Russische Studenten im Bergsträßer Museum Seeheim-Jugenheim

Russische Gäste der Universität Uljanowsk (Wolga) im Bergsträßer Museum
  • Russische Gäste der Universität Uljanowsk (Wolga) im Bergsträßer Museum
  • hochgeladen von Jürgen Eck
Wo: Bergstraßer Museum, Ober-Beerbacher Straße 1, 64342 Seeheim auf Karte anzeigen

In Seeheim-Jugenheim wird seit rund einem Jahr an einem für die Bergstraße interessanten Projekt gearbeitet. Wissenschaftler (Prof. Dr. Habermehl) und Studenten der Hochschule Darmstadt realisieren im Auftrag des Bergsträßer Museum Seeheim-Jugenheim (Museumsverein, Prof. Karl Listner) und des Heimat- und Verschönerungsverein Seeheim in mehreren Schritten die Digitalisierung der Burg Tannenberg. Diese Burg wurde 1210 erbaut als Verwaltungssitz des „Amtmannes“ des „Amtes Seeheim“ (vergleichbar mit einem heutigen Landkreis). Die Burg gilt als Musterbeispiel einer kleinen komfortablen mittelalterlichen Höhenburg-Anlage. Mit den neuesten technischen Geräten wird die gesamte Burganlage im derzeitigen Zustand vor Ort gescannt. Dazu wurde ein Netz von Messpunkten über die Anlage gelegt, verbunden mit dem überall gültigen Koordinatensystem. Daraus soll zunächst ein drehbares dreidimensionales Bild der Burgruine entstehen, so dass man die Burg von allen Seiten betrachten kann. Geplant ist, dieses Bild „auszubauen“ zu einer virtuellen Darstellung der Burg im Zustand des Jahres 1399 (vor der Zerstörung), so dass man (am Bildschirm) die Anlage auch im Inneren „betreten“ kann. Dieses Projekt hat jetzt das Interesse einer Delegation der Universität Uljanowsk an der Wolga (Russland) geweckt. Ein Lehrer und 7 Studentinnen und Studenten arbeiten derzeit an der Hochschule Darmstadt. Mitte Juli haben sie im Rahmen einer Exkursion mit Prof. Dr. Habermehl und dem am Projekt beteiligten Masterstudenten Becker Seeheim-Jugenheim besucht. Ziel war das Bergsträßer Museum im Historischen Seeheimer Rathaus und dessen Ausstellung „Die mittelalterliche Welt der Burg Tannenberg und der Region des Amtes Seeheim“. Wichtigster Gegenstand der Betrachtung war das Modell der Burg Tannenberg, das den Bauzustand des Jahres 1399 zeigt, also Grundlage für die virtuelle Darstellung sein soll. Die Gäste wurden vom Museumsleiter und von Prof. Listner herzlich begrüßt. Dank der Deutsch-Kenntnisse der russischen Gäste kam es sofort zu einem regen Gedankenaustausch über die Geschichte der Burg Tannenberg, ihre Konstruktion und ihre Zerstörung und über die aktuellen Funde und laufenden Erhaltungsarbeiten, zumal archäologische Parallelen zur russischen Heimat festgestellt wurden. Der Besuch endete mit einem kurzen Spaziergang durch den Seeheimer Ortskern.

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