Ziel ist der dritte Platz

Die Handball-C-Mädchen der HSG Rodgau Nieder-Roden, hier Lena Merbach (links), hatten im ersten Überkreuzspiel gegen die SU Mühlheim einen schweren Stand und verloren mit 16:25. Dennoch blicken die jungen Nieder-Röderinnen bereits jetzt auf eine erfolgreiche Saison zurück.

Nieder-Roden - Egal, wie die Spielzeit 2017/2018 auch endet: Für die Handball-C-Mädchen der HSG Rodgau Nieder-Roden war es eine erfolgreiche Saison. Aktuell ist die Mannschaft in den Überkreuzspielen der Bezirksliga gefordert, am Sonntag, 11. März, steht um 12.15 Uhr das Rückspiel bei der Sportunion Mühlheim an. Das erste Aufeinandertreffen hatten die Nieder-Röderinnen am vergangenen Sonntag in eigener Halle mit 16:25 (7:11) deutlich verloren.

„Mühlheim hat verdient gewonnen. Wir haben zu viele technische Fehler im Angriff gemacht und Mühlheim so viele leichte Tore ermöglicht. Und in der Abwehr waren wir nicht konsequent genug“, meint HSG-Trainerin Anna Passing. „Wir haben viele klare Chancen vergeben, dass passt eigentlich nicht in unser übliches Wurfbild“, sagt Passing. Unter anderem verwarf die HSG gleich fünf Siebenmeter. Dabei hatte die Partie mit einer 2:0-Führung für die HSG gut begonnen, dann aber übernahm zunehmend Mühlheim die Initiative. Nach der Pause verkürzte Nieder-Roden mit zwei Toren auf 9:11, doch schnell erspielte sich Mühlheim wieder einen deutlichen Vorsprung.

Allerdings waren die Nieder-Röderinnen nur als Außenseiter in die Partie gegen Mühlheim gestartet. Während die Sportunion mit 28:2 Punkten souverän die Bezirksliga Gruppe 2 zu ihren Gunsten entschieden hatte, sicherten sich die Rodgauerinnen in der Bezirksliga Gruppe 1 erst am letzten Spieltag mit einem 27:17-Sieg beim sieglosen Schlusslicht SV Hochland Fischborn den zweiten Platz hinter Meister SG Bruchköbel. 19:11 Punkte wiesen die Nieder-Röderinnen nach den 15 Punktspielen auf, ließen damit die punktgleichen HSG Oberhessen und KSG Klein-Auheim/Hainburg mit jeweils 18:12 Zählern knapp hinter sich. „Die Überkreuzspiele waren nicht unser Ziel, wir waren schon super glücklich, dass wir Zweiter geworden sind. Mühlheim ist Favorit, aber so deutlich wollten wir nicht verlieren“, erklärt Anna Passing.

Die 22-Jährige trainiert die C-Mädchen im zweiten Jahr, unterstützt wird sie dabei von Andrea Graf. Zuvor hatte Anna Passing zwei, drei Jahre lang die Ballspielgruppe „Pampers“ der HSG trainiert. Was sich in ihrem Fall auch anbot: Anna Passing studiert auf Grundschullehramt, ist angehende Grundschullehrerin. „Ich habe schon immer gerne mit Kindern gearbeitet. Es ist aber auch schön, in seiner Freizeit auch einmal mit den Älteren zu trainieren.“ Die sind in diesem Alter freilich nicht einfach, „die Mädels der aktuellen Mannschaft und auch die, die in der kommenden Saison dazukommen, sind aber überhaupt nicht zickig. Sie agieren super als Team zusammen, das macht es mir relativ leicht“, erklärt Anna Passing.

Die 22-Jährige spielt auch selbst Handball, ist aktuell mit den ersten HSG-Damen im zweiten Jahr in der Oberliga Hessen erfolgreich unterwegs. Auch wenn die Nieder-Röderinnen nach der jüngsten 25:32-Niederlage bei der HSG Zwehren/Kassel vom dritten auf den vierten Platz zurückfielen. „Wir sind total stolz, dass es so gut läuft“, sagt sie über das Oberliga-Team, für das Platz drei am Rundenende ein echter Kracher wäre.

Zunächst aber einmal gastiert Anna Passing mit ihren C-Mädchen zum Rückspiel in Mühlheim. Die Chancen auf das Finale sind auf ein Minimum gesunken, „aber wir wollen zeigen, dass wir zu Recht Zweiter in unserer Gruppe geworden sind“, sagt die junge Trainerin. Ein knapper Sieg wäre eine Supersache, „ich wäre aber auch mit einer knappen Niederlage zufrieden“, blickt Anna Passing voraus. Am Samstag, 17. März, steht dann das Finalturnier in Klein-Auheim an. „Unser Ziel ist der dritte Platz“, sagt Anna Passing. Gegner im „kleinen Finale“ wäre aktuell die TSG Bürgel, die ihr erstes Überkreuzspiel gegen die SG Bruchköbel mit 16:24 verloren hat.
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