Die Prinzengarde unterwegs auf dem Rhein-Burgen-Weg!

Blick ins Rheintal
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  • Foto: Matthias Gärtner
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Auch in diesem Jahr wurde, einer langen Tradition verpflichtend, wieder gewandert. Die traditionelle Männerwanderung führte bei einer mäßigen Wettervorhersage nach Bingen in die Nähe des Mäuseturms, von wo aus der 18köpfige Tross mit Rucksack und Wanderstöcken die Höhen der 1. Etappe des Rhein-Burgen-Weges anging.

Der Start zur Tour 2014 erfolgte am Samstagmorgen. Pünktlich um 9 Uhr saßen alle Mann, mehr oder weniger ausgeschlafen, im Bus.

Nach einer guten Stunde Anfahrt im Kleinbus wurde der Startpunkt in Bingen nahe dem Mäuseturm erreicht. Schon die ersten Meter forderten die Kondition der Offiziere und Gardisten, denn auf dem Schlangenpfad ging es steil in den Binger Wald. Zum Glück hatte man im Bus noch ein ritterliches Frühstück eingenommen und war für die Strecke gewappnet. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wurde diese Steigung problemlos genommen. Etwas atemlos wurde dann der Ausblick vom Prinzenkopf genossen. Von da aus ging es gemütlich durch den Binger Wald bis zur Hängebrücke im Kreuzbachtal und wenig später zur Ausgrabungsstätte der Römervilla Rustica. Nach diesem Ausflug in die Römerzeit ging es weiter zum Josefsbrunnen, wo die Steckeschlääferklamm beginnt. Neben urwüchsiger Natur gibt es zahlreiche geschnitzte Figuren und Fratzen zu entdecken. Am Ende der Klamm wurde der Abzweig zum Forsthaus Jägerhaus genommen. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter ins wildromantische Morgenbachtal und danach wieder steil bergan. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt. Von der Hangkante aus genießt man einen sagenhaften Ausblick auf den Vater Rhein. Was dann folgt ist Wanderglück pur. Auf dem Eselspfad, der sich durch Felsen und Krüppeleichen schlängelt geht es vorbei an Burg Rheinstein und weiter steil bergauf zu einer Klippe von der aus der Blick tief ins Morgenbachtal und zur Burg Reichenstein geht. Der Abstieg über den felsigen Untergrund verlangt Trittsicherheit und wird von den Gardisten bravourös gemeistert. Nach ca. 20 km Wanderung mit 600 Höhenmetern erreichen die tapferen Wanderer das Quartier in Trechtingshausen.

Bereits um 9 Uhr 30 am Sonntagmorgen war Abmarschbereitschaft befohlen. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte die Tour bei noch trockener Wetterlage bei bester Laune gestartet werden. Von Trechtingshausen ging es über den Zugangs-weg ins Morgenbachtal und auf den Rhein-Burgen-Weg. Von den Anstrengungen des steilen Anstieges lenken die idyllische und urwüchsige Natur von Morgenbach und Aderbach ab. Hier wurden schon die ersten 400 Höhenmeter der 2. Etappe über-wunden. Kurz darauf wird der Aussichtsturm am Siebenburgenblick erreicht. Von hier aus sind 7 alte Gemäuer links und rechts des Rheins zu entdecken. Nach kurzer Rast geht es über den Martinspfad am steilen Grat, der den Gardisten einen tollen Ausblick gewährt, abwärts. Wieder auf breiten Wegen angekommen wird der Abzweig zur Burg Sooneck genommen. Nach dieser Stippvisite ins Mittelalter und einer Einkehr in der Burgschänke sollte die Tour durch Weinberge vorbei an weiteren Burgen nach Bacharach führen.

Leider spielte Petrus hierbei nicht mit. Dauerregen setzte ein und die tapferen Wanderer der Prinzengarde mussten wiederwillig mit dem Zug nach Bacharach fahren. Man war nicht ganz zufrieden, schließlich wurden am Sonntag nur 8 km (400 Höhenmeter) der geplanten Strecke (16 km und 800 Höhenmeter) gewandert. Nach einer gemütlichen Wanderung durch die pittoreske Altstadt von Bacharach wurde im "Alten Haus" eine letzte Einkehr gemacht. Nach einer Stärkung und einem Abschiedstrunk ging es mit dem Bus etwas müde aber nicht unzufrieden in die Heimat zurück.

Autor:

Till Neumann aus Stadt Dieburg

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