Gaumeisterschaften als Saisonhöhepunkt

Völlig losgelöst: Sean Fenkl, Trampolinspringer der Spvgg. Weiskirchen.

Weiskirchen - Der Trampolinsport ist im nördlichsten Rodgauer Stadtteil bei der Sportvereinigung Weiskirchen weiterhin sehr beliebt. Knapp 80 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene trainieren regelmäßig in der Sporthalle des Vereins. „Die Gruppen sind alle voll“, sagt Andrijana Wessling, Trainerin und gleichzeitig Stellvertreterin von Abteilungsleiterin Maike Buchholz. Es gibt sogar Wartelisten.

Kürzlich bot die Abteilung daher einen Workshop für die Trampolininteressierten an, die schon länger auf der Warteliste stehen. Zwei Tage lang konnten sie testen, ob der Sport etwas für sie ist. Und bekamen gleichzeitig einen Eindruck davon, wie es ist, wenn man schon länger trainiert. Die Nachwuchshoffnungen Cecile und ihr Bruder Sean Fenkl sowie Muriel Groha aus dem Wettkampfteam bereiteten sich nämlich gleich nebenan auf die anstehenden Wettkämpfe vor.

Das Trio trainiert meist zweimal in der Woche in Weiskirchen. Alle drei absolvieren zusätzlich Einheiten am Stützpunkt in Frankfurt. So kommen insgesamt bis zu vier Trainingstermine pro Woche zusammen. Zweimal Training die Woche sei auch das Minimum, um auf Wettkämpfen gute Leistungen bringen zu können, so Andrijana Wessling. Schließlich ist Trampolin ein sehr anspruchsvoller Sport.

Die hohen Sprünge und etwa die Saltos machen Cecile, die dem Landeskader angehört, Muriel und Sean großen Spaß. Zudem sei der Sport durchaus nicht so weit verbreitet, was einen besonderen Reiz ausmache. Auf dem kleinen Trampolin im Garten würden zwar viele springen, auf den großen Geräten in der Sporthalle aber nur wenige. Noch im April steht mit dem Leine-Pokal in Hannover ein wichtiger Wettkampf an. Ende Mai folgen dann die hessischen Einzelmeisterschaften, bei denen gute Platzierungen angepeilt werden. Dafür wird derzeit fleißig trainiert. Sean Fenkl etwa arbeitet derzeit vermehrt am Schraubensalto, seine Schwester Cecile hat noch etwas Respekt vor Doppelsprüngen. „Wir haben noch ein paar Baustellen, aber das kriegen wir zu den Wettkämpfen schon hin“, ist Trainerin Andrijana Wessling zuversichtlich.

Der Saisonhöhepunkt für die jüngeren Trampolinturnerinnen- und Turner der Sportvereinigung sind die Gaumeisterschaften, die im August in Schaafheim stattfinden. Neben den Einzelwettkämpfen startet der Verein auch noch mit einer Mannschaft in der Oberliga, deren Saison bald zu Ende geht. Dort ist man der Konkurrenz derzeit meist unterlegen, was für die Trainerinnen aber kein großes Problem darstellt. „Wir haben derzeit einen Generationswechsel und sind sehr viel mit Nachwuchsathleten am Start“, sagt Andrijana Wessling. „Die anderen Vereine treten mit Landes- und Bundeskaderathleten auf, so dass hier aktuell ein ziemliches Ungleichgewicht besteht.“ So wird Weiskirchen nach vielen Jahren in der Oberliga wohl in die Landesliga absteigen.

Neben den Wettkampfgruppen gibt es in der Trampolin-Abteilung der Sportvereinigung auch zwei Freizeitgruppen, sowie eine Nachwuchs- und mehrere Jugendgruppen. Los geht es bei fünf Jahren, die ältesten sind 18, 19 Jahre. Eine Ausnahme bildet Robin Appel, der zwar keine Wettkämpfe mehr bestreitet, aber noch regelmäßig trainiert. Mit seinen 24 Jahren gilt es scherzhaft fast schon als „Opa“. Im vergangenen Jahr gab es zudem einen Workshop für Erwachsene, viele davon Eltern von Spvgg.-Trampolinturnern, die noch nie auf dem Sportgerät gestanden hatten. „Die haben dann schon gemerkt, dass der Sport durchaus seine Tücken hat und anspruchsvoll ist“, erinnert sich Andrijana Wessling.
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