Viktoria plant für die Verbandsliga

Jochen Dewitz soll auch in der kommenden Saison die Fußballer des FC Viktoria Urberach trainieren. In der Verbandsliga Süd, denn Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Hessenliga macht sich der Aufsteiger keine mehr.

Urberach – Später als ein Großteil der übrigen Vereine, aber doch früher als erwartet, verabschiedeten sich die Fußballer des FC Viktoria Urberach in die Winterpause der Hessenliga. Denn das für vergangenen Samstag angesetzte Nachholspiel gegen Rot-Weiss Frankfurt fiel zum zweiten Mal der schlechten Witterung zum Opfer und wird nun erst 2017 nachgeholt.

Dabei hätten die Urberacher gerne gespielt, um ihren 1:0-Sieg aus der Vorwoche bei den Sportfreunden Seligenstadt zu vergolden. Denn das 1:0 in der Einhardstadt war im 19. Anlauf der erste Dreier der Rödermärker in der laufenden Saison. Mit sieben Punkten nimmt die Viktoria zum Jahreswechsel den letzten Platz in der Hessenliga ein, der Rückstand auf den Nächstplatzierten Kelsterbach beträgt bereits sechs Punkte, allerdings hat der Mitaufsteiger auch eine Begegnung mehr ausgetragen.

Dass es eine schwere Saison werden würde, war dem Aufsteiger bereits vor Rundenbeginn klar. Nicht nur Trainer Max Martin, sondern auch einige Stammspieler hatten den Verein im Sommer verlassen, größtenteils Richtung Rot-Weiß Walldorf in die Gruppenliga Darmstadt. „Wir wussten, dass es anhand der Konstellation und unserer finanziellen Mittel schwer werden würde“, sagt auch Jochen Dewitz, der gemeinsam mit Marco Saul das Traineramt beim FC Viktoria übernahm. „Aber wir haben bewiesen, dass wir teilweise mithalten können. Uns haben aber die Cleverness und manchesmal auch der Wille gefehlt, um zu gewinnen und die Punkte zu holen“, stellt Dewitz fest. „Der Sieg, der den Knoten hätte platzen lassen können, folgte leider erst im letzten Spiel des Jahres.“ Dabei spielten die Urberacher beim 1:0-Sieg bei den Sportfreunden Seligenstadt nicht anders als in den Vorwochen auch – sie machten nur nicht die entscheidenden individuellen Fehler, die sie bisher mehrfach mögliche Punkte gekostet hatten. „Die individuellen Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch die komplette Saison“, sagt Dewitz.

Angesichts des bisherigen Saisonverlaufes fällt eine Prognose für die verbleibenden Begegnungen nicht schwer: „Die Weichen für die Verbandsliga sind gestellt. Was wir jetzt noch holen, ist ein Zubrot, ich gehe von keiner Aufholjagd aus“, sagt Dewitz, der seiner Mannschaft dennoch ein großes Kompliment ausspricht: „Trotz der Umstände, Trainingsplatz und Finanzen betreffend, sind immer 20 bis 24 Spieler im Training, alle haben die bisherige Saison engagiert durchgezogen.“ Das gilt auch für die Spieler aus dem zweiten Glied, die trotz weniger Einsatzzeiten immer da waren.

In den verbleibenden Begegnungen der Rückrunde wollen die Urberacher bereits am Kader für die kommende Runde basteln. „Die Spieler, mit denen wir weitermachen wollen, wollen wir möglichst schnell an den Verein binden“, erklärt Dewitz, der sich bereits im Oktober/November mit der Vereinsführung darauf verständigte, ein Jahr beim FC Viktoria weitermachen zu wollen. „Von den finanziellen Möglichkeiten her wäre die Gruppenliga oder die Kreisoberliga die ideale Klasse für die Viktoria“, meint Dewitz. Dennoch wollen die Urberacher auch weiter mit einem kleinen Etat erfolgreich spielen, so wie in der Saison 2015/2016, als die Rödermärker als Meister der Verbandsliga Süd wieder in die Hessenliga aufstiegen. Auch sollen in der Winterpause – Trainingsauftakt für die verbleibenden Spiele in der Hessenliga ist am 9. Januar – möglicherweise neue Spieler geholt werden, die dann aber auch bereits sind, den Weg in der kommenden Runde 2017/2018 in der Verbandsliga Süd mitzugehen. Und dann wäre eine Position zwischen Platz eins und sieben durchaus denkbar. Ziel der Urberacher soll es ab Sommer 2017 sein, die „Großen“ in der Verbandsliga zu ärgern. Dafür werden bereits jetzt die ersten Schritte getätigt.
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