Eldorado fürs närrische Volk
Astrid Mergers Boutique bietet Mode für fünf Jahreszeiten

Astrid Merger schaut auf das Gesamtbild: Frisur, Make-Up, Kostüm.
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Seligenstadt. Seit 2003 hat die Designerin Astrid Merger ihr Atelier in Offenbach und führte dort auch acht Jahre lang eine Boutique. Als vor drei Jahren das Geschäft in Seligenstadt dazu kam, bemerkte sie schnell, dass das Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu lange dauert. Doch ein Auto kam nicht in Frage, schließlich achtet sie auf die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit ihrer Textilien, Kosmetikprodukte und Accessoires. Da stünde ein Auto im Widerspruch zu ihrer Philosophie. So verlagerte sie ihr Geschäft komplett nach Seligenstadt, wo sie seit Ende November letzten Jahres in der Aschaffenburger Straße 12 einen schönen Platz gefunden hat.
Nach den Heiligen Drei Königen startet bei ihr die Fastnachts-Hochsaison: Nähen, Abstecken, Stoffe auswählen. Viele Prinzenpaare sind bei ihr Kunde. Aber auch Fußgruppen bei Umzügen beziehen bei ihr die Kostüme.
Kostüm und Kappe werden passend zusammengestellt und aus den gleichen Stoffen hergestellt. Vier Tage arbeitet sie an der Kopfbedeckung, die handgenäht ist und aus dickem Samt, Brokat und Swarovskisteinen besteht. Das handgefertigte Unikat kostet je nach Ausführung um die 500 Euro.
Ausgefallenes macht ihr Spaß. Da die Fastnacht in Seligenstadt Tradition hat, war für sie klar, dass sie nach der damaligen Schließung des Holzgreve weitermacht.
Vorher studierte sie ganz klassisch BWL, arbeitete im Sales Marketing und Customer Care. Das Kreative sieht sie aber nicht im Widerspruch, denn auch in dieser Berufsgruppe sind kreative Ideen gefragt. Das künstlerische Talent legte ihr ihre Großmutter in die Wiege, die bereits ein Atelier besaß und bei der sie nähte und Entwürfe fertigte.
Das Ganze begannt hobbymäßig für Freunde und Familie, als es aber immer mehr wurde, eröffnete sie die Boutique und fertigte auf Wunsch an.
Die Produktpalette umfasst Business, Hochzeit, Bühnenoutfits und eben auch den Fasching. Dabei beschränkt sie sich keinesfalls auf Mode. Make-Up, Frisur und Outfit fügt sie zu einem kompletten Styling zusammen, abgestimmt auf die Situation und die äußeren Gegebenheiten. „Eine Frau in den 40ern heiratet, hat sie andere Ansprüche als eine Zwanzigjährige. Dann soll Sie sich in ihrem Kleid auch bewegen können, da kommt es drauf an ob auf einer Wiese oder im Saal gefeiert wird“, erklärt sie. Der Entwurf wird detailliert mit den Kunden besprochen.
In dem Ladengeschäft finden sich auch viele kleine Designstücke, die sie auf Messen gefunden hat und nun weiterverkauft. Außerdem gibt sie für die VHS Nähkurse.

Autor:

Redaktion mein südhessen aus Darmstadt-Süd

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