Alpakas Josef und Amigo im BHZ angekommen

Tag der offenen Tür am 01.06.12
Wo: Behindertenzentrum, Dieburger Straße 77, 64380 Roßdorf auf Karte anzeigen

Neugierig recken die beiden Vierbeiner ihre langen Hälse. Der Menschenauflauf vor ihrem Gehege bringt sie kaum aus der Ruhe. Josef kaut genüsslich weiter, Amigo weicht ihm nicht von der Seite. Nun sind die beiden Alpakas dem Behindertenzentrum Roßdorf beim Tag der offenen Tür übergeben worden.
Der Kauf der Tiere im Wert von zusammen 2700 Euro sowie der Bau eines Geheges mit Stall und Unterstand haben Sponsoren möglich gemacht. Aufgrund ihres Haus- und Begleittiercharakters werden die feinfühligen und zutraulichen Alpakas, die aus den südamerikanischen Anden stammen, in Deutschland in der tiergestützten Therapie eingesetzt.
Seit einer Woche leben der vierjährige Josef und der zweijährige Amigo auf ihrem neu angelegten, 1000 Quadratmeter großen Gelände in Roßdorf. Die Wallache sind zusammen bei einem schwäbischen Züchter aufgewachsen. Nach Beratung durch den Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden (zu dieser Tierfamilie gehören Lamas und Alpakas) entschied man sich jedoch für die kleineren Alpakas, „weil unsere Rollstuhlfahrer mit ihnen auf Augenhöhe sein können“. Den Umgang mit Alpakas hat Nina Engelbach selbst bei Lamahaltern gelernt.
Das Behindertenzentrum hat bereits Erfahrung mit dem Einsatz von Tieren zu therapeutischen Zwecken: Kaninchen, Vögel, Fische und Schildkröten werden ebenfalls zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Außerdem gehören Hunde selbstverständlich in der Einrichtung zum Leben dazu!
Es soll jetzt eine Gruppe entstehen, die sich um die Versorgung der neuen Tiere kümmert: Stall ausmisten, für Futter sorgen, Fell pflegen – und dadurch Verantwortung einüben. „Die Tiere wirken motivierend“, sagt Engelbach. Durch die Beziehung zu den Tieren könne etwa auch Spastik reduziert werden.
Besucher können Josef und Amigo das nächste Mal beim Sommerfest am 5. August in Augenschein nehmen. Bei der Anschaffung der Tiere engagierten sich zahlreiche Sponsoren, allen voran der Lions-Club Groß-Umstadt, dessen scheidender Vorsitzender Alfred Jakoubek eine Patenschaft für die Tiere für drei Jahre in Höhe von jeweils 5000 Euro pro Jahr zusagte. Darüber hinaus machten der Roßdörfer Milchbauer Dörr, der Tennisclub Erzhausen sowie Die Glücksspirale und SPiel 77 die Anschaffung sowie den therapeutischen Einsatz möglich.

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