SG 50PLUS in der Oberpfalz

SG 50 Plus Weiterstadt auf Erlebnisreise in die Oberpfalz

Am Sonntag dem 29.05.2016 startete die Reisegruppe der SG 50 Plus zur ersten
diesjährigen mehrtägigen Busreise unter der bewährten Leitung von Günter Schuchmann
und Dieter Schönfeldt mit dem Reiseunternehmen Schuchardt und unserer Fahrerin Doris
in die Oberpfalz.
Wie immer in bester Stimmung und erwartungsvoll ging es pünktlich um 9.00 Uhr vom
Aulenberg los. Das bei unseren Reisen übliche „Weiterstädter Frühstück“ wurde auf einer
Autobahnraststätte eingenommen, bei einem weiteren Halt wurden die von Else
gebackenen schmackhaften Kuchen verzehrt und nach einer angenehmen und
stressfreien Fahrt erreichten wir unser Hotel IGEL in Püchersreuth.
Dort wurden wir mit Sekt und Häppchen herzlich willkommen geheißen und konnten uns
für eine erste Fahrt, die von dem Hotelbesitzer, der auch als Reiseleiter aktiv ist, stärken.
Diese führte uns in der näheren Umgebung über enge Landstraßen, bei der Doris uns
ihre Busbeherrschung zeigen konnte, zur KZ¬Gedenkstätte Flossenbürg. In diesem
Konzentrationslager wurden von der SS zwischen 1938 und 1945 rund 100 000 Häftlinge
gefangen gehalten um durch die Zwangsarbeit die Granitvorkommen am Ort
auszubeuten. Mindestens 30 000 von ihnen kamen während der Haft ums Leben.
Bevor wir zum Hotel fuhren ging es zu einer Fischzuchtanlage, bei der uns der Besitzer
einen Überblick über die erforderlichen Tätigkeiten für eine erfolgreiche Fischzucht von
Forellen, Karpfen und Schleien gab. Allerdings ahnten die Forellen nicht, dass einige zwei
Tage später auf dem Teller, die anderen geräuchert im Gepäck nach Hause landen
würden.
Am Montag stand Bayreuth auf dem Plan. Unser Reiseleiter Bernd gab uns interessante
Erklärungen zur Gegend und den Menschen. Auf der Fahrt konnten wir den nördlichen
Teil des Oberpfälzer Waldes mit seiner waldreichen Gegend sehen und kurz vor Bayreuth
erreichten wir das „Alte Schloss Eremitage mit dem Hofgarten“. Der damalige Markgraf
schenkte bei seinem Regierungsantritt dieses Schloss seiner Gattin Wilhelmine, die mit
Erweiterungsmaßnahmen eindrucksvolle Gebäude und auch einen sehr schönen Garten
anlegen ließ.
Weiter ging die Fahrt in die Wagnerstadt und natürlich zum berühmten Festspielhaus, in
dem bekannte Künstler aus aller Welt im Juli und August die Opernfreunde begeistern.
Leider konnten wir dieses nicht besichtigen, da gerade Renovierungsarbeiten stattfanden.
Nach einem Stadtbummel durch die Innenstadt trafen wir uns dann zur Entspannung in
den Katakomben der Bayreuther Bierbrauerei AG. Bei dem ca. 800 Meter langen
Rundgang wurden wir über die Entstehung und Entwicklung der Braukunst informiert.
Nach dem Aufstieg aus den unterirdischen Kellern folgte der gemütliche Teil mit einem
Umtrunk.
Am Dienstag war wieder unser Hotelier der Reisebegleiter. Die Fahrt führte uns in die
Klosterkirche nach Speinshart. Seit 1145 leben dort Prämonstratenser¬Chorherren nach


den Regeln des heiligen Antonius. Zusammen mit dem historischen Klosterdorf zählt das
Kloster zu einem Kulturgut von europäischem Rang.
Dann ging es nach Tremmersdorf, zu einem Wurzelmuseum, ¬einmalig in seiner Art, wie
auch der Besitzer¬. Über 800 Wurzeln, sehr gut erkennbar als Vögel und andere Tiere,
teilweise auch wissenschaftlich nachgewiesen viele Millionen Jahre alt, erstaunen jeden
Besucher.
Der Nachmittag gehörte zum Besuch des GEO¬Zentrums an der Kontinentalen
Tiefbohrung in Windischeschenbach. Geowissenschaftler bohrten dort 9101 Meter tief in
die Erdkruste – das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinen Gestein. Man wollte
hierbei Erkenntnisse über die Schichten der Erde erhalten und forschte in den Gebieten
der Seismologie, Mineralogie und Vulkanologie. Erdbeben in aller Welt können durch
entsprechende Technik festgestellt werden. Informationen erhielten wir durch einen
Mitarbeiter sowie einem Film. Einige 50 Plus`ler testeten auch verschiedene Stärken von
nachgestellten Erdbeben und kamen hierbei ganz schön ins wackeln.
Der Mittwoch führte uns mit unserem Reiseleiter Wolfgang zunächst nach Konnersreuth.
Berühmt wurde die Resl (Therese Neumann) wie sie genannt wurde durch ihre blutenden
Wundmale, durch ihre Visionen und durch das Phänomen, dass sie von 1926 – 1962
weder flüssige noch feste Nahrung zu sich genommen haben soll, mit Ausnahme einer
geweihten Hostie, die sie bei der täglichen Kommunion zu sich nahm. In einem Film
wurde das Leben und Leiden von ihr gezeigt.
Kurz sahen wir uns noch die Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Waldsassen an.
Anstatt eines Mittagessen gab es Kuchen und Torten, hergestellt von unserer
Gastgeberin ¬ ein wahrer Genuss ¬.
Danach ging es wieder los und zwar zu einem Zoigl¬Brauhaus. Der Zoigl ist ein
untergäriges Bier und wird in Kommunbrauhäusern hergestellt. In diesen brauen
berechtigte Personen abwechselnd ihr Bier, verfeinert und fertig gestellt bis zum
Ausschank wird es aber zu hause. Dadurch hat jedes Bier einen anderen Geschmack.
Anschließend ging es dann in eine solche Zoiglschänke, wo wir uns dieses Bier
schmecken ließen. Beste Stimmung verbreitete Sigi auf seinem Akkordeon. Auf dem
Heimweg ins Hotel wurde es dann immer ruhiger im Bus.
Unsere Reise wurde am Mittwoch mit einem leckeren flambierten Spanferkel, mit Live- Musik , einem grandiosen Theaterstück, bei dem Günter ein sehr peinlich genauer
Regisseur, der auf kleinste Fehlleistungen der Laiendarsteller reagierte, sowie einem
Vortrag von Birgit, die über die mühevolle Gartenarbeit berichtete, beendet.
Der Donnerstag war unser Heimreisetag. Über einen kurzen Stadtbummel in Weiden, und
dem Abholen von Holzofenbrot ging es Richtung Weiterstadt. Wieder ging eine sehr
schöne, bestens geplante und durchgeführte Reise zu Ende.
Wir möchten uns recht herzlich bei unserem Reiseteam Günter und Dieter bedanken
und freuen uns schon jetzt auf weitere schöne Fahrten. Bedanken möchten wir uns auch
bei Doris, die uns mit viel Geduld und fahrerischem Geschick und durch ihre ruhige,
hilfsbereite und freundliche Art sicher an alle unsere Ziele brachte.
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