Auslandseinsatz der Prinzengarde Dieburg

Dieburger Fastnachtsprinzessin und Reine d'Aubergenville mit Gefolge
3Bilder
  • Dieburger Fastnachtsprinzessin und Reine d'Aubergenville mit Gefolge
  • Foto: Olga Krez
  • hochgeladen von Till Neumann

Die Garde zu Gast bei Les Mousquetaires in Aubergenville

DIEBURG/AUBERGENVILLE – Am Freitagmorgen um 8:00 Uhr war es wieder soweit. Die Truppen der Dieburger Prinzengarde begaben sich im Stadtbus auf den Weg ins verschwisterte Aubergenville in Frankreich. Wie so oft, auch dieses Jahr ein Einsatz unter erschwerten Bedingungen – doch lässt sich die Prinzengarde den Spaß nicht nehmen. Nach einer fröhlichen Fahrt mit Gesang und köstlicher Verpflegung wollten wir unsere Lager aufschlagen. Dabei konnten wir schnell feststellen, dass es eine sehr kuschelige Schlafstätte werden würde – es ist eben die sprichwörtliche französische Gastfreundschaft, die einen enger Zusammenrücken lässt. Dieser Umstand und dass wir unsere Getränkevorräte im Freien lagern mussten, wurde kurzerhand mit Befehl AUBERGENVILLE 001 begegnet: „Die Hälfte der Truppe schläft in der ersten Nachthälfte, der zweite Truppenteil bewacht das Lager. In der zweiten Nachthälfte wird gewechselt. Dabei bleibt es der Truppe belassen, die Nachhälften zeitlich zu definieren.“ Auch die festlichen Aktivitäten unserer Reise wurden kurzerhand ins Freie verlegt um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Am späten Freitagabend rückten weitere Gardisten aus Dieburg nach. Damit war die Abordnung der Garde komplett und ausreichend Wachmannschaften verfügbar, um das Wochenende unbeschadet überstehen zu können. Nach einer ersten kurzen Nacht, hieß es am Samstagmorgen Nachtlager räumen - raus aus den Federn - um die Kassen der Truppen zu füllen. Wie üblich ging es mit reichlich Asbach im Gepäck auf das Festgelände in der benachbarten Stadt Elisabethville. So wie unsere Freunde aus Frankreich die Dieburger in jedem Jahr am Martinsmarkt mit Calvados beglücken, so bringt die Prinzengarde die Dieburger „Asbach-Kultur“ zum Maifest nach Aubergenville. Eine Tradition die besonders bei den Mousquetaires gerne geteilt wird. So konnte selbst der anhaltende Regen weder die Laune der Festgäste, noch den Verzehr an Hochprozentigem schmälern. Dabei kam uns sicherlich auch der hohe Überschuss an mitgereisten Damen der Garde zugute, die auf ihre charmante Art die deutsch-französische Freundschaft stärkten. Es wurde also ausgiebig mit allen Festgästen gefeiert und nebenbei die Truppenkasse für folgende Aktivitäten gefüllt. Nach erster, erfolgreicher Mission war nur wenig Zeit zum Ausruhen. Unsere Dibbojer Prinzessin, die französische Maikönigin (la Reine d'Aubergenville) und unsere bezaubernden Tanzmariechen galt es unter dem Schutz von Mousquetaires und Gardisten auf den abendlichen Ball zu geleiten. Nach kurzem Uniformappel zog die festliche Gesellschaft unter Applaus der anwesenden Gäste in die Festhalle ein. Doch der Höhepunkt des Abends stand noch aus. Die Damen der Garde studierten kurzfristig einen Tanz mit den Damen der Mousquetaires ein. Die Menge war überwältigt vom Auftritt der sich neu formierten Tanztruppe. Es wurden gleich mehrere Zugaben gefordert, die gerne für das tosende Publikum dargeboten wurden. Davon inspiriert wurde von allen Gästen und Teilnehmern - ob jung, ob alt, ob Aubergenviller oder Dibbojer - noch lange das Tanzbein geschwungen. Zu früher Morgenstunde ging es zurück in die Unterkunft. Hier galt es noch Nach-Mitternachts-Befehl AUBERGENVILLE 002 auszuführen: Mitgereister Junggardist ist nach dem Ritual der Prinzengarde für die Aufnahme in die Mannschaft zu prüfen. Bei erfolgreicher Prüfung ist ein Vorschlag an die Heeresleitung zu richten, die die Aufnahme nach den Statuen der Prinzengarde abschließend prüfen wird. Am Sonntagvormittag bezog die Prinzengarde Stellung vor dem Umzugswagen der Dibbojer Fastnachtsprinzessin und der Reine d'Aubergenville, um sie sicher den 4 km langen Weg nach Elisabethville zu begleiten. Auch an diesem Tag wurde uns der Weg durch das Wetter erschwert, so kam es hin und wieder zu Regengüssen. Dies allerdings konnte die Umzugsformation nicht davon abhalten, den langen Weg erfolgreich zu absolvieren. Alle gaben wie immer ihr Bestes und erreichten schließlich abgekämpft und durstig das Festgelände in Elisabethville. Nach den langen Tagen und kurzen Nächten mobilisierten alle noch einmal ihre Kräfte, um Abends ein letztes Mal die Verschwisterung der Städte Dieburg und Aubergenville zu feiern. So sangen, tranken, tanzten und lachten die Dieburger und Aubergenviller noch einmal zusammen. Nach einer weiteren kurzen Nacht, stand die Heimreise und der Abschied an. Obwohl einige Mousquetaires bereits in drei Wochen am KVD-Fest wieder in Dieburg sind, fiel der Abschied schwer. So hieß es Küsschen links, rechts, links und „au revoir“, bis bald, Fastnacht oder spätestens im nächstes Jahr.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen