Kurzweiliges Konzert in Wixhausen

Jugendblasorchester
 
Jugendblasorchester

Zwei Tondichtungen und viele Hits aus den Charts unterschiedlicher Epochen

Nachwuchsarbeit schreibt man beim Sinfonischen Blasorchester der TSG Wixhausen ganz groß. Und das zahlt sich auch aus. Erst vor kurzen schafften viele Kinder aus dem Schülerorchester den Wechsel in das Jugendblasorchester (Jubo), das beim Konzert „3Klänge“ nun mit knapp 30 Kindern und Jugendlichen auf der Bühne Platz nahm.
Für den Beginn hatte Dirigent Moritz Mainusch „Shackleford Banks“ ausgewählt. Das Werk ist nach der unbewohnten Insel vor der Küste North Carolinas benannt, auf der wilde Pferde frei herumlaufen. Die von Westernklängen beeinflusste Komposition war ein gelungener Auftakt für die jungen KünstlerInnen.
Nach dem aus dem Jahr 2010 stammenden souligen Popsong „Hey, Soul Sister” der Gruppe Train, machte das Jubo einen musikalischen Abstecher in die Schweiz. “The Glacier Express” beschreibt den Weg der berühmtesten Bahn des Landes durch das Gebirge und die Jahreszeiten. Dem Ensemble gelang es sehr gut, die unterschiedlichen Stimmungen der Tondichtung einzufangen.
Mit den beiden Medleys “Hey, Hey We´re The Monkees” und “The Best of Green Day” brachte das Jubo abschließend mehrere Hits aus den 60er und 90er Jahren zu Gehör.
Das Große Sinfonisches Blasorchester (SBOW) unter Rainer Laumann hatte für seine Konzerthälfte “O Vitinho” als Anfang ausgesucht. Für Mitteleuropäer klingt der portugiesische Marsch ungewohnt, da die Melodien einen eher tänzerischen Charakter haben. Das Orchester glänzte bereits hier mit ausgefeilter Dynamik und gutem Zusammenspiel.
Tom Sawyer und Huckleberry Finn – es gibt wohl niemand, der diese Namen nicht schon gehört hätte. Franco Cesarini setzte seine Ideen zu den Hauptpersonen und der Geschichte in der 5-sätzigen „Tom-Sawyer-Suite“ um. Während im 1. Satz (Tom Sawyer) der „Cakewalk“-Rhythmus verwendet wird, wird sein Freund Huckleberry Finn durch einen amerikanischen Hoe Down charakterisiert. Beide Sätze entsprechen in ihrer frechen, fröhlichen Art absolut dem Wesen der beiden Lausbuben – und dem SBOW machte die Interpretation sichtlich Spaß.
Den bereiteten auch „Herb Alperts Golden Hits“, ein großes Solo für das Trompetenregister. Die MusikerInnen ernteten für ihre exzellente Darbietung der Hits wie „A Taste of Honey“ oder „Spanish Flea“ stürmischen Applaus.
Das äußerst gefühlvoll gespielte Duett “One hand, one heart”, das zur berührenden Hochzeitsszene aus der „West Side Story“ gehört, sorgte noch einmal für einen kurzen ruhigen Moment, bevor die Medleys „Flower Power“ und “80er KULT(tour)” dem Publikum noch einmal so richtig einheizten. „La Lalala Lalala…“ erklärte der humorvoll und sachkundig durch den Abend führende Michael Precht den ZuhörerInnen den Text, den sie im Verlauf des 80er-Medleys bei Hubert Kahs „Sternenhimmel“ zu singen hatten.
Für die Zugabe bat das SBOW dann noch einmal das Jugendblasorchester auf die Bühne. Gemeinsam beschlossen sie mit einer rockigen Version des Beatles-Hits “Can´t buy me love” das äußerst kurzweilige und unterhaltsame Konzert.
Langjährige MusikerInnen sind die Stützpfeiler eines Orchesters, das auf einem solch hohen Niveau musiziert, referierte Gaufachwart Wolfgang Schroth in seiner kleinen Laudatio. Er ehrte Natascha Lotz für 10 Jahre aktives Musikzieren mit der Ehrennadel in Bronze der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV). Für ihre vorbildliche Tätigkeit zur Förderung der Musik, wie es in der Urkunde bescheinigt wird, wurden Jürgen Jourdan (10 Jahre), Andreas Günther (15 Jahre), Silke Gundlach (20 Jahre) und Ellen Frey (25 Jahre) die Verdienstmedaillen in Bronze, Silber, Gold bzw. Gold mit Diamant des BDMV verliehen. Diese vier Geehrten sind seit langem im Orchestervorstand aktiv und haben in dieser Zeit zum Teil unterschiedliche Posten im Vorstand ausgeübt oder den Verein auch als Vizedirigent oder Jugendorchesterdirigent unterstützt.
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