Standing Ovations beim Neujahrskonzert in Wixhausen
Mit Musik und Witz ins neue Jahr

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Vielseitig und spielfreudig auf hohem Niveau – dafür steht das Sinfonische Blasorchester der TSG Wixhausen (SBOW) seit vielen Jahren. Kein Wunder also, dass zum Neujahrskonzert der Saal im Bürgermeister-Pohl-Haus voll war.
1806 wurde durch die Entstehung des Großherzogtums Hessen-Darmstadt dem im 17. Jahrhundert aufgestellten Infanterieregiment das Prädikat „Leibgarde“ verliehen. Der Marsch dieser zuletzt „Hessischen Leib-Garde-Infanterie Regiment Nr. 115“ benannten und stets in Darmstadt beheimateten Einheit eröffnete forsch den äußerst unterhaltsamen Vorabend.
Der Inhalt von Franz Lehars „Die Lustige Witwe“ wäre heutzutage Stoff für eine Telenovela, moderierte Michael Koller in humorvoller Weise „Lippen schweigen...“ an. Den großen Schlusswalzer dieser Operette präsentierte das Orchester schwungvoll und mit ausgefeilter Dynamik.
Nach dem ungewöhnlichen Marsch „Heurigenbrüder“, mit dem es dem Ensemble eindrucksvoll gelang, die Atmosphäre eines Wiener Weinlokals nach Wixhausen zu holen, brillierte Christina Spanheimer mit ihrer Interpretation des oscarnominierten Filmhits „Gabriel´s Oboe“ aus der Feder von Ennio Morricone.
Auf die dem jüdischen Lichterfest gewidmete „Rhapsody for Hanukkah“, die mit einer spritzigen Variante von „Eight Days of Hanukkah“, besser bekannt als „Those were the Days my friends“ endet, folgte mit „Tanz der Vampire“ ein weiteres Medley. Viele Melodien dieses Musicals stammen aus Jim Steinmans früheren Kompositionen wie z.B. Bonnie Tylers Hit „Total Eclipse of the Heart“. Die Darbietung der Songs wie „Ewigkeit“, „Der Tanz der Vampire“ oder „Totale Finsternis“ rockte den Saal.
Im Anschluss an „Tina Turner: Simply the Best!“, mit dem das SBOW der Rocklegende nachträglich zum 80. Geburtstag ein würdiges Ständchen brachte, beendeten die Musiker*Innen das offizielle Programm mit einem überraschenden, spaßigen und kreativen Schlusspunkt. „The Fly“ präsentiert in einer anschaulichen Dramaturgie, wie ein schlafender Mensch, von einer Fliege geweckt und genervt, auf die Jagd geht. Da kreiselten gebastelte Instrumente, die das Summen der Fliege imitieren über den Köpfen der Orchestermitglieder, die ihrerseits zeitweilig ihre Instumente in die Höhe reckten. Immer wieder entkommt die Fliege der Klatsche, bevor sie am Ende mit einem lauten „Aaaahhh!“ dann doch ihr Schicksal ereilt. Nach dieser furiosen Darbietung duften die Wixhäuser nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen.

Autor:

Silke Gundlach aus Wixhausen

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