Soroptimist Club Seeheim-Jugenheim poliert wieder Stolpersteine vor Ort

SEEHEIM-JUGENHEIM. Erinnerungsarbeit leisten die Mitglieder des Clubs Soroptimist International (SI) Seeheim-Jugenheim jeden Herbst: Immer ein paar Tage vor dem 9. November, der Wiederkehr der Pogromnacht 1938, polieren sie die Stolpersteine in der Gemeinde – jetzt bereits im vierten Jahr. Die kleinen Namenstafeln, die an die in der Nazizeit verfolgten und ermordeten jüdischen Bürger erinnern, bestehen aus Messing. Im Laufe des Jahres stumpfen sie ab und werden unleserlich. Erinnerung muss aber sichtbar sein, um lebendig zu bleiben. Die „Arbeitsgruppe Stolpersteine“ im Club kümmert sich parallel um die Aufarbeitung der Schicksale. Längst sind noch nicht alle Lebensgeschichten der ehemaligen jüdischen Bürger und Bürgerinnen erforscht und dokumentiert. Für SI Seeheim-Jugenheim steht das Projekt „Stolpersteine“ unter dem internationalen SI-Leitmotiv „Educate to lead“ – denn nur wer die Geschichte kennt, der kann Menschen verantwortungsbewusst in die Zukunft leiten. SI Seeheim-Jugenheim erinnert damit auch an die Soroptimistinnen jüdischen Glaubens des ersten deutschen SI-Clubs in Berlin. Einige konnten nach 1933 fliehen und überleben – auch dank der Hilfe ausländischer Soroptimistinnen.

Weitere Informationen unter https://www.si-seeheim-jugenheim.de/

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