Wahre Inkompetenz ist die Unfähigkeit, die eigene Inkompetenz zu erkennen

Aufmerksame Leser meiner gelegentlichen Beiträge auf "mein suedhessen" weisen mich darauf hin, dass der heutige Beitrag des Ortsvereinlautsprechers Tränklein von der SPD Seeheim-Jugenheim eine Reaktion auf meine zahlreichen Hinweise und Meinungsäußerungen sind. Das ist wohl so. Zudem vielfach abgeschrieben. NACHZULESEN.

Ich sage im KLARTEXT, was ich darüber denke.

Der hier erweckte Eindruck, die SPD böte die Lösung des Problems, ist falsch. Richtig ist, dass die hiesige SPD (und nicht nur die) ein integraler Bestandteil des Problems ist – und das seit vielen Jahren. „Fehlentscheidungen“ und „schlimmere Auswüchse“ wolle man also verhindern – „mit Fingerspitzengefühl und vorausschauendem Handeln“.

Bei allem Respekt: Ich denke, dass das gequirlte Scheiße ist. KLARTEXT.

Ihre Forderung purer Aktionismus ohne Substanz. Soll ich Ihnen, Herren Tränklein und Weber, all das katastrophale Versagen und die „Bausünden“ aufzählen, für die Sie und Ihre Partei allein- oder mitverantwortlich sind? Sie sind tatsächlich selten imstande, die Auswirkung Ihres politischen Handelns auch nur annähernd treffend abzuschätzen.

Sie erwähnen Bauprojekte in der Margaretenstraße und im (Nördlich) Notisweg. Natürlich sind die Mist. Sie vergessen aber, dass ich Sie, verehrter Herr Weber, überhaupt erst darauf hingewiesen habe. Selbst Herr Kühn, den ich mittlerweile wahrlich kritisch sehe, und der mich deshalb nicht mehr mag, wird nicht umhin kommen, Ihnen das zu bestätigen. Planungen und Konzepte inklusive.

Meine Initiative auf dem ehemaligen Fries-Gelände diente ebenfalls dem Ziel, hier eine vernünftige Bebauung herbeizuführen. Hier haben Sie sich am Nasenring durch die Manege ziehen lassen. Nachwievor unfassbar, dass ihr Verein in diesem Zusammenhang die Umsetzung eines familiengerechten Wohnens für sich reklamiert. So ein Käse.

Schauen Sie sich die Kriterienkataloge von Städten und Gemeinden an, die erfüllt sein müssen, um sich dieses Prädikat zu verdienen! Schauen Sie sich die Umfragen und Studien über junge Familien und deren tatsächliche Bedarfe und Wünsche an! Glauben Sie im Ernst, dass dies Vorliegend auf diesem Areal realisiert werden wird?

Nach zuletzt veröffentlichter Planung sicher nicht. Und ich weise schon heute darauf hin, dass der Vergleich zwischen damals im Bauausschuss und bei den Fraktionen behaupteter Angebotsmerkmale und dem was tatsächlich umgesetzt werden wird, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit hinken wird.

Unvergessen Genosse Wickenhöfer mit seinem ihm eigenen Algorithmus, demnach bei achtundzwanzig (!) Einheiten auf fünfeinhalbtausend Quadratmetern, jede Grundstückseinheit über tausend Quadratmeter Fläche verfügt. Nur ein Beispiel. NACHZULESEN. Der Herr wird auch den Gemeindehaushalt mit befunden haben.

Mit Verlaub: Eine Vollkatastrophe. KLARTEXT.

Kaum zu fassen. Es ist allein dem beherzten Engagement einiger mutiger und wacher Bürger zu verdanken, dass hier Schlimmeres verhindert wurde. Sie und Ihre Partei haben damit gar nix zu tun. Im Gegenteil: Die SPD und alle anderen Parteien in der Vertretung waren (sind) das Problem.

Und ein Wort zum Bauausschuss, dessen Mitglied Sie sind. Was qualifiziert Sie und einige andere eigentlich, ein eben solches zu sein? Fachkenntnis sicher nicht, oder? Interesse? Eigeninteresse? Wohl eher.

Genau diese Erkenntnis ist bei vielen Bürgern durch eigenes Erleben gewachsen. Mehr als 1.200 Leser meines Erlebnisberichtes in diesem Medium von einer Sitzung des Bauausschusses im November 2011 zeugen offenbar davon. Gleichfalls zahlreiche einschlägige Reaktionen.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass sich jede(r) in politischer Verantwortung Stehende kritisch hinterfragen sollte, was sie oder er für die Gemeinschaft beitragen kann. Bei einigen komme ich nur zu dem einen Schluss: Zurücktreten. Sonst Flurschaden.

Nachdem das gesagt werden musste, will ich aber nun doch den auch wahrhaftigen Inhalt Ihres Beitrags erwähnen, nämlich Ihr „Gefühl, dass im Rathaus mehr Energie in Abwehrstrategien gesteckt wird als in die Zukunft und Gestaltung der Gemeinde“.

Auch das habe ich bereits vor Monaten geäußert. Es reicht nach meiner Überzeugung nicht, wenn sich der Amtsträger auf die bloße Umsetzung der ihm vorgelegten Beschlüsse beschränkt. Ich sehe keine Bereitschaft, zu gestalten. NACHZULESEN.

Das Rathaus taumelt, und ist in mancherlei Hinsicht ein Fall für die Kommunalaufsicht. Das von Ihnen angesprochene Bauamt mit seiner Leitung untragbar.

Auch hier habe ich in den letzten Jahren auf verschiedene Missstände und Straftatbestände, die auch Ihnen und manchem Ihrer Parteifreunde bekannt sind, hingewiesen. Passiert ist nix bis wenig.

Aber vielleicht wollen Sie, Herr Tränklein, in drei Monaten darüber (ab-)schreiben …? Gewissermaßen am Plus Ihrer Zeit. Jedoch: Operative Hektik ersetzt keine geistige Windstille.

In Bensheim liest man aktuell von „Versäumter Verpflichtung“. Ich wage die - natürlich begründete - Behauptung, dass sich dieser Tatbestand auch auf hiesige Verhältnisse übertragen lässt.

Sie fordern mehr Initiativen – ich fordere Sachverstand und intelligente Lösungen, und kann nicht erkennen, dass das mit ihnen zu machen ist.

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