Kinder lernen Forschen - Projektwoche an der Carl-Ulrich-Schule

Modell des Universums der Klasse 4c
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Wer denkt, kurz vor den Ferien würde in der Schule nicht mehr gearbeitet, der täuscht sich. Denn ein Besuch in der Carl-Ulrich-Schule (CUS) während der vergangenen Woche zeigte deutlich, dass die Schüler hoch motiviert an ihren Projekten arbeiteten. "In dieser Woche haben die Kinder Unterricht einmal ganz anders erlebt, nämlich mit allen Sinnen." erklärt Hagen Rothkirch, Schulleiter der CUS. Sinn und Zweck einer Projektwoche sei es, dass die Kinder lernen, eigenständig zu planen, selber die nötigen Bastelarbeiten durchzuführen, ihr handwerkliches Geschick weiterzuentwickeln und lernen, im Sinne der Wissenschaft zu arbeiten und zu denken, erläutert er weiter. Die Motivation der Kinder sei derart hoch gewesen, dass sie sogar zu Hause weiterforschten und die Familie teilweise mit eingeplant wurde, berichtet der Rektor mit einem Schmunzeln.
Die Themen konnten sich die Schüler weitestgehend selbst aussuchen. Entsprechend groß war die Auswahl gefächert. Am vergangenen Freitag Nachmittag präsentierten die jungen Forscher ihre Ergebnisse den interessierten Eltern während einer Abschlussveranstaltung .
Nach ein paar wenigen Grußworten von Rothkirch und einem gemeinsam gesungen Lied begaben sich Schüler und Gäste gemeinsam auf eine Expedition durch die Klassensäle. Bei den Erstklässlern besonders beliebt war das Thema Wasser. In einfachen Experimenten und Aufbauten wurde hier die Kraft und der Einfluss von Wasser auf andere Stoffe erläutert. Beeindruckt zeigten sich die Besucher in einem Klassenraum der zweiten Klasse. Hier gab es "bewegte Bilder" zu bewundern. Das Spektrum reichte von ganz einfach gestalteten Daumenkinos oder Flip-Flop-Bildern bis hin zu fast professionell gedrehten Trickfilmen mit Knetfiguren, die von Szene zu Szene andere Positionen einnahmen. Hinter einer anderen Klassenzimmertür ertönte rhythmische Musik und schnelles Geklapper. Dort stapelten flinke Hände mit Präzision und in Hochgeschwindigkeit Plastikbecher zu gewagten Türmen aufeinander. Auf einem anderen Flur herrschte der leicht stechende Geruch von Essig vor, es knallte gelegentlich, gefolgt von einem erschrockenen "Huch!" der Zuschauer. Diese waren so eben Zeugen eines Versuchs geworden, der die Kraft der Molekülbewegungen demonstrierte. Ein bisschen Essig, ein Prise Natron, dazu heißes Wasser, alles in eine Filmdose gefüllt, Deckel darauf und warten. Nicht lange und schon flog der abgesprengte Deckel quer durch den Raum, sehr zum Vergnügen der jungen Laboranten. Im Gegensatz zu den meisten rein naturwissenschaftlichen Darbietungen ihrer Mitschüler führten zwei Klassen ihre Besucher auf heimatliche Pfade. Thema hier waren die Städte Weiterstadt und Darmstadt. Die Kinder stellten Städtechroniken zusammen, beschrieben Sehenswürdigkeiten und deren Entstehung auf selbst entworfenen Plakaten und präsentierten in akribischer Kleinarbeit zusammengebaute Modelle der wichtigsten Gebäude der Städte. Alles in allem bot sich dem geneigten Besucher ein überaus abwechslungsreiches Programm. "Die Arbeit hat sich gelohnt." kommentiertMo Rothkirch zufrieden.
Überflutet von so vielen Eindrücken konnten sich die Anwesenden bei Kaffee und Kuchen in der Caféteria um ihre leiblichen Bedürfnisse kümmern. Dank zahlreicher Kuchenspenden der Eltern und vielen helfenden Händen sorgte der Förderverein der Schule für ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot.
Das Ende der Veranstaltung läutete eine tänzerische Darbietung der Klasse 4c unter Leitung von Frau Eckert ein. Zu den Klängen von "Children" der Formation "Hands in Hands for Children" zeigten schwarz gewandete Schüler ihren Sternentanz.

Autor:

Kathrin Keil aus Weisterstadt

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