FC Viktoria und Turnerschaft zittern noch

Unter Trainer Lars Schmidt holte Viktoria Urberach in 14 Partien 20 Punkte. Nach den jüngsten beiden Siegen ist der Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd zum Greifen nahe. In Bad Homburg wollen die Rödermärker am Sonntag den nächsten Schritt machen.

Rödermark – Saisonendspurt in der Fußball-Verbandsliga Süd, mit der Turnerschaft Ober-Roden und dem FC Viktoria Urberach kämpften noch zwei Vertreter aus der Region Rödermark um den Klassenerhalt. Bei fünf Absteigern liegt der FC Viktoria als Zwölfter unmittelbar vor dem ersten Abstiegsplatz. Den hat Vatanspor Bad Homburg inne – am Sonntag, 20. Mai, um 15 Uhr sind die Bad Homburger der nächste Gegner der Urberacher. Die Turnerschaft ist mit 42 Punkten Achter und damit ebenfalls noch nicht gerettet. Die jüngsten Leistungen sprechen aber für die Rödermärker.

Nach fünf sieglosen Partien gewannen die Urberacher zuletzt zweimal vor eigenem Publikum. Im Nachholspiel gegen den direkten Konkurrenten FC Alsbach mit 1:0, zuletzt gegen die Usinger TSG mit 4:3. Bereits ein Unentschieden in Bad Homburg wäre ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Nach dem 3:0-Erfolg im Hinrundenspiel hätte die Viktoria den direkten Vergleich gegen die Kurstädter gewonnen und könnte in einer Woche im entscheidenden Heimspiel gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FC 07 Bensheim den Klassenerhalt perfekt machen.

Seitdem Lars Schmidt in der Winterpause das Zepter bei den Urberachern übernahm, geht es mit dem ehemaligen Hessenligisten wieder aufwärts. 20 Punkte holten die Urberacher unter Schmidt aus 14 Begegnungen. Mit dem 1:0 gegen Alsbach – Torjäger Toni Kalzu erzielte mit seinem 20. Saisontor den entscheidenden Treffer – beendete der FC Viktoria seine kleine Negativserie von fünf sieglosen Partien (nur ein Punkt) und meldete sich im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal zurück. „Wir mussten gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben“, meinte Schmidt erleichtert.

„Stabilität“ heißt das Zauberwort, mit dem Lars Schmidt die Urberacher zum Klassenerhalt führen will. Stabilität in der Defensive. Die fordert der Ex-Profi stets von seinen Mannschaften. Gegen Alsbach tat sich die Viktoria damit nach der Pause schwer, nachdem Robin Schnitzer verletzt ausgeschieden war. In der ersten Hälfte hielt Schnitzer in der Offensive den Ball, sorgte für ein deutliches Übergewicht der Rödermärker in Sachen Ballbesitz. Den hatten die Gastgeber in der zweiten Hälfte nicht mehr, da gab Urberach zu viele Räume frei und ließ sich zu sehr in die Defensive drängen. Allerdings fiel Alsbach außer langen Bällen nicht viel ein. „Die hätten wir allerdings unterbinden müssen“, meinte Schmidt. Ähnliche Probleme offenbarte die Viktoria beim 4:3 (1:0) gegen Usingen. Nach herausragenden 60 Minuten führte der FC Viktoria bereits mit 4:0, ließ sich nach dem 4:1 aber erneut zu sehr in die eigene Hälfte drängen und kassierte noch zwei weitere Gegentreffer. „Das müssen wir unbedingt rausbekommen, das wird bei nur noch zwei Spielen aber nicht einfach“, schmunzelte Lars Schmidt. Zumal Abwehrstabilisator Giuseppe Serra in der Schlussphase angeschlagen ausschied. In Bad Homburg wäre eine stabile Abwehr allerdings immens wichtig.

„Damit sind für uns tolle eineinhalb Wochen zu Ende gegangen“, freute sich Norbert Eyßen, Abteilungsleiter der TSO-Fußballer. Zunächst der 6:5-Erfolg im Dieburger Kreispokal-Halbfinale gegen den Ortsrivalen FC Germania, dann der 5:0-Finalsieg im Endspiel gegen Kreisoberligist TSV Lengfeld. Und am vergangenen Sonntag der wichtige 4:1-Erfolg im Ligaspiel gegen Viktoria Nidda, mit dem die Ober-Röder einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machten. An diesem Sonntag (20.) steht das Ortsderby bei der Germania an, in einer Woche erwartet die Turnerschaft den abstiegsgefährdeten SV FC Sandzak Frankfurt. Drei Punkte aus den beiden Begegnungen sollten der Juskic-Elf zum Klassenerhalt reichen. Das Hinrundenspiel bei der Turnerschaft hatte die Germania mit 2:1 zu ihren Gunsten entschieden.
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