Hütchen-Tore bewegen sich nicht

Özkan Özdemir (Mitte, gegen die TSV-Spieler Pascal Vincenzo, links, und Ingo Knirsch) brachte die Teutonia in Heusenstamm bereits nach 25 Sekunden in Führung. Am Ende siegten die Gäste mit 2:1.

Hausen – Aller Anfang ist schwer. Auch für die Fußballer des FC Teutonia Hausen, Tabellenzweiter in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2. Im ersten Punktspiel des Jahres mühten die Teutonen bei der abstiegsgefährdeten TSV Heusenstamm zu einem 2:1 (1:0)-Sieg. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, das Gegentor nach einem Freistoß hätten wir uns allerdings schenken können. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen und zur Pause 3:0 führen, läuft das Spiel sicherlich anders“, sagt Hausens Trainer Maik Henrich. So dauerte es bis zur 82. Minute, ehe Kevin Klein das erlösende 2:0 für den Tabellenzweiten gelang. Der Anschlusstreffer der Gastgeber vier Minuten vor Spielende änderte nichts mehr am verdienten Sieg der Teutonia.

Dabei hatte es für die Hausener bei bitterer Kälte auf dem Kunstrasen in Heusenstamm optimal begonnen. Nach einem langen Zuspiel von Jannis Fischer erzielte Özkan Özdemir bereits nach 25 Sekunden den Führungstreffer der Gäste, als er aus halbrechter Position TSV-Torhüter Patrick Schlaud überwand. „Das frühe 1:0 hat uns aber nicht geholfen. Es hat nicht die nötige Ruhe in unser Spiel gebracht“, stellte Henrich fest, „ich hatte erwartet, dass wir uns leichter tun.“ Heusenstamm kämpfte allerdings mit großem Engagement, machte es Hausen nicht leicht. Zumal die Gäste in der Defensive nicht immer den sichersten Eindruck machten. „Wir hatten zuletzt im Training nur acht, neun Mann und auch keinen Torhüter“, erklärte Henrich. Was die leichten Fehler im Spielaufbau der Teutonen durchaus erklärt.

Und weil die Teutonen zuletzt im Training vor allem auf Hütchen-Tore schossen (Henrich: „Die stehen nur da und bewegen sich nicht“), wundert es auch nicht, dass die Hausener ihre guten Chancen im ersten Durchgang nicht zur einer höheren Führung nutzten. Gleich zweimal liefen die Gäste über die rechte Seite alleine auf das TSV-Tor zu, scheiterten aber am guten Schlaud im Heusenstammer Tor – ein Lupfer oder Abspiel in die Mitte wäre in diesen Fällen sicherlich die bessere Lösung gewesen. „Wir haben unsere Möglichkeiten im ersten Durchgang nicht genutzt und Heusenstamm so am Leben erhalten“, stellt Henrich fest. In der zweiten Hälfte ließen die Teutonen die Hausherren kommen, lauerten auf Konter. Mehr als lange Bälle fiel den Gastgebern aber auch nicht ein.

Ein weiteres Problem der Hausener: Bereits unter der Woche im Offenbacher Kreispokal-Achtelfinale gegen die klassenhöhere TSG Neu-Isenburg (0:4) fehlten der Teutonia einige Spieler, die dann auch am Wochenende pausieren mussten. „Ich konnte keinen schonen“, erklärt Henrich. Die Doppelbelastung mit zwei Partien binnen fünf Tagen war für den einen oder anderen, der zuletzt nur unregelmäßig trainiert hatte, doch ein wenig Belastung zu viel.

Weiter geht es für die Hausener an diesem Sonntag, 4. März, um 15 Uhr mit dem Stadtderby gegen die zweite Mannschaft von Kickers Obertshausen, die zuletzt mit 0:4 gegen die TuS Froschhausen verlor. Auch wenn die Kickers als Tabellenvorletzter den direkten Abstieg nur schwer verhindern werden können, erwartet Maik Henrich für seine Mannen ein schweres Spiel. „Die werden uns auf unserem kleinen Kunstrasenplatz nicht den Gefallen tun und nach vorne spielen“, blickt der Teutonen-Trainer voraus. „Wir wollen den zweiten Platz verteidigen“, erwartet Henrich von seiner Mannschaft dennoch einen Dreier. In einer Woche steht das schwere Auswärtsspiel bei der SG Hainhausen an, anschließend steigt der Knaller vor eigenem Publikum gegen den aktuellen Tabellendritten Kickers Viktoria Mühlheim. „Dazu braucht man nichts mehr zu sagen“, sagt Henrich mit Blick auf das Gipfeltreffen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.