WIR SIND SCHON FAST PROFIS : Mädchenfußball –AG der CUS kämpft beim Abschlussspiel wie ein Löwenrudel – ganz im Stil Jahrtausende langer Tradition

Die Spielerinnen der Mädchenfußball-AG des Fördervereins der Carl-Ulrich-Schule
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  • hochgeladen von Kathrin Keil

Am Ende des vergangenen Schuljahres begegneten die Spielerinnen der Mädchenfußball-AG des Fördervereins der Carl-Ulrich-Schule (CUS) einer Auswahl der Powerelfen des SV Weiterstadts anlässlich ihres Abschlussspiels.

Fußball spielen hat eine lange Tradition in der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Bereits die Chinesen haben ca. 2000 Jahre vor Christi so etwas Ähnliches wie Fußball erfunden, später folgten die Römer, Griechen und auch in Südamerika gab es dieses Freizeitvergnügen schon lange. So, wie es heute existiert, wurde das Spiel allerdings in England im 19. Jahrhundert entwickelt. Ausreichend Zeit also, um sich bei Jung und Alt zur beliebtesten Sportart durch zu setzten. Vorwiegend von Männern dominiert, wird der Frauenfußball mancherorts milde belächelt. Viele Vereine wirken diesem Stigma entgegen, indem sie Mädchenmannschaften aufstellen und sich so dem sportlichen Fortschritt verschreiben. So auch der SV Weiterstadt, der mit seiner Mädchenmannschaft „Powerelfen“ schon so manchen Erfolg verbuchen konnte. Trainer Ingo Förster, der stets Spielerinnennachwuchs sucht, bot dem Förderverein an, in einer Mädchenfußball-AG nach jungen Talenten Ausschau zu halten. Kurz vor den Osterferien ging die AG an den Start. Einmal wöchentlich trainierten die Mädels auf dem Sportgelände des SV Weiterstadt. Dort kam es dann auch zum Showdown – dem Abschlussspiel gegen die erfahrenen Powerelfen. Mit Tamara Stelzer (Tor, 1.Hz.), Lara Hosenseidl, Sarah Wißkirchen, Anastasia Förg, Özge Sahintekin (Tor, 2.Hz) und Mae-Lynn Witt liefen sechs der sieben AG-Mädels wie eine Nationalmannschaft auf dem Spielfeld auf, um zu zeigen, was sie in wenigen Trainingswochen gelernt hatten. In brütender Hitze, unterstützt von einigen Eltern und mit aufgeregten Gesichtern nahmen sie ihre Plätze ein, um trotz mangelnder Spielerfahrung ihr Bestes zu geben. Gut sahen sie aus, die Mädels auf dem Rasen, aber trotz unerlässlicher Bemühungen und aufgrund nachlassender Kondition konnten sie nicht punkten. Mit dem Schlusspfiff stand es10:0 für die Powerelfen. Nach 90 Minuten unermüdlichen Einsatzes gingen die Kiddys verschwitzt, rotgesichtig, aber hoch erhobenen Hauptes als stolze Verlierer den Platz. Denn der Ehrgeiz, eines Tages das Match für sich entscheiden zu können, ist ungebrochen. Auch wenn hier der Spaß eindeutig im Vordergrund stand– so viel Spaß, dass zwei der AG-Kinder bereits mit den Powerelfen zusammen weiter trainieren wollen. Heute noch Verlierer in den Augen der Anderen, morgen schon der Gewinner und die Vorhut der neuen Nationalelf der Damen. Denn dass hartes Training sich lohnt, zeigt ein Blick in die Statistik. Sind doch die deutschen Nationalspielerinnen fünf Mal in Folge, insgesamt sieben Mal, Europameister geworden und bei den seit 1991 stattfindenden Weltmeisterschaften im Frauenfußball bereits zweimal als Sieger aus dem Turnier gegangen. Damit liegen sie, nach den USA, an zweiter Stelle der Weltspitze.

Fazit: Nicht nur Männer können Fußball spielen – Frauen auch, wenn auch für weniger Geld und Anerkennung.

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