SUM mit eineinhalb Beinen im Finale

Mühlheims Maltina Shahini war von den Nieder-Röderinnen nicht in den Griff zu bekommen. Am Ende siegte die Sportunion deutlich mit 25:16.

Mühlheim – Nach dem überzeugenden 25:16 (11:7)-Sieg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden stehen die Handball-C-Mädchen der Sportunion Mühlheim bereits mit eineinhalb Beinen im Finale im die Bezirksmeisterschaft, das am Samstag, 17. März, in Klein-Auheim stattfindet. „Wir haben nicht gut gespielt, aber gewonnen, weil wir körperlich überlegen waren. Im Schnitt waren wir ein Jahr älter als die Nieder-Röderinnen“, sagt SUM-Trainerin Simone Jahn und bescheinigt zumindest ihrer Abwehr „eine sehr gute Leistung“.

Mühlheim war als Favorit in diese Partie gegangen. Während die Sportunion mit 28:2 Punkten souverän die Bezirksliga Gruppe 2 zu ihren Gunsten entschieden hatte, sicherten sich die Rodgauerinnen in der Bezirksliga Gruppe 1 erst am letzten Spieltag mit einem 27:17-Sieg beim sieglosen Schlusslicht SV Hochland Fischborn den zweiten Platz hinter Meister SG Bruchköbel. 19:11 Punkte wiesen die Nieder-Röderinnen nach den 15 Punktspielen auf, ließen damit die punktgleichen HSG Oberhessen und KSG Klein-Auheim/Hainburg mit jeweils 18:12 Zählern knapp hinter sich. „Die Rollen waren klar verteilt, aber so deutlich war es nicht. Nieder-Roden hat gut gespielt. Aber sie haben am Ende beider Hälften viele Fehler gemacht, die wir genutzt haben“, erklärt Simone Jahn.

„Wir haben auf die Überkreuzspiele gehofft, wussten aber nicht, wo wir stehen“, blickt die SUM-Trainerin, die die Mannschaft im sechsten Jahr trainiert und fast mit dem kompletten Team nach Rundenende in die B-Jugend wechselt, auf den Saisonstart zurück. „Die Vorbereitungsturniere liefen gut für uns“, sagt sie. Schnell zeichnete sich ab, dass die Mühlheimerinnen in ihrer Bezirksliga-Gruppe alle Gegner schlagen können. „Ich denke, die Gruppe 1 war besser besetzt. Wenn man sich die Spiele vom vergangenen Wochenende anschaut, da hat immer die Gruppe 1 gewonnen. Wir waren die einzige Ausnahme“, erklärt Simone Jahn. In der Gruppe 2 waren die Mühlheimerin letztlich konkurrenzlos, lediglich die TSG Bürgel erwies sich als Gegner auf Augenhöhe, landete aber in der Endabrechnung vier Punkte hinter der Sportunion. Gegen die Offenbacherinnen kassierte die SUM am drittletzten Spieltag mit 20:22 auch die einzige Niederlage. Die beiden weiteren Partien gegen die TSG gewann Mühlheim mit 20:12 und 22:19.

Acht Spielerinnen aus dem aktuellen Zehner-Kader folgen Trainerin Simone Jahn in der neuen Saison in die B-Jugend. „An der Qualifikation werden wir aber nicht teilnehmen“, erklärt die in Offenbach wohnende SUM-Trainerin. Nicht, dass sich die komplett aus Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs bestehende Mannschaft für die Oberliga qualifiziert. „Da hätten wir keine Chance“, sagt Simone Jahn. Daher ist die höchste hessische Spielklasse für die Mühlheimerinnen keine Option. Im zweiten Jahr könnte dass schon anders aussehen. Allerdings gäbe es in Sachen Quantität Verbesserungsbedarf, der Kader ist doch sehr klein.

Ziel der Sportunion ist nun zunächst einmal das Finale um die Bezirksmeisterschaft in Klein-Auheim. Das Erreichen sollte nach dem klaren Hinspiel-Erfolg in Nieder-Roden nur noch Formsache sein. Am Sonntag, 11. März, um 12.15 Uhr steigt im Sportzentrum an der Anton-Dey-Straße das Rückspiel gegen die Rodgauerinnen. Gegner im Finale dürfte die SG Bruchköbel werden, die ihr erstes Überkreuzspiel gegen die TSG Bürgel deutlich mit 24:16 zu ihren Gunsten entschied.
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