Woi, Worschd un Mussigg

 

Blasorchester Wixhausen und 5 Ensembles begeistern bei Sommerserenade – neue CD

Das Wetter meinte es gut mit dem Sinfonischen Blasorchester der TSG Wixhausen (SBOW). Ein laues Lüftchen vertrieb die brütende Hitze der vergangenen Tage und lockte das Publikum zahlreich in den Garten der Evangelischen Kirche in Wixhausen. Die Kenner der Serenade waren bereits früh vor Ort und deckten sich mit den Schmankerln von der in hessisch gehaltenen Speisekarte ein.
Das SBOW begann musikalisch mit „Il Briccone“. Der Marsch über einen „Schurken“, der später noch einmal erwähnt werden sollte, war ein schöner Einstieg in den Block der älteren Melodien. Ob Herb Alperts Wohlfühlsound, deutsche Schlager, Marschmedley oder Filmmusik aus der Anfangszeit des Tonfilms - die MusikerInnen begeisterten mit der vielseitigen stilsicheren Präsentation der bekannten Melodien. Manch ein Hit wie „Beiß nicht gleich in jeden Apfel“, „Liebling mein Herz lässt dich grüßen“ oder „Von den blauen Bergen“ lud dabei zum Mitsingen ein.
Auch die Ensembles hatten ein facettenreiches musikalisches Spektrum zu bieten. Das Jugendquintett entführte mit der zauberhaften „Musik der Nacht“, „Ich hätt getanzt heut Nacht“ und „Ein Freund, ein guter Freund“ in die Welt der Musicals und des Films. Mit der „Jupiter Hymn“ aus Gustav Holsts „Planeten“ und den Gospels „Oh when the Saints“ und „Joshua fit the Battle of Jericho“ glänzte das Posaunenquartett. Das Klarinettenseptett erntete viel Applaus für die ausgesuchten Originalkompositionen wie „Caprice“ und „Lovesong“, aber vor allem für seine mitreißende Darbietung des „Chattanooga Choo Choo“. Neben „The Easy Winners“ hatte sich das Holzbläserquintett für den „Persischen Marsch“ und „Im Krapfenwaldl“ von Johann Strauß Sohn entschieden. Besonders die letztgenannte Polka sorgte durch die darin enthaltenen Vogelstimmeneinlagen für manch Schmunzeln. Mit Originalkompositionen wie der „Comedy for Saxophone“, dem „Maple Leaf Rag“ und der Titelmelodie der bekannten „Muppet-Show“ sorgte das Saxofonquartett für ausgezeichnete Unterhaltung. „Es gibt durchaus noch ein paar andere gute Orchester hier im Umkreis. Aber wohl keines, bei dem fünf verschiedene kleine Ensembles einen ganzen Programmblock alleine bestreiten“, lobte Dirigent Rainer Laumann die Leistung und das Engagement seiner MusikerInnen.
Zum Abschluss wurde es noch einmal „so rischdisch hefdisch“, wie Laumann in seiner mundartgeprägten Moderation ankündigte. Tom Jones, Billy Joel, Coldplay und Adele kamen in Medleys ihrer Hits zu Gehör. Mit sichtlichem Spaß, das konnte man im Schein der Pultleuchten und Lichterketten sehen, beschloss das SBOW seine 7. Sommerserenade mit der 80er KULT(tour), die passenderweise beim Anblick eines wolkenlosen Nachthimmels mit Hubert Kahs „Sternenhimmel“ endete.
Nach diesem tollen Abend wollte das Publikum das Orchester nicht ohne Zugabe ziehen lassen. Die nächste Gelegenheit das SBOW live zu hören kommt erst mit dem Benefizkonzert im Staatstheater Darmstadt am 16. Dezember. Aber für die Zwischenzeit konnten sich die ZuhörerInnen mit der neuen CD ausstatten, auf der neben den Ersteinspielungen „Alphorn-Capriccio“ und „Der kleine Prinz“ auch der anfangs gehörte Marsch „Il Briccone“ enthalten ist.
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