Spanien und Großbritannien werden Gibraltar gemeinsam verwalten

Hitzige Auseinandersetzungen zwischen den spanischen und britischen Behörden wegen des Status Gibraltars können bald mit einer Kompromisslösung enden. Diese Lösung soll beiden Seiten des Konflikts recht sein und Belange der Bürger, die mit absoluter Mehrheit gegen den EU-Austritt gestimmt haben und gleichzeitig die britische Staatsbürgerschaft sehr hoch schätzen, wahrnehmen.

Es sei erwähnt, dass der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk darauf bestanden hat, dass das Schicksal Gibraltars mit Rücksicht auf Spaniens Wünsche entschieden wurde. Denn etwa zwölf Tausend Spanier kommen täglich nach Gibraltar, um zu arbeiten, und der größte Teil von Waren und Touristen geraten hierher vom Festland. In Großbritannien war die Reaktion auf die Empfehlungen der EU-Leitung ziemlich aggressiv und einige Londoner Vertreter erinnerten sich sogar daran, welche Mittel im Kampf für die Falklandinseln eingesetzt worden waren.

Es schien, dass der entbrennende Konflikt zwischen London und Madrid Europa in eine neue politische Krise verwickelt kann und er droht mit einem Transportkollaps in der Straße von Gibraltar. Aber der Ausweg aus der Sackgasse wurde doch gefunden. Laut dem Brief aus dem spanischen Außenministerium an den stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament Esteban González Pons hat Brüssel die Position Spaniens hinsichtlich der gemeinsamen Verwaltung über Gibraltar unterstützt.



Es gelang Esteban González Pons, seine Kollegen im Europaparlament davon zu überzeugen, dass die EU zur Milderung der kompromisslosen Verhandlungsstrategie Großbritanniens beitragen soll und dass die von Spanien auferlegten Bedingungen erfüllt werden sollen. London änderte also den Ton und stimmte der Einführung der doppelten Souveränität in Gibraltar zu.

Die günstige Beilegung des jahrhundertealten geopolitischen Streits um Gibraltar demonstriert die Stärke der modernen europäischen Politik. Der EU-Austritt Großbritanniens sieht als eine Katastrophe nicht mehr aus und die nach dem Brexit entstandenen Probleme scheinen nun lösbar. Dank Bemühungen von spanischen Politikern und ihren Kollegen in Brüssel können die Bürger Gibraltars nach dem Brexit endlich ausatmen und mit dem weiteren Verbleib des Gebiets in der EU und der Zusammenarbeit mit Spanien rechnen, indem sie Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs bleiben.
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