meint er. Nach Niederlagen in Kirchzell (24:28) und gegen Langenselbold (22:24) feierte die TSG unter neuer Regie am vergangenen Spieltag bei der HSG Dietzenbach mit einem klaren 26:16 ihren ersten Sieg und den dritten Saisonsieg überhaupt. Lebherz ist überzeugt, „dass wir mit den Topmannschaften mithalten können. Wir können das besser als gegen Kirchzell und in Langenselbold. Wir werden uns verbessern und in Dietzenbach haben wir dafür den ersten Grundstein gelegt.“ Aktuell nehmen die Bürgelerinnen mit 6:8 Punkten den achten Platz ein. Die Mannschaften liegen aber dicht beisammen, die TSG will bis zum Rundenende noch das bestmögliche herausholen.

An diesem Wochenende sind die Offenbacherinnen spielfrei. Und das kommt dem neuen Trainer nicht ungelegen: „Da können wir tiefer in die Materie eingreifen.“ Statt Freizeit steht am Wochenende eine weitere Trainingseinheit an. „Wir haben jetzt noch fünf Trainingseinheiten bis zum nächsten Spiel“, erklärte Lebherz nach dem Sieg in Dietzenbach. Somit bleibt der TSG jede Menge Zeit, sich gut auf die Begegnung gegen den Tabellenneunten Tuspo Obernburg am Sonntag, 1. Dezember, vorzubereiten. „Und dann wollen wir endlich das erste Mal zu Hause punkten“, blickt Lebherz voraus. Alle seine drei bisherigen Saisonsiege feierte Bürgel auf fremden Parkett, in der heimischen ESO Sportfabrik gab es bisher drei Niederlagen. Das soll sich nun ändern.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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