DOWN TOWN SIX rocken Spargelfestzelt

DOWN TOWN SIX im Lipp´schen Spargelfestzelt
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Im letzten Jahr traten sie noch als „Zwerchgässer“ auf, dieses Jahr hörte man in DOWN TOWN Weiterstadt die SIX Jungs unter neuem Namen. Im Lipp´schen Spargelfestzelt zeigte DOWN TOWN SIX, was in einem Jahr so alles machbar ist: Mit viel Schwung und Feuereifer, einem erweiterten Repertoire an 60er und 70er Rocksongs und jeder Menge Spaß versorgten sie die Zuhörer über zwei Stunden mit guter Stimmung.

Schon außerhalb des Festzeltes ließen sich die satten Töne von „Wooly Bully“ - einem Nonsens-Song von Sam the Sham & the Pharaohs aus Mitte der 60er – vernehmen und machten neugierig auf mehr. Ein Blick ins Zeltinnere, oder besser gesagt ein Ohr, lohnte sich auf jeden Fall, denn die Bühne wurde eingenommen von sechs gestandenen Herren im besten Mannesalter, die die guten alten Songs aus den 60ern und 70ern zum Besten gaben. Peter Eichenauer, vielen Weiterstädtern bekannt durch seine Soloauftritte bei den Veranstaltungen des Karnevalsvereins Weiterstadt, war als Leadsänger hier voll in seinem Element und gab nebenbei auch noch eine kleine Einführung in die Musikgeschichte aus besagten Jahrzehnten. Unterstützt wurde er im Background von Peter Rohrbach, Altbürgermeister Weiterstadts und zuständig für die Rhythmusgitarre, sowie Lars Röhl, der nicht nur das Keyboard bediente, sondern auch gelegentlich seine Stimme in den Vordergrund stellen durfte. Mit Willi Greifenstein als Sologitarristen, Uwe Schmidt am Bass und Michael Brügger an den Drums war das Sextett komplett.
Wenn Bands berühmte Songs covern, ist das ja immer so eine Sache. Man muss nicht nur gegen das Original antreten, sondern auch gegen all die anderen, die vor einem auf die gleiche Idee kamen. Bei „Hang On Sloopy“, zuerst aufgenommen von The Vibrations und durch The McCoys zum Millionenseller geworden, hing die Fahne schon recht hoch, doch hinter dem Cover der Toten Hosen brauchten die SIXs sich mit Sicherheit nicht verstecken. Bei all ihren Interpretationen stand eindeutig der Spaß an der Musik im Vordergrund und so kleine charmante Unprofessionalitäten wie die Liederordner auf dem Notenständer oder kurze Absprachen á la „wir spielen doch jetzt das Lied, oder?“ unterstützten diesen Eindruck noch. Mit viel Humor kündigte Eichenauer einen Evergreen nach dem anderen an. Bei der „Stolzen Mary“ (Proud Mary in der CCR Version) bedauerte er zutiefst, dass Weiterstadt ja keinen Fluss für den Raddampfer hätte. Es folgten Hits von Manfred Manns Earthband, John Denver, JJ Cale, den Beatles, The Equals und vielen mehr. Hätte man es nicht besser gewusst, könnte man davon ausgehen, dass „Cocaine“ mit im Spiel war, als Willi Greifenstein zum Solo ansetzte. „ Willi ist nicht zu bremsen“ kommentierte ein Bandkollege, der Song schien endlos. Lars Röhl erhielt bei „Stand By Me“ seine Chance auf ein ausgedehntes Solo, die er mit viel Gefühl am Keyboard nutzte. Auf der „Country Road“ wurde es dann mal etwas holprig, schien Schlaglöcher zu haben und teilweise steil bergab zu gehen, fast hätte man sich gegenseitig überholt! Als es dann um die blauen Wildlederschuhe (Blue Suede Shoes) von Carl Perkins ging, begann sogar der sonst eher statisch wirkende Greifenstein seine Füße vor der imaginären Freundin mit den zwei linken Füßen beim Tanzen in Sicherheit zu bringen. Fast hätte man ihm zurufen können: Na, geht doch Willi! Und so sollte alles im allem das Resumée wie folgt lauten: Eichenauers Gesang sorgt maßgeblich für gute Laune, beim Bassisten stimmen Takt und Ton, der Keyboarder hat mehr als nur schwarz-weiße Tasten zu bieten und die drei anderen Herren sind mit viel Spaß bei der Sache. Selbst erfahrene Musiker im Publikum waren voll des Lobes und das nicht zu Unrecht! Neuer Name, neuer Schwung! Aus dem letzten Jahr ist lediglich die Ankündigung geblieben, die Gage wieder einer gemeinnützigen Einrichtung zu spenden.

Autor:

Kathrin Keil aus Weisterstadt

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