GRÜNE wollen Nach-Denk-Mal wieder herstellen lassen

Nach-Denk-Mal "Den Verweigerern unserer Kriege"
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  • hochgeladen von Walter Sydow

Immer weniger Menschen werden wissen, was es mit dem Holzobjekt am westlichen Eingang des alten Seeheimer Friedhofs auf sich hatte. Es handelte sich dabei um das seit einiger Zeit fast komplett verfallene und kürzlich entfernte NACH-DENK-MAL, das den Widerstand und den Mut von Kriegsdienstverweigerern würdigte, welche auch Opfer der Kriege waren.

Dieses Nach-Denk-Mal trug die Aufschrift "Den Verweigerern unserer Kriege" und zeigte in einer symbolischen Darstellung sich von einer marschierenden Gruppe entfernende Menschen. Es wurde von der damaligen Friedensinititative Seeheim-Jugenheim der Gemeinde geschenkt, um mit diesem Denkmal an diejenigen zu erinnern, die sich dem Kriegsdienst in unseren Kriegen entzogen haben und dafür allzu oft mit ihrem Leben bezahlen mussten. Gemäß einem Beschluss der Gemeindevertretung vom 21.6.1990 wurde das Nach-Denk-Mal von der Friedensinitiative aufgestellt.

Nachdem die im Auftrag der Gemeinde erstellte Dokumentation "Opfer des Nationalsozialismus aus Seeheim-Jugenheim" dieses Nach-Denk-Mal gewürdigt hat, haben die GRÜNEN in der Gemeindevertretung beantragt, dass dieses Nach-Denk-Mal restauriert und erhalten werden soll. Der Gemeindevorstand soll beauftragt werden, die dazu notwendigen Maßnahmen zügig umzusetzen.

Die GRÜNEN regen an, die Jugendpflege bei der Wiederherstellung einzubeziehen, so die Fraktionsvorsitzende Claudia Schlipf-Traup. Vor etwa zwanzig Jahren sei dieses Nach-Denk-Mal vom 2008 verstorbenen Helmut Rodenhäuser erstellt worden. Außer einigen Fotos sei noch ein Holzprototyp vorhanden. Eine Wiederherstellung entspreche der wichtigen Zielsetzung, wie sie Bürgermeister Olaf Kühn im Vorwort der Dokumentation formuliert hat:

„…Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Die Menschen, die diese Zeit miterlebt haben, werden von Tag zu Tag weniger. Umso wichtiger ist es, das Geschehen und die Folgen der Naziideologie jungen Menschen zu vermitteln. Sie gilt es zu Persönlichkeiten zu entwickeln, die für Demokratie, Gleichberechtigung, Toleranz und gegen Rassismus, Menschenverachtung sowie Militarismus eintreten.“

Autor:

Walter Sydow aus Seeheim-Jugenheim

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