CD Tipp im Oktober

Bob Dylan – Tempest

Robert Zimmerman, alias Bob Dylan, feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bühnenjubiläum und er gehört unumstritten zu den lebenden Legenden der Musikszene. Über ihn selbst gäbe es so viel zu schreiben, aber wir konzentrieren uns auf sein neues Album „Tempest“. Bei Dylan sucht man immer nach versteckten Hinweisen und Metaphern. Und schon sind die ersten Dylanologen da und sagen „The Tempest“ hieß das letzte Theaterstück von William Shakespeare. Ist das ein Hinweis auf das letzte Dylan Album ?

Aber beschäftigen wir uns mit dem Werk selbst. Dylan erzählt Geschichten wie auf jedem seiner 35. Alben. Aber die Geschichten sind manchmal die reinste vertonte Lyrik. Er schreibt Songs wie ein Dichter und Musik wie ein Maler. Er schöpft aus dem unendlichen Reichtum des American Songbook. Spielt Blues, Swing, Folk, Country, Gospel, Walzer und Rock. Hitparadenmusik sucht man hier vergebens.

Aus dem neuen Werk will ich zwei Songs herausgreifen. Im Titelsong „Tempest“ besingt er 14 Minuten lang den Untergang der Titanic und „Roll on John“ ist eine Hommage an John Lennon, den Beatle. In vielen Lieder gibt es religiöse und biblische Bezüge. Leider liegen der CD keine Texte bei.

Ein großer Sänger war Dylan noch nie. Manche sagen er klingt als hätte er eine Kehlkopfentzündung. Aber muss er das sein ? Seine Songs sprechen für sich, wurden von hunderten Interpreten gecovert und dienten Musikgenerationen als Inspiration. Wir gratulieren zu diesem alters weisen Meisterwerk.

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