Ausstellung im Rathaus Torbogen-Projekt "Hospiz macht Schule"

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Wo: Rathaus Ober-Roden, Dieburger Str., 63322 Rödermark auf Karte anzeigen

Einem nicht ganz alltäglichen Projekt widmet sich ab dem 26. Juni vier Wochen lang der Torbogen am Ober-Rodener Rathaus. Ausgestellt werden die Projektarbeiten von Kindern aus einem dritten Grundschuljahr aus der Gartenstadtschule in Rodgau.

Warum ausgerechnet in Rödermark Bilder von Rodgauer Kindern ausgestellt werden, wird sich so mancher Betrachter fragen. Allerdings haben die kleinen Kunstwerke einen ganz besonderen Hintergrund. Sie alle wurden von Kindern im Alter zwischen neun und zehn Jahren während einer fünftägigen Projektwoche angefertigt, die sich „Hospiz macht Schule“ nennt. Dabei wurden die Kinder sehr einfühlsam mit spielerischen Aktionen, Geschichten vorlesen, Malen, Basteln, Singen und vielem mehr sehr behutsam und altersgerecht an die Themen rund um das Sterben herangeführt. Durchgeführt wurde die Projektwoche von speziell geschulten, erfahrenen, ehrenamtlichen Hospizhelfern vom Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die kleine Ausstellung im Torborgen zeigt Bilder, die die Kinder mit Fingerfarben zum Thema „Gib dem Gefühl eine Farbe“ gemalt haben. Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema „Werden und Vergehen“ vom Krank sein, Tod und dem Sterben, wurden am vierten Tag des Projekts, der unter der Überschrift „Trost und Trösten“ steht, die Kinder ermutigt, ihren Emotionen kreativen Ausdruck zu verleihen. Dabei wurden ihnen keine Vorgaben gemacht, so dass die Farb- und Formenwahl bei den jungen Künstlern sehr unterschiedlich ausgefallen ist.

Nach der ersten Durchführung von „Hospiz macht Schule“ im Juni 2013 in der Gartenstadtschule waren Kinder, Eltern, die Klassenlehrerin sowie die verantwortliche Schulleitung und der Förderverein so begeistert und beeindruckt von der Umsetzung, dass sie die Johanniter auch in den Folgejahren für diese spezielle Projektwoche engagierten.

„Bei dem sensiblen Thema Tod, Trauer und Sterben bestehen noch immer vielfache Berührungsängste“, weiß Regionalvorstand Sven Korsch. „Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen, die sehr kopflastig sind, gehen die Kinder sehr frei mit diesen Themen um. Mit einer gesamten Schulklasse altersgerecht über diese sogenannten Tabuthemen zu sprechen, erfordert von den Hospizhelfern besondere Einfühlname, hohe Kompetenz und Professionalität.“ Er betont, dass die Eltern der Kinder im Rahmen eines vorangestellten Elternabends ausführlich über die Inhalte der Woche sowie über die methodischen und konzeptionellen Hintergründe von den Johannitern aufgeklärt wurden. Wenn Lehrer wie auch Eltern uns vertrauen, dann können sich die Kinder voll und ganz auf das Projekt einlassen“, so Korsch.

Die Johanniter regen an, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie möchten den Rödermärkern Schulen Mut machen, sich auf das außergewöhnliche Projekt einzulassen. „Hospiz macht Schule“ ist religionsübergreifend und multikulturell angelegt. Es wird aus Spendenmitteln finanziert. Die Johanniter bieten das Projekt für das 3. Schuljahr im Raum Rodgau-Rödermark-Dreieich an.

Ein weiteres Curriculum für Klasse acht bis zur Berufsschule kann bei Interesse ebenfalls durchgeführt werden. Ebenso gibt es Möglichkeiten, Lehrerfortbildungen oder auch Elternveranstaltungen zu diesem Thema durchzuführen.

Ansprechpartner für „Hospiz macht Schule“
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Offenbach
Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst
Winfried Schoßer
Senefelder Straße 1, Gebäude F2
63110 Rodgau/Nieder-Roden

Telefon 06106 8710-25,
hospiz.offenbach@johanniter.de
www.juh-offenbach.de

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