Winterlaufserie in kurzen Hosen

Jügesheim – Mit 385 Teilnehmern erfolgte am vergangenen Samstag der Start in die 39. Winterlaufserie des JSK Rodgau. Das entsprach durchaus den Erwartungen der Organisatoren, angesichts der milden Temperaturen wären über 400 Starter aber auch nicht verwunderlich gewesen. Vieler Teilnehmer starteten in kurzen Hosen, einige sogar ärmellos.

Auf der Strecke bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie bei der 38. Auflage: Vorjahressieger Abdelkabir Zaroual Aadel (LG Eintracht Frankfurt) rannte wieder vorne weg, bei den Frauen siegte die Darmstädterin Petra Wassiluk (Team Main-Lauf-Cup), die 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney bei den Olympischen Spielen an den Start gegangen war. Vorjahressiegerin Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach), die eine Woche zuvor beim Frankfurt-Marathon mit ihren Kindern einen Weltrekord mit dem Babyjogger aufgestellt hatte, war beim Auftakt in Jügesheim nicht am Start.

Abdelkabir Zaroual Aadel, der seinen Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen will, setzte sich in 31:25 Minuten vor Dominik Müller (31:35, LG Langgöns-Oberkleen) und Sebastian Hauf (32:28, TV Trebur) durch. Petra Wassiluk gewann in 37:41 Minuten mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Franziska Baist (37:53, SGK Bad Homburg) und Laura Schmitt (39:32, LG Eintracht Frankfurt). Erst vor wenigen Wochen hatte Wassiluk vor ihrer Dauerrivalin Baist auch den Halbmarathon beim Offenbacher Mainuferlauf zu ihren Gunsten entschieden. Baist hat für die Serienwertung gemeldet, Wassiluk – noch – nicht.

Auch aus der Region waren viele Läufer am Start. Rolf Ciesielski aus Hausen, der für das Team Main-Lauf-Cup startet, überquerte als 22. der Gesamtwertung in 35:31 Minuten die Ziellinie im Maingau-Energie-Stadion. Er durfte sich damit über den ersten Platz in der M50 freuen. Jörg Kaiser (SC Steinberg) folgte in 36:39 Minuten auf Rang 31. „Es war sehr angenehm, für den einen oder anderen Läufer vielleicht schon ein bisschen zu warm. Ich bin mit mir sehr zufrieden, das war ein gutes Rennen. Ich freue mich schon auf den nächsten Monat“, meinte Kaiser. Als Vierter der M40 verpasste er in seiner Altersklasse knapp den Sprung auf das Podest. Der gelang dagegen Torsten Zervas von der Spvgg. Seligenstadt, der in 38:04 Minuten die M55 gewann. In der Gesamtwertung der Männer erreichte er damit Platz 40. Markus Saalwächter vom EOSC Offenbach belegte in 38:30 Minuten den sechsten Platz in der M30, in der Gesamtwertung lief er auf den 46. Platz. In 39:52 Minuten erreichte Michael Ostermann vom Rodgau Lauftreff den 63. Gesamtplatz sowie in der M40 den siebten Rang.

Über einen Altersklassensieg freute sich Marita Hermes vom SC Steinberg, die in 54:20 Minuten die W60 zu ihren Gunsten entschied. Auf das Podest ihrer Altersklasse schaffte es auch Sigrid Grygosch von Teutonia Hausen, die in 44:44 Minuten in der W50 Zweite wurde. Chiara Kaiser (SC Steinberg), die mit ihrem Vater Jörg nach Jügesheim gekommen war, belegte in der U18 in 49:04 Minuten ebenfalls Rang zwei. Die Obertshäuserin Ute Kleber-Schad vom EOSC Offenbach freute sich in der W55 in 50:37 Minuten über den Silberrang. Joachim Quaiser (70) vom Rodgau Lauftreff belegte in der M70 in 56:53 Minuten einen weiteren zweiten Platz. „Das waren optimale Bedingungen, sehr angenehme Temperaturen zum Laufen“, erklärte Quaiser. Der Nieder-Röder ist Kassenwart des RLT, der mitten in den Vorbereitungen auf den 20. Ultramarathon Ende Januar 2019 steckt. Über den Lauf in Jügesheim sagt er: „Die aufgewühlten Schottersteine auf dem zweiten Teil der Strecke machen das Laufen ein bisschen schwieriger, wenn man älter ist.“ Seine Bestzeit über zehn Kilometer liegt bei knapp unter 35 Minuten. „Da war ich schon über 40 Jahre alt“, erinnert sich Joachim Quaiser, der erst kürzlich mit dem Rodgau Lauftreff in Lübeck weilte und im Rahmen des Lübeck-Marathons ebenfalls die zehn Kilometer absolvierte.

Der zweite Lauf der 39. Winterlaufserie in Jügesheim findet am Samstag, 1. Dezember, statt. Drei von vier Läufen fließen in die Gesamtwertung ein.

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