FC Germania 3 freut sich auf Ober-Röder Derby

In der Saison 2015/2016 lieferten sich die zweiten Mannschaften der Turnerschaft und der Germania (Foto) in der Kreisliga A packende Duelle. Im August gewann die Germania das Hinrundenspiel mit 5:4. Am morgigen Sonntag stehen sich auf dem TS-Gelände die dritten Mannschaften beider Klubs gegenüber.

Ober-Roden - Noch vor einigen Jahren liefen Rödermärker Fußball-Derbys auf höchster hessischer Ebene ab. In der Saison 2009/2010 standen sich Viktoria Urberach und Germania Ober-Roden noch in der Hessenliga gegenüber. 4:1 und 1:1 hieß es aus Sicht der Urberacher, die am Rundenende Platz elf belegten. Die Germania stieg als Drittletzter aus der Hessenliga ab. In den vergangenen drei Jahren trafen Urberacher und Ober-Röder – mittlerweile allerdings die Turnerschaft – in der Verbandsliga Süd aufeinander. 1:1 und 2:0 hieß es in der Spielzeit 2015/2016 aus Sicht der Viktoria, die am Rundenende bekanntlich als Meister wieder in die Hessenliga aufstieg.

Und so muss der Rödermärker Fußballfan aktuell eine Weile suchen, bis er wieder auf ein Rödermark-Derby stößt. Denn Viktoria Urberach stellt derzeit den einzigen Rödermärker Vertreter in der Hessenliga, die Turnerschaft den einzigen in der Verbandsliga Süd. Das wird sich in der kommenden Saison allerdings wieder ändern, weil die Urberacher nach nur einer Saison wieder absteigen. Das einstige Aushängeschild Germania Ober-Roden hat seit Jahren eine Dauerkarte für die Gruppenliga Darmstadt. Ein Glück, dass die Rödermärker Vereine auch noch eine zweite oder gar dritte Mannschaft stellen. Die zweite Mannschaft der Germania ist zwar in der Kreisoberliga alleine gelassen, dafür kicken in der A-Liga Dieburg mit den zweiten Teams der Turnerschaft und der Viktoria sowie dem KSV Urberach gleich drei Mannschaften aus Rödermark.

Und in der C-Liga Dieburg steht am Sonntag um 13.15 Uhr das Ober-Röder Derby zwischen den dritten Mannschaften der Turnerschaft und der Germania an. Die Turnerschaft ist aktuell Dritter, der Rückstand auf den Aufstiegsrundenplatz beträgt nur zwei Punkte, auch Rang eins ist bei fünf Zählern Rückstand noch erreichbar. Die Germania ist Vierter, nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander ist Rang drei bei acht Punkten Rückstand mittlerweile jedoch in weite Ferne gerückt. Die Blau-Schwarzen gehören nicht mehr zur Spitzengruppe, führen aber das Mittelfeld der Liga an.

„Die Vorbereitung lief nicht optimal, die Trainingsbeteiligung war nicht berauschend. Der eine oder andere stellt sich das zu einfach vor, ist mit dem Kopf noch in der Winterpause“, sagt Johannes Peters, der die zweite und dritte Mannschaft des FC Germania trainiert. Nach einem lockeren 8:2 gegen den TV Nieder-Klingen 2 verloren die Ober-Röder beim TSV Ober-Klingen (1:3), bei der Spvgg. Groß-Umstadt 2 (0:2) und das Spitzenspiel gegen Viktoria Schaafheim 2 (3:4). „In Ober-Klingen mussten wir zur Pause 5:0 führen, dann haben die uns mit Härte den Schneid abgekauft. Groß-Umstadt hatte sich mit Spielern der ersten Mannschaft verstärkt, das 2:0 fiel erst in der Nachspielzeit. Und gegen Schaafheim haben wir die ersten 70 Minuten total verpennt“, erklärt Peters. Gegen die Viktoria lagen die Ober-Röder nach 50 Minuten bereits mit 0:4 zurück, erzielten aber in den letzten zehn Minuten noch drei Treffer. „Wenn das Spiel ein paar Minuten länger dauert, gleichen wir noch aus oder gewinnen sogar noch“, meint Peters.

Auf das Derby bei der Turnerschaft freuen sich die Germanen jedenfalls. „Natürlich wollen wir gewinnen, Derby ist Derby. Da stehen sich zwei Teams gegenüber, die auch Fußball spielen wollen“, blickt der Germania-Trainer voraus. „Das 2:2 in der Hinrunde war für die Turnerschaft schmeichelhaft, die haben jeweils erst in der letzten Minute der ersten und zweiten Hälfte ausgeglichen. Wir haben damals noch viele Chancen vergeben. Das zieht sich übrigens wie ein roter Faden durch die Saison, dass wir aus unseren Chancen zu wenig machen.“

Für die Germanen sieht Peters „den Zug in dieser Saison abgefahren, da haben wir uns mit den drei jüngsten Niederlagen selbst gegen das Knie getreten. Dabei haben wir unter anderem Tabellenführer Georgenhausen 4:1 besiegt, müssten eigentlich mit da oben stehen. Jetzt gilt es, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen.“ Ein Sieg im Ober-Röder Derby bei der Turnerschaft wäre dafür genau das richtige Signal. Und in der kommenden Saison könnte in der C-Liga dann ein weiteres Derby dazukommen: Die TG Ober-Roden steht derzeit in der B-Liga Dieburg auf dem letzten Platz.
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