Auslandseinsatz der Prinzengarde an Pfingsten - Maifest in Aubergenville

Auch ein Prinz muss mal für kleine Jungs...und die Truppe weicht auch hier nicht von seiner Seite!
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  • Foto: Theresa Ostner
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DIEBURG/AUBERGENVILLE – Am Pfingst-Freitag morgens um 07:30 Uhr versammelten sich die Truppen der Prinzengarde, vereint mit den Damen des Hofballetts, um sich auf die Reise nach Frankreich, in unsere verschwisterte Stadt Aubergenville, zu begeben. Erstes Ettappenzeil auf der neunstündigen Reise war der Eifelturm. Hier wurden die unterschiedlichen Heeresteile mit einem üppigen Picknick genährt, bevor es an die Erkundung des Eifelturms ging. Es gab Überlegungen, die Gardisten die verbleibenden ca. 40 Kilometer in strammen Marschschritt zurücklegen zu lassen. Allerdings galt es auch die Damen des Hofballetts zu schützen und so reiste man gemeinsam weiter gen Aubergenville. Dort angekommen, wurde sofort das Lager auf dem idyllischen Rugbyplatz, am Rande der Stadt, aufgeschlagen. Um die Laune der angereisten Gardisten, Hofballett-Damen und Dieburger Fastnachter nach strapaziöser Reise zu heben, wurde umgehend eine Feier abgehalten. Dabei ließ nicht nur seine Hoheit Prinz Thomas I. und nebst Prinzessin Annika I. die Hüften auf der Theke kreisen - selbige wurde sozusagen kurzerhand zur Bühne umfunktioniert. Nach kurzer Nacht, hieß es am Samstag früh am Morgen „Kompanie aufstehen - raus aus den Federn“. Um die klamme Kassenlage der Truppen zu verbessern, galt es einen dieburger Exportschlager unters französische Volk zu bringen. Also ging es mit reichlich Hütchen-Basisgetränk, allgemein auch Asbach genannt, im Gepäck auf das Festgelände. Dort, im benachbarten Elisabethville, fand das traditionelle Getränk, welches unverholen zum Kulturgut der Dieburger Fastnacht gezählt werden kann, bei der ansässigen Bevölkerung und im Besondern bei den den befreundeten Musketieren reichlich anklang. Nach erfolgreich erfüllter Mission, stand dem feuchtfröhlichem Spaß unter der gleißenden Sonne Frankreichs nichts mehr im Wege. Es wurde sogar ein spontanes kleines Manöver mittels Wasserpistolen, Gläsern und Eimern durchgeführt. Simuliert wurde eine Wasserschlacht an der nicht vorhandenen Gersprenz. Doch standen auch noch offizielle Termine auf dem Dienstplan. Es gab also keine keine Zeit zum Verschnaufen. Nachdem alle beteiligten pudelnass waren, mußte schleunigst für trockene Kleidung gesorgt werden. Für die Gardisten lautete der Befehl „Uniform anlegen“ und die Damen schmissen sich in Ihre schönsten Ballkleider. Galt es doch das Prinzenpaar auf den offiziellen Ball in die Festhalle zu begleiten. Zu Beginn der Veranstaltung, direkt das Highlight: Die Dieburger Prinzengarde marschiert in Begleitung der Musketiere zu Ehren der Maikönigin von Aubergenville und des Dieburger Prinzenpaares, jeweils mit entsprechendem Gefolgen, in den Festsaal ein. Das Publikum stand, applaudierte und huldigte den Majestäten. Es folgten Tanzaufführungen und Musikeinlagen. Zu guter letzt durfte auch jeder selbst, ob jung oder alt, ob Aubergenviller oder Dieburger das Tanzbein schwingen. Am Sonntagvormittag bezog die Garde Stellung vor dem Umzugswagen des Dieburger Prinzenpaares. Es galt sicherzustellen, dass auf dem 4 km langen Weg keine Gefahren lauern und die Majestäten wohlbehalten in Elisabethville ankommen. Die Sonne war auch an diesem Tag wieder auf der Seite der Dieburger und Aubergenviller. Obwohl die Truppe zu Zugbeginn einen ersten angeschlagenen Gardisten verzeichnen mussten, der Feldarzt attestierte akute Austrocknungserscheinungen, konnte dieser auf dem langen Weg wieder einigermaßen aufgepäppelt werden. Am Ende erreichten alle wohlbehalten, wenn auch sichtlich abgekämpft und immernoch durstig das Festgelände in Elisabethville. Nach diesem langen Tag mobilisierten alle noch einmal ihre Kräfte, um am Abend die Verschwisterung der Städte Dieburg und Aubergenville wiedereinmal gebührend zu feiern. So sang, trank, tanzte und lachte man gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden des Pfingstmontag, ein schönes Wochenende in Aubergenville neigte sich dem Ende. Nach einer weiteren kurzen Nacht, stand nun die Heimreise an. Ein letztes Mal wurden französische Croissants gefrühstückt - dann wurde das Lager abgebaut und es hieß Abschied nehmen. Aber das nächste Fest mit einem Gegenbesuch der Musketiere in Dieburg steht bereits kurz vor der Tür - das Schlossgartenfest. Mit Küsschen links, rechts, links und „au revoir“, sagt man in Frankreich tschüß bis nächstes Jahr. Bilder zum Maifest in Aubergenville gibt es in Kürze auf unserer Homepage www.priga.de. (Autor: Erik Krichbaum, Co-Autor: Till Neumann)

Auch ein Prinz muss mal für kleine Jungs...und die Truppe weicht auch hier nicht von seiner Seite!
Offizier Matthias Lohrum, Marketenderin Elke Jung und Gardist Erik Krichbaum mit Hut der Musketiere

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