Zunahme von demenziellen Erkrankungen

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Weiterstadt, Dezember 2013
Ein Angehöriger vergisst oft, wo er Alltagsgegenstände abgelegt hat? Oder weiß nicht mehr, was Sie vor einigen Minuten mit ihm besprochen haben? Sie vermuten, dass die Symptome vielleicht auf den Beginn einer demenziellen Erkrankung hindeuten?

Diese Situation betrifft weit mehr Menschen, als wir annehmen. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO sind derzeit 35,6 Millionen Menschen weltweit von einer Demenzerkrankung betroffen, davon in Deutschland rund 1,4 Millionen.
Für viele Menschen – Betroffene wie auch Angehörige – ist es daher notwendig, sich mit Themen wie Demenz bzw. Alzheimer auseinanderzusetzen.

Umgang mit Demenzkranken

Pflegende Angehörige können erheblich dazu beitragen, dass ein Demenzerkrankter sich im Alltag gut zu Recht findet. Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzform haben oft Schwierigkeiten, sich zu orientieren und den Aufbewahrungsort verschiedener Alltagsgegenstände zu erinnern. So wird der Schlüssel versehentlich in den Ofen gelegt, das Geld in Alufolie anstatt im Portemonnaie aufbewahrt oder die Hauschuhe im Kühlschrank abgestellt. Diese Beobachtungen erschrecken nicht nur den Betroffenen, sondern oft auch die Angehörigen. Eine verständliche Reaktion, denn Hilfsangebote von Familienmitgliedern treffen häufig auf eine Abwehrhaltung. Wenn sich Erkrankte gegen die Verwendung von Hilfsmitteln der Pflege oder der Alltagsgestaltung aussprechen, wissen die Angehörigen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Kräftezehrende Diskussionen mit der kranken Mutter oder dem kranken Vater führen oder lieber auf Hilfsmittel verzichten? Doch dann meldet sich das Gewissen. Eigene Vorwürfe („Du kümmerst dich nicht genug.“) oder die von anderen lassen Zweifel aufkommen. Ein echtes Dilemma – für beide Seiten. Hier fällt ein Ausweg nicht vom Himmel, sondern ist mit viel Mühe zu erarbeiten.

In der Betreuungspraxis mit demenzkranken Menschen hat sich herausgestellt, dass in vielen Fällen ein großes Maß an Geduld nötig ist. Beispielsweise haben kontinuierliche, ruhige Gespräche einer Pflegerin dazu geführt, dass eine demenzkranke Dame – nach mehreren Wochen – Hilfe angenommen hat. Es hat sich zudem mehrfach herausgestellt, dass ein Fortschreiten der Erkrankung mit moderner Medizin, guter Betreuung und kontinuierlichen Übungen deutlich langsamer verlaufen kann.

Mit Demenz leben – Beobachtungen aus dem Alltag

Darüber hinaus haben sich kleine Übungen als förderlich im Umgang mit demenziell Erkrankten erwiesen: beispielsweise Gedächtnisübungen, die das Erinnerungsvermögen in Bezug auf Handlungen des Tagesablaufes trainieren. Etwa mit Memory-Karten kann der Pflegende abfragen, an welchem Ort ein bestimmter Gegenstand üblicherweise aufbewahrt wird (zum Beispiel: Schuhe – Flur, Schlüssel – Schublade, usw.). Hilfreich ist eine gleichbleibende Ordnung, damit der Senior alles immer an demselben Platz wiederfindet.

Ein fester Tagesablauf kann zusätzlich Sicherheit geben. In der morgendlichen Grundpflege ist zum Beispiel eine solche Reihenfolge denkbar: Zuerst Zähne putzen, dann der Gang zur Toilette und schließlich Duschen. Dieser Ablauf wird zwar von den Patienten nicht bewusst erinnert, doch der Bewegungsrhythmus prägt sich bei kontinuierlicher Wiederholung unbewusst ein. Zusätzlich gibt eine gewisse Routine den Betroffenen das Gefühl von Sicherheit. Regelmäßigkeit erzeugt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, da etwas Bekanntes wieder und wieder erlebt wird.

Zudem kann ein möglichst aktives Verhalten die Betroffenen weiterbringen. Pflegende Angehörige neigen dazu, dem Erkrankten viele Tätigkeiten abzunehmen. Im Gegensatz dazu steht jedoch, dass ältere Menschen solange wie möglich selbständig sein möchten. In diesem Zusammenhang gilt zu bedenken: Eine Tätigkeit selbst auszuführen ist die beste Prävention vom Verlust der eigenen Fertigkeit. Viel Bewegung im Alltag steigert das körperliche Wohlbefinden, hilft gegen nächtliche Unruhe und gegen depressive Verstimmungen. Der Kontakt mit Menschen hält das soziale Umfeld aufrecht. Ein schöner Nebeneffekt: Das Plaudern miteinander trainiert ganz automatisch das Erinnerungsvermögen. Durch eine Rückkehr in die persönliche Biographie kann Vergessenes wieder in den Vordergrund gerückt werden.

Den Krankheitsverlauf verzögern – Ein Erfahrungsbericht

Viele Betroffene resignieren phasenweise und ziehen sich zurück. Das ist manchmal auch nötig, wenn man an die eigenen Grenzen kommt. Ein Betroffener, der vor drei Jahren die Diagnose Demenz erhielt, schildert sein Verhalten so: „Ich kämpfe gegen das Fortschreiten der Krankheit. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich heute mit der Krankheit ohne Selbstmitleid leben kann. Wichtig ist es, Geist und Körper fit zu halten und sich immer wieder neu zu motivieren. Ich gehe einmal pro Woche Schwimmen, im Sommer auch Radfahren. Außerdem nehme ich an dem wöchentlichen Gymnastik-Kurs einer Selbsthilfegruppe teil. Meine geistige Mobilität fördere ich durch Kreuzworträtsel und Geselligkeit. Jeden Montag ist bei mir Skat-Abend. Das Spiel sorgt für kniffelige Denkaufgaben und die Gemeinschaft bringt Kommunikationsanlässe. Es ist sehr wichtig, in Kontakt zu bleiben und auch zu versuchen, eigene Mitteilungen zu machen. Außerdem hält mein Hund mich auf Trapp. Ich nehme mir vor, den gewohnten Rhythmus einzuhalten, auch wenn ich nicht immer Lust habe. Wenn ich dann doch zum Kurs gehe, macht es mir wieder Spaß. Dann kann ich mir selbst auf die Schulter klopfen, weil ich wieder stark gegen meinen Willen war.“

So kann jemand sprechen, der eine demenzielle Erkrankung in der ersten Phase erlebt und den Wechsel der gedanklichen Zustände wahrnimmt.

Wenn Sie Hilfe bei der Pflege und Betreuung Ihrer demenzkranken Angehörigen benötigen, können Sie sich gerne an Therapon24 wenden. Der Anbieter von Care Services hat gut ausgebildetes Personal mit der Zusatzqualifikation zum „Alltagsbegleiter für demenzerkrankte Menschen“ schnell verfügbar. Zudem haben Menschen mit Demenz einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung, welche ihre Behandlung, Betreuung und Pflege ermöglichen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema demenzielle Erkrankungen oder zu den Betreuungsangeboten von Therapon24? Dann wenden Sie sich an:

Kathrin Rosenhainer
Marketing- und Vertriebsreferentin
Therapon24
Beratungs- und Service GmbH

Robert-Koch-Str. 12, 64331 Weiterstadt
Tel. 06151 397387-0, Fax 06151 397387-10
E-Mail: info@therapon24.de, Internet: www.therapon24.de

Firmenportrait:
Therapon ist ein griechisches Wort und bedeutet „Diener“. Das 2004 gegründete Unternehmen dient Menschen aus Überzeugung und ganzheitlich. Persönliche, wirtschaftliche, körperliche und psychische Bedürfnisse in unterschiedlichen Lebensphasen benötigen individuelle Antworten. Die jeweils beste, zeitgemäße Antwort in Form von Gespräch, Beratung oder Service-Dienstleistungen für Personen oder Organisationen zu geben, ist die Aufgabe und Verpflichtung von Therapon24.

Familien-Service: Wer Zuhause einen Notfall hat, und schnell eine 24-Stunden-Versorgung benötigt, kann sich an Therapon24 wenden. Durch angeschlossene zertifizierte Partner agiert das Unternehmen bundesweit.

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