Tränen für Anteilnahme in Ceregnano

Beim Gottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus in der italienischen Partnergemeinde Ceregnano reichen sich See-heim-Jugenheims Bürgermeister Olaf Kühn, der Kombattant Egidio Manfrinati,  Ceregnanos Bürgermeister Ivan Dall´Ara, der Präsident des Partnerschaftsverein in Ceregnano Ivo Zam-bello und Giulio Mollo, der Vorsitzende des Seeheim-Jugenheimer Partnerschaftsverein die Hände für Frieden und Verständigung. (v.l.n.r.)

psj
  • Beim Gottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus in der italienischen Partnergemeinde Ceregnano reichen sich See-heim-Jugenheims Bürgermeister Olaf Kühn, der Kombattant Egidio Manfrinati, Ceregnanos Bürgermeister Ivan Dall´Ara, der Präsident des Partnerschaftsverein in Ceregnano Ivo Zam-bello und Giulio Mollo, der Vorsitzende des Seeheim-Jugenheimer Partnerschaftsverein die Hände für Frieden und Verständigung. (v.l.n.r.)

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  • Foto: Commune Ceregnano
  • hochgeladen von Karsten Paetzold

SEEHEIM-JUGENHEIM/CEREGNANO. Alljährlich am 25. April wird in Italien an die Befreiung vom Faschismus, an das Ende der Besetzung durch die Nationalsozialisten sowie an die der Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert. In Ceregano, der italienischen Partnergemeinde Seeheim-Jugenheims, und in der Nachbargemeinde Villadose wird dieser Nationalfeiertag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung begangen. 1945 hatten deutsche Soldaten während ihres Rückzugs aus Italien in beiden Orten Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen.
21 männliche Bewohner im Alter von 13 bis 75 Jahren wurden als Vergeltung für einen Partisanenangriff erschossen. Nur drei junge Männer überlebten das Massaker. Sie lagen unter den Leichen und waren von dem Erschießungskommando für tot gehalten worden.
Seeheim-Jugenheims Bürgermeister Olaf Kühn (parteilos), der auch in diesem Jahr auf Einladung seines Bürgermeisterkolle-gen Ivan Dall’Ara in Ceregnano und in Villadose an den Gedenkfeiern teilnahm, erinnerte in seinen Ansprachen an dieses Ereignis. Begleitet wurde Kühn von Giulio Mollo, dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins.
Zusammen mit der Bevölkerung gingen sie abschließend auf die Friedhöfe beider Orte. Auf den Gräbern der Ermordeten legten Kühn und Dall’Ara Kränze nieder. „Wenn Angehörige der Opfer nach zweiundsiebzig Jahren mir mit Tränen in den Augen für meine Anteilnahme danken“ ,so Kühn, „dann ist das ein tief bewegender Moment.“

psj

Pressestelle der Gemeinde Seeheim-Jugenheim

Autor:

Karsten Paetzold aus Seeheim-Jugenheim

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