"Läuft" bei den Fußballern der SG Nieder-Roden

Nieder-Roden - Nach sechs absolvierten Partien ist die SG Nieder-Roden in der Kreisliga A Offenbach Ost das Maß aller Dinge. Sechs Spiele, sechs Siege lautet die optimale Ausbeute der Mannschaft aus dem südlichsten Rodgauer Stadtteil. Auch die 24:5 Tore können sich sehen lassen. „Wir haben alle Spiele souverän gewonnen“, sagt Roland Gerhardt, im zweiten Jahr Trainer der Sportgemeinschaft. „Außer das Derby in Dudenhofen, da haben wir uns nicht so geschickt angestellt.“

Im Derby bei der zweiten Mannschaft des TSV gerieten die Nieder-Röder nicht nur früh in Rückstand, sondern spielten nach einer Ampelkarte auch noch eine halbe Stunde lang in Unterzahl. Dennoch reichte es am Ende zu einem knappen 2:1 (1:1)-Sieg. „Wir haben uns von der Kulisse ein bisschen beeindrucken lassen“, blickt Gerhardt, selbst lange Jahre Spieler und Trainer in Dudenhofen, zurück. „Der TSV hat mit mindestens 200 Prozent gekämpft und uns 90 Minuten das Leben sehr schwer gemacht.“

19 Punktspielsiege in Serie

Und dennoch: Bei der Sportgemeinschaft läuft es einfach. Saison übergreifend gewannen die Nieder-Röder 19 Punktspiele in Folge, ein Ende der Serie ist nicht abzusehen. „Von der Breite her ist unser Kader besser besetzt als in der vergangenen Saison. Wir sind sehr gut aufgestellt, haben die beste Bank der Liga. Das macht viel aus, wir können problemlos wechseln. Die Qualität ist sehr hoch. Und auch in der zweiten Mannschaft läuft es gerade sehr gut“, sagt Gerhardt.

Seit Rundenbeginn stellt die Sportgemeinschaft wieder eine zweite Mannschaft, nachdem der Verein diese in der Saison 13/14 mangels Personal aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hatte. Mit 18 Punkten aus sechs Begegnungen führt die „Zwote“ aktuell die Tabelle der Kreisliga C Offenbach Ost an. „Was der Verein in einem Jahr geleistet hat, ist schon sensationell. Vor rund einem Jahr haben wir hier mit 14, 15 Spielern gestanden“, erinnert sich Gerhardt. Inzwischen ist es zwischen 35 bis 40, die in Nieder-Roden trainieren. Ein Verdienst, den der Trainer vor allem dem Sportlichen Leiter Patrick Ott zuschreibt. „Und auch in der Jugend läuft es gut“, sagt Gerhardt. Die Spieler des älteren A-Jugend-Jahrgangs etwa trainieren regelmäßig bei den Senioren mit.

Mirnes Mesic trifft wieder

Weiterer Grund für den Aufschwung: Routinier Mirnes Mesic trifft wieder. Acht Treffer hat der Ex-Profi in dieser Saison bereits erzielt, nachdem er in der vergangenen Saison wochenlang die Hütte nicht getroffen hatte. „Durch Gökmen Sinan wird er sehr gut entlastet, da stürzen sich nicht alle Abwehrspieler auf ihn“, erklärt Roland Gerhardt. „Manchmal stellen wir dann auch noch Jens Wöll mit vorne rein, dann haben alle Gegner große Probleme.“ Wöll, ehemals Hessenliga-Spieler bei Kickers Offenbach und der TGM SV Jügesheim und aktuell auch Co-Trainer in Nieder-Roden, ergänzt die beiden Torjäger mit seiner Routine perfekt.

Dass es beim selbsternannten Titelaspiranten TSG Mainflingen, vor der Saison als ärgster Konkurrent der Nieder-Röder gehandelt, derzeit nicht so läuft (nur Zehnter mit sieben Punkten) interessiert Gerhardt nur am Rande. Für ihn spielen zwei andere Mannschaften bis zum Ende vorne mit: Der FC Teutonia Hausen, bereits in der vergangenen Saison gemeinsam mit den Nieder-Rödern die beste Rückrundenmannschaft, und Germania Bieber, nachdem sich der Abstiegskandidat der vergangenen Runde heuer ordentlich verstärkt hat und „über viel Erfahrung verfügt“, sagt Gerhardt.

SGN wirft Gruppenligist aus dem Kreispokal

Die Nieder-Röder belohnten sich für ihre guten Leistungen mit Platz eins in der A Ost, sondern haben auch das Achtelfinale im Offenbacher Kreispokal erreicht. Mit dem ambitionierten SV Pars Neu-Isenburg (A West) wartet dort allerdings ein ganz harter Brocken mit einigen Hessen- und sogar Regionalligaspielern in seinen Reihen. In Runde zwei dieses Wettbewerbs hatte die Sportgemeinschaft zuletzt Gruppenligist FC Dietzenbach mit 4:2 aus dem Rennen geworfen. „Wir hätten jetzt einmal Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt als Gegner verdient“, schmunzelt Gerhardt. „Der Pokal ist aber nur Nebensache. Für uns steht die Meisterschaft ganz klar im Vordergrund.“ Hier sind die Nieder-Röder am morgigen Sonntag (15 Uhr) beim Tabellen-13. SKG Rumpenheim gefordert. „Ganz klar, wir wollen gewinnen. Hoffentlich wird es nicht so kalt“, lacht Gerhardt. Es wäre Punktspielsieg Nummer 20 in Serie.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.