Mir erläwe's net, awwer sie wern sehe, dass ich recht hob: Des werd nix. (frei nach unserm Datterich), Teil 1

Ich bin von zahlreichen Bürgern ermuntert / gebeten / aufgefordert worden, meine Meinung zu aktuellen Beschlussvorlagen der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim zu äußern.

Nun, ganz ehrlich: Es fällt mir zunehmend schwer, und ich kann auch nicht zu allem etwas sagen.

Nachfolgend meine Meinung zur aktuellen Beschlussvorlage „Ausnahme zur Stellenbesetzungssperre zur Wiederbesetzung einer Stelle im Bereich Freibad“:

Zur ausgewogenen Sachdarstellung gehört, dass die erbetene Stellengenehmigung einer bestimmten Person zugedacht ist. Die Aufgabenbeschreibung führt Tätigkeiten auf, die dieser Person offenbar zugeschrieben werden. Ich ziehe die Eignung stark in Zweifel. Sowohl in fachlicher, als auch in persönlicher Hinsicht. Natürlich kann ich das auch differenziert begründen, aber es ist nicht meine Aufgabe. Meine allerdings hier in diesem Board bereits geäußerte Kritik ist dabei nur ein Schlaglicht. Ich erkenne jedenfalls kein stichhaltiges Argument in der Sachdarstellung.

De Begründung des Antrags erwähnt die Schwierigkeit, entsprechend qualifiziertes Personal zu finden, verschweigt aber die Tatsache, dass die Verantwortlichen bei der Auswahl allzu oft in der Vergangenheit absehbar daneben gelegen haben. Aus der Tatsache, dass die Arbeit in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim bei einschlägig Qualifizierten mittlerweile gemeinhin als unattraktiv gilt, kann nicht geschlussfolgert werden, dass der Arbeitsmarkt hier eng ist. Auch die angesprochene Fluktuation hat ihre Gründe. Ursachenforschung tut hier Not. Und konsequentes Handeln.

Die Gemeinde kann sich eine Aufweichung des Stellenbesetzungsplans schlichtweg nicht leisten. Wer kann denn hier garantieren, dass es das Schwimmbad nach heutiger Lesart noch in zwei, fünf oder zehn Jahren gibt?

„Bezahle, wenn mer Geld hat, des is kah Kunst, aber bezahle, wenn mer kahns hat, des is e Kunst....“, meint nicht nur Datterich.

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Unter Bezugnahme auf Drucks.-Nr.: 118/2012/IX
der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertretung bewilligt gemäß § 7 Abs. 2 der Haushaltssatzung als Ausnahme zur Stellenbesetzungssperre die Wiederbesetzung einer Stelle im Bereich Freibad.

Sachdarstellung:

Im Stellenplan ist die Stelle nach Entgeltgruppe 6 im Fachbereich 3, Fachdienst 3.3 Freibad, aufgeführt. Durch Fluktuation ist eine Fachkraftstelle seit 01.11.2010 unbesetzt. Der Badebetrieb wurde durch befristete Einstellungen und Zeitarbeitsfirmen gewährleistet. Aus Sicht der Verwaltung ist eine unbefristete Einstellung erforderlich und dringend zu empfehlen. Neben Aufgaben wie Aufsichts- und Rettungsdienst, Ordnungs- und Sicherheitspflichten ist von den Fachkräften auch gerade der Technische Aufgabenbereich Bestandteil. Insbesondere Überwachung der technischen Betriebsfunktion, Bedienung der Bädertechnik, Beseitigung und Beheben von Betriebsstörung, Prüfung der Wasserqualität. In den vergangenen Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass es äußerst schwierig ist, qualifiziertes Fachpersonal als Saisonkraft zu bekommen. Der Gemeindevorstand hat sich am 22.10.2012 dieser Auffassung angeschlossen und bittet nunmehr die Gemeindevertretung um Bewilligung, die Stelle wieder besetzen zu können.

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