Schulmuseum Seeheim-Jugenheim: Hessische Sagen rund um den Tannenberg

Claudia Stehle: Hessische Sagen
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In einer Sonderveranstaltung der Gruppe „Jung und Alt gemeinsam“ begrüßt die Historikerin und Journalistin Claudia Stehle am Freitag, dem 25.09., ab 14 Uhr, die Besucher im neuen Schulmuseum Seeheim-Jugenheim am Seeheimer Sebastiansplatz, Kirchstraße 1. Sie bietet eine interessante Lesung regionaler Sagen und kleiner Geschichten aus J. W. Wolfs “Hessische Sagen“ an. Im Rahmen des Seniorenprogramms der Gemeinde Seeheim-Jugenheim präsentiert die Gruppe JA in Kooperation mit dem Museumsverein und der Jugendförderung Seeheim-Jugenheim einen „märchenhaften“ Spaziergang durch die Bergstraßen-, Odenwald- und Tannenberg-Landschaft.
Der Museumsverein erinnert in diesem Zusammenhang an den 160. Todestag von Johann Wilhelm Wolf, geboren 1817 in Köln, gestorben 1855 im Philippshospital Riedstadt. Von ihm stammen z. B. der Aufsatz „Kirche und Kloster auf dem heiligen Berge bei Jugenheim“ und das Prachtwerk „Die Burg Tannenberg und ihre Ausgrabungen“ (1850), bearbeitet im Auftrag seiner königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig III. durch ihn und Jakob Heinrich von Hefner. Das Hauptverdienst des Germanisten und Schriftstellers Wolf liegt allerdings darin, zusammen mit seinem Schwager Lieutnant Wilhelm von Ploennies – ähnlich wie die Gebrüder Grimm – deutsche Märchen und Sagen zusammengetragen zu haben, und hier vor allem „Hessische Sagen“. Er sagt dazu: „Wer mit rechtem Ernst suchen will der findet bald, das empfand ich, als ich vor einigen Jahren mit meinem Schwager … diese Sammlung anlegte. In unserm Wohnort Darmstadt war natürlich für dieselbe nichts zu gewinnen, darum zogen wir in den Odenwald, um dort in der noch weniger von der sogenannten »Aufklärung« und dem »Fortschritt« angesteckten Bevölkerung die frisch duftenden Blüthen zu lesen. Unsere Streifereien lohnten sich über alle Erwartung, eine Sammlung wuchs neben der andern auf und wir sahen uns bald so reich, daß wir an eine Herausgabe denken konnten.“
Der Museumsverein Seeheim-Jugenheim lädt außerdem besonders Familien ein zum Besuch des neuen Schulmuseum Seeheim-Jugenheim. Das Museum ist sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besucherbetreuerinnen führen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gern durch die Ausstellungen „Volksschule im 19./20. Jh.“ mit einem alten dörflichen Klassenraum und zahlreichen interessanten Ausstellungstücken in Vitrinen und „500 Jahre Schulgeschichte Seeheim-Jugenheim“ mit der Darstellung der Entwicklung der einheimischen Bildungseinrichtungen von der ersten Volksschule (1507) bis zum Schuldorf Bergstraße mit allen Schultypen. Die Ausstellungen zeigen die wachsende Bedeutung Seeheim-Jugenheims als überregionaler Bildungsstandort und bringen Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Bilderschauen im Multimediacenter des Museums z. B. zu den alten Dorfschulgebäuden in Seeheim-Jugenheim und Filme zum Schulalltag runden das Angebot ab.

Claudia Stehle: Hessische Sagen
Wolf: Wissenschaftlicher Grabungsbericht Tannenberg
Autor:

Jürgen Eck aus Seeheim-Jugenheim

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