Schöner Schreiben – Tipps für gelungene Beiträge

Ihr Leser hat im Gegensatz zu einem Gesprächspartner nicht die Möglichkeit Sie zu unterbrechen und nachzufragen. Auch wenn für Sie klar ist, dass Sie vom letzten Handballspiel Ihres Vereins reden, wissen das die Leser in der Regel nicht. Daher sollten Sie am Anfang die typischen W-Fragen beantworten, um ihren Text einzuordnen.

Wer hat etwas gemacht? Um wen geht es also im Text?
Was passiert/e dort?
Wann ist es passiert oder wird es noch stattfinden?
Wo war es oder wird es sein?
Wie lief/läuft es ab?

Vermeiden Sie Floskeln. Es gibt viele tolle Spiele oder gelungene Feste. Doch das Spannende daran ist, was das Spiel so toll macht oder warum das Fest gelungen ist. Kamen viele Zuschauer, zeigten die Spieler vollen Einsatz und liefen bis zum Ende, spielte das Wetter mit, gab es etwas, was den Tag besonders machte? Für ein Einladungsschreiben reicht ein „für Speis und Tank ist gesorgt“, Ihre Leser würden in den Berichten aber gerne wissen, was es Leckeres gibt oder wer es zubereitet.

Schreibblockade? Sie wissen nicht, wie Sie anfangen sollen? Stellen Sie sich vor, Sie erzählen Freunden von ihrem Ereignis.

Die richtige Überschrift ist manchmal schwer zu finden. Halten Sie diese möglichst kurz, das Wichtigste steht sowieso im ersten Satz. Die Überschrift soll Lust aufs Lesen machen. Nutzen Sie auch die Dachzeile, um Zusammenhänge zu erklären. So können Sie das Ereignis benennen und danach eine bildhafte Beschreibung dazu als Überschrift verwenden, z.B.: Hundeschau des VDH – Schaulaufen auf vier Pfoten. Oder nutzen Sie ungewöhnliche oder lustige Ereignisse: Auswärtssieg der Spielvereinigung – 3 Bälle im Tor, einer im Teich.

Aufzählungen im Fließtext werden schnell langweilig. Wenn es Ihnen wichtig ist alles zu nennen, überlegen Sie ob Sie das Ganze als Spiegelstriche gestalten (etwa bei Platzierungen oder Nennungen der Teilnehmer). Heben Sie hierbei Besonderes hervor (ältester Teilnehmer etc.)

Teilnehmer*innen oder Teilnehmende? Politisch korrekt zu bleiben wird immer schwieriger. In der Regel verwenden unsere Bürgerreporter eine einheitliche Form. Dadurch bleiben die Texte besser lesbar. Selbstverständlich soll sich damit jedes Geschlecht angesprochen fühlen. Ob mit Lücke, Sternchen, in männlicher Form, in weiblicher Form oder als Aufzählung aller Differenzierungen, wie sie das schreiben bleibt Ihnen überlassen. Wir respektieren jeden, finden aber, dass man in Bürgerreporter-Texten auch nicht übertreiben sollte. Das Schreiben soll Spaß machen und nicht durch Vorschriften eingeschränkt werden.

Zu guter Letzt: Haben Sie Spaß! Wenn Sie von einer Sache begeistert sind, dann wird das der Leser auch merken. Emotionen machen Ihre Beiträge so wertvoll.
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