Patrick Beer ab Sommer neuer Trainer beim Handball-Oberligisten TSG Bürgel
„Fangen bei Null an“

Im letzten Pflichtspiel in dieser Saison in Breckenheim betreute noch Sven Lenort die Oberliga-Handballer der TSG Bürgel. Zur neuen Saison übernimmt Patrick Beer das Traineramt bei der TSG.
  • Im letzten Pflichtspiel in dieser Saison in Breckenheim betreute noch Sven Lenort die Oberliga-Handballer der TSG Bürgel. Zur neuen Saison übernimmt Patrick Beer das Traineramt bei der TSG.
  • hochgeladen von Paul Lohse

Offenbach - Für die Handballmannschaften aus Hessen ist die Meisterschaft seit der vergangenen Woche vorzeitig beendet – der Coronavirus und seine Folgen. Aber ist sie das wirklich? Noch sind keine endgültigen Aussagen über den Auf- und Abstieg getroffen. Und hier gibt es unterschiedliche Auffassungen und Meinungen.

Zählt die Tabelle ab dem Zeitpunkt des Saisonendes? Also so, wie sie am vergangenen Freitag, 13. März, aussah? Was ist mit dem direkten Vergleich, der erst nach Anschluss aller Begegnungen herangezogen werden soll? Die Betonung liegt auf „aller“. Denn das wird nicht mehr der Fall sein. Es soll sogar Überlegungen geben, vor Gericht gegen den Entschluss des Hessischen Handball-Verbandes vorzugehen. Das wäre wohl der Supergau. Andererseits hätten die Handballer noch jede Menge Zeit, die abgesagten vier Spieltage nachzuholen. Selbst ab Mitte Mai wäre das noch problemlos möglich – zumindest zeitlich. Die neue Punktrunde 2020/2021 beginnt erst im September – in einem halben Jahr also.

Die Herren des hessischen Oberligisten TSG Bürgel waren eine der letzten Mannschaften, die noch um Punkte spielen durften. Am Donnerstag vor einer Woche stand das Nachholspiel bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim an – die Partie war im Februar aufgrund des Sturmtiefs Sabine ausgefallen – Bürgel gewann mit 28:25, am nächsten Tag wurde die Saison vorzeitig beendet. Bürgel kletterte noch auf Platz drei – und ist nach einer durchwachsenen Saison mit Trainerwechsel, vielen Verletzten und einigen Niederlagen in 2020 wahrscheinlich dennoch nicht unglücklich, dass die Runde bereits beendet ist.

Im Sommer übernimmt mit Patrick Beer (führte vor einigen Jahren die HSG Hanau in die 3. Liga) ein neuer Trainer die sportlichen Geschicke beim Oberligisten. Interimstrainer Sven Lenort kann sich damit wieder auf seinen eigentlichen Aufgaben in de sportlichen Leitung konzentrieren. Nach Ende der Saison 2018/2019 hatte Beer eine Handball-Pause eingelegt, ehe er Ende des vergangenen Jahres als neuer Trainer für die Spielzeit 2020/2021 in Bürgel zusagte. Auf „sechs oder sieben“ beziffert Beer die Anzahl der Handballspiele, die er sich in den ersten drei Monaten der vergangenen Saison angeschaut hatte, „meistens Hanau, aber auch Bürgel.“ Nachdem feststand, dass er neuer Trainer bei der TSG wird, erhöhte sich die Anzahl der Partien mit Bürgeler Beteiligung. „Da sieht man die Spiele dann schon mit anderen Augen, weil man nicht mehr so neutral ist“, blickt er zurück. Trotz der Zusage in Offenbach hatte Beer in Sachen Handball auch weiterhin viel Freizeit – und genoss sie. Trainingsarbeit, Videoanalyse und Nachbetrachtung der Spiele – das alles stand zuletzt nicht auf seinem Terminplan. „Und es hat auch gereicht, wenn ich 20 Minuten vor dem Anpfiff in der Halle bin“, schmunzelte Beer. Als Trainer wird er zukünftig wieder deutlich früher da sein müssen.

Nach dem vorzeitigen Saisonende „beginnen wir komplett bei null und das ist auch gut so“, blickt er auf die kommende Runde voraus. „Rein vom Niveau her hat die Mannschaft in der vergangenen Saison zur Top Five gezählt. Aber Gesungen war einfach stärker. Kleenheim, Pohlheim, Dotzheim und Bürgel, diese Mannschaften haben sich auf einem Niveau bewegt“, sagt Beer. Nicht mehr dabei in der kommenden Saison ist Phil-Lukas Ljubic. Die Wege des Spielers, der den Verein im Sommer ohnehin verlassen wollte, und der TSG hatten sich bereits vor wenigen Wochen getrennt.

Autor:

Paul Lohse aus Rodgau

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