Fastenzeit

Fastenzeit: Deutsche verzichten auf Alkohol und Süßes
Umfrage der DAK-Gesundheit: Jede dritte Frau lässt ihr Handy aus

Trebur, 23. Februar 2012. Kein Schnaps, keine Schokolade, kein Steak: Nach den Karnevalstagen beginnt am Aschermittwoch für viele Deutsche eine längere Fastenzeit. Jeder Zweite findet einen gezielten Verzicht auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter über mehrere Wochen gesundheitlich sinnvoll. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der DAK-Gesundheit. Die Zustimmung ist im Süden besonders hoch, in den ostdeutschen Bundesländern und im Norden deutlich geringer.

Beim Fasten würden 67 Prozent der Befragten am ehesten auf Alkohol verzichten. Es folgen Süßigkeiten (60 Prozent), Fleisch (41 Prozent) und Rauchen (35 Prozent). Fast jeder dritte Deutsche würde in der Fastenzeit sein Handy ausgeschaltet lassen, wobei dies deutlich mehr Frauen (34 Prozent) als Männer (27 Prozent) angeben. 22 Prozent der Befragten finden auch einen zeitlich begrenzten Rückzug aus der Online-Welt sinnvoll und würden auf ihren Computer oder das Internet verzichten.

Sieben Wochen etwas Gutes für sich tun
„Die Zeit bis zum Osterfest nutzen viele Menschen, um über ihr Leben und mögliche Veränderungen nachzudenken“, erklärt Andreas Waletzeck von der DAK-Gesundheit. „Wer seinem Körper oder seiner Psyche helfen möchte, sollte nicht nur an Verzicht und Verbote denken. Als Alternative bietet sich an, sieben Wochen lang bewusst etwas Gutes für sich zu tun. Das kann gesunde Ernährung sein oder gezielte Entspannung.“

Fasten-Hochburg Bayern und Baden-Württemberg
In der Umfrage der DAK-Gesundheit geben 51 Prozent der Befragten an, dass sie mindestens schon einmal für mehrere Wochen bewusst auf Genussmittel und Konsumgüter verzichtet hätten. Die Beteiligung an einer Fastenzeit ist in Bayern und Baden-Württemberg mit 56 bzw. 54 Prozent besonders hoch. In den ostdeutschen Bundesländern liegt der Anteil bei 42 Prozent. Während 13 Prozent der Befragten ohne Erfahrung sich künftig einen gezielten Verzicht vorstellen können, kommt dies für 36 Prozent gar nicht in Frage.

70 Prozent der Männer würden auf Alkohol verzichten
Beim Fasten gibt es deutliche Unterschiede der Geschlechter. Mit 56 Prozent finden mehr Frauen den bewussten Verzicht sinnvoller als Männer (49 Prozent). Die Männer würden mit Abstand am ehesten auf Alkohol (70 Prozent) verzichten, gefolgt von Süßigkeiten (56 Prozent) und Rauchen (40 Prozent). Die Frauen nennen Alkohol und Süßigkeiten mit 65 bzw. 64 Prozent, gefolgt von Fleisch mit 46 Prozent.

Fastenzeit: Hierauf würden die Deutschen am ehesten verzichten

1.) Alkohol (67 Prozent)
2.) Süßigkeiten (60 Prozent)
3.) Fleisch (41 Prozent)
4.) Rauchen (35 Prozent)
5.) Fernsehen (34 Prozent)
6.) Handy (31 Prozent)
7.) Computer / Internet (22 Prozent)
8.) Auto (13 Prozent)

* Repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit, 6. bis 8. Februar 2012, 1.013 Befragte

Autor:

Andreas Waletzeck aus Trebur

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