Großes Interesse am Jagdausflug des letzten russischen Zaren

Über 70 Gäste besuchten den Vortrag zum Jagdausflug des Zaren Nikolaus II von Russland auf den Kühkopf.
  • Über 70 Gäste besuchten den Vortrag zum Jagdausflug des Zaren Nikolaus II von Russland auf den Kühkopf.
  • Foto: Heike Hartung
  • hochgeladen von Jörg Hartung

Mit über 70 Personen war der Hofgutnachmittag des Fördervereins Hofgut Guntershausen e. V. im ehemaligen Verwalterhaus des alten Hofgutes auf dem Kühkopf, dem Stockstädter Museum, wieder einmal sehr gut besucht. Museumsleiter Jörg Hartung begrüßte im bis auf den letzten Platz besetzten Seminarraum die Gäste.
Thema des Nachmittags war der Jagdausflug des letzten russischen Zaren Nikolaus II auf den Kühkopf, der am 03. November 1903 stattfand. In einem reich bebilderten Vortrag ließ Jörg Hartung dann den Ablauf des Jagdausfluges Revue passieren. Genau ein Tag nach dem 115. Jahrestag des Zarenbesuchs ging er aber nicht nur auf den Ablauf der Jagd und das Jagdergebnis ein, sondern schilderte auch die engen verwandtschaftlichen Beziehungen der adeligen Jagdgäste untereinander. Nikolaus der II war nämlich mit der Darmstädter Prinzessin Alexandra von Hessen und bei Rhein verheiratet, einer Schwester des letzten Darmstädter Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, der neben dem Prinz Heinrich von Preußen, dem jüngeren Bruder des letzten Deutschen Kaisers Wilhelm II, auch an der Jagd auf dem Kühkopf teilnahm.
Es wurde sogar erwähnt womit der Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, der Gastgeber und damalige Besitzer des Hofgutes Guntershausen, seine hohen Jagdgäste und die zahlreichen Jagdgehilfen im Verlauf des Tages verköstigte. Auch die Hintergründe, wie es zu diesem Jagdausflug kam, wurden anschaulich dargestellt.
Interessant war schließlich der von Herrn Hartung vorgelesene Tagebucheintrag des Zaren zum 03. November 1903, der den Tag auf dem Kühkopf als sehr angenehm und gastfreundlich schilderte. Auch das tragische Ende der Zarenfamilie Romanow kam zur Sprache. Der Zar, die Zarin und deren fünf Kinder wurden nämlich im Zuge der russischen Revolution in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 von bolschewistischen Truppen grausam ermordet.
Nach dem Vortrag kam es wieder zu interessanten Gesprächen unter den Gästen, die sich im historischen Pferdestall des Gutes Kaffee und hausgemachten Kuchen schmecken ließen. Aufgrund des großen Interesses an diesem Thema wird der Vortrag voraussichtlich im Frühjahr 2019 wiederholt.
Der Förderverein Hofgut Guntershausen e. V. dankt herzlich für die eingegangenen Kuchenspenden, sowie den Helferinnen und Helfern, die durch ihren Einsatz wieder zum Gelingen des sehr harmonisch verlaufenen Nachmittags beigetragen haben. Weiterhin sei allen Gästen für die an diesem Nachmittag eingegangenen Spenden recht herzlich gedankt.

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